6446) Mir dem Heutigen habe ich neben meinem Dienstmänner-Jnstitute noch ein Gommissions und Nachweise - Bureau für S t e l l e s u ch e n d e
aller Art errichtet und empfehle ich dasselbe zu geneigter Benutzung.
Zugleich empfehle ich mich zur Abhaltung von Privatversteigerungen.
Gießen, den 10. Septcrnbcr t868. C. Pietsch I., Kirchenplatz A- 20- Deutscher Mühlen-Verkünd.
Der Verband deutscher Müller und Mühlen-Interessenten
erstreckt sich jetzt bereits auf den größten Theil Deutschlands.
Die Nothwendigkeit firr's Großherzogthum Hessen im Anschluß mit seinen Nachbarländern, diesem deutschen Mühlen-Verbande sich als Mittelrhcinischer Zweigverband anzuschließen, tritt jeden Tag immer mächtiger heran. — Zur Constituirung eines solchen Zweigverbandcs ladet das in heutiger Versammlung gewählte provisorische Comite die Mühlenbesitzer und Mühleu-Jnteressenten aus Hessen, den Regierungsbezirken Wiesbaden und Cassel, sowie aus der baierischen Pfalz ergeüenst ein, am 26. d. Mts., bei Gelegenheit des in Darmstadt stattfindenden landwirthschaftlichen Festes, früh 8 Uhr dahier im Ritser t'schen Saale — Schützenhof — recht zahlreich erscheinen zu wollen.
Der Präsident des deutschen Mühleuverbandes, Herr Jos. I. vau den Wyn- gacrt, Dampfmühlenbesitzer in Passow bei Stettin, wird bei dieser Versammlung anwesend sein.
Darmstadt, den 5. September 1868.
Das provisorische Comite:
Grüning, Mühlenbesitzer; G. P. Köhler, Haupt-Agent; W. I. Mahr, Mühlenbesitzer; Ed. Harres, Architekt; Max Weber, Ingenieur; W. Schaffner, Agent; C. M. Lorenz, Kaufmann; Osw. Riedel, Inspektor; Lantz, Mühlenbesitzer; C. F. Rau, Maschinenbauer; H. Walther, Mühlenbesitzer; Hetnr. Fehrer, Kaufmann.
KB. Etwaige Anfragen und Briefe wollen an Herrn Jakob Fehrer, Dampfmühlenbesitzer dahier gerichtet werden. (6447)
I Geschäfts-Eröffnung.
Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von mir schon angezeigte (Pariser) Fleck- und Neuwascherei-Geschäft bereits errichtet habe, und bitte um geneigten Zuspruch. Zugleich verspreche ich, die mir anvertrauten Sachen ganz in den Stand zurückzubringen, wie sie neu gewesen sind. Durch ausgezeichnete Arbeit, prompte und reelle Bedienung werde ich mich bestreben, mir das Vertrauen des geehrten Publikums in hiesiger Stadt und der Umgegend zu erwerben und zu erhalten suchen.
G. F. Rupp, Herrenkleidermacher,
Katharinengasse Nr. 207.
Die
Schützengesellschaft zu Gießen hält kommenden Montag den 14. September auf ihrem Schießplatz am Trieb ein
Einlage-Schießen
ab, wozu außer den Mitgliedern auch andere Freunde des Schützenwesens zur Theilnahme am Schießen hiermit freundlichst eingeladen werden. —
Es wird auf drei Ständen geschossen und zwar:
1) Standscheibe (aufgelegt), Distance: 100 Meter.
2) Standscheibe (freie Hand), Distance: 175 Meter.
3) Feldscheibe (freie Hand), Distance: 300 Meter.
Die aufgesteckten Scheiben sind die vom dentschen Schützenbnnd vorgeschriebenen Feld- und Standscheiben.
Die lEinlage beträgt für jede Scheibe Einen Gulden vierzig fünf Ätcujer, wofür dem Schützen eine Schußkarte mit 12 Schüssen er- theilt wird. Die Anzahl der geschossenen Punkte entscheidet über die Höhe des Preises. Die Vertheilung der Preise erfolgt sogleich nach beendigtem Schießen und geschieht nach einem schon seit mehreren Jahren auf unseren Gauschießen angenommenen Vcrtheilungsplane.
Der Beginn des Schießens ist Mittags präcis 12 Uhr.
Sogleich nach beendigtem Einlage-Schießen auf den 3 Scheibenständen sollen noch einige
Ehrenscheiben
herausgeschossen werden. Der Einsatz beträgt für eine solche Scheibe 12 kr. Jeder Schütze hat auf jede derselben 2 Schüsse und fällt demjenigen der Ehren- Preis zu, der den besten Schuß darauf gethau hat. In zweifelhaftem Falle wird derselbe durch Ausmessen ermittelt. Die Ehrenscheibe wird Eigenthum desjenigen Vereins, dem der Gewinner des Ehrenpreises angehört, jedoch wird dessen Name auf derselbe« verzeichnet.
Es sind alle Arten Büchsen zulässig, welche nur 2 Bisire haben.
Abends gesellige Unterhaltung in einem den Schützen bekannt ju gebenden Locale, wobei zugleich über die Reorganisation des Gau-Schützenbundes verhandelt werden soll.
Gießen, den 8. September 1868.
Der Vorstand der 8chützengesellschast zu Hießen.
/L, ß Für Auswanderer.
Wr »k Von Bremen nach Rcw-Borkk wird am 31.October d. I. r-■ <ernehirt. das unter Norddeutscher Flagge fahrende und für tiS-Passagiere auf's Beste eingerichtete
Bremer Dampfschiff „Siilidt“, Capt. H. Raschen
Die ermäßigten Passageprcise betragen: für Erste Cajnte........100 Thaler i
„ Zweite Cajüte (Stearage) .... 50 „ Pr. Court.
„ Zwischendeck........45 „ s
a erwachsene Person, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte und für einen Säugling unter einem Jahre in allen Räumen 3 Thaler Preuß. Court.
Zum Abschlüsse bündiger Ueberfahrkscontracte empfiehlt sich Gießen, im September 1868. C. T8. Dietz,
Haupt-Agent.
g Baseler Lebens-Verstchkrungs-GeseUschaft.
Grundkapital: „Zehn Millionen Franken."
Sitz in Basel.
Die Baseler LebenS-Bersichernngs-Gefellschaft schließt zu festen Prämien Versicherungen auf das menschliche Leben in allen den Wünschen und Bedürfnissen des Publikums entsprechenden Formen ab und zwar nach Wahl der Versicherungen mit oder ohne Gewinn-Antheil.
Die mit Gewinn-Antheil Versicherten participiren mit 75 Procent an dem auf dieser Categorie erzielten Reingewinne.
Die allgemeinen Versicherungsbedingungeu sind überaus günstig und gestatten möglichste Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse der Versicherten.
Prospeete und Antragsformulare werden von dem Unterzeichneten unentgeldlich verabfolgt, auch wird von demselben jede wünschenswerthe Auskunft bereitwilligst ertheilt.
Zuverlässige und thätige Agenten werden gegen hohe Abschlußprovision engagirt und sieht, man deßfallsigen Anmeldungen entgegen.
Darmstadt, im September 1868.
Die General-Agentur der Baseler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft für das Großherzogthum Heffen.
jFi tk r 11 Rechnuuqsrath.
I Germania^
Lebensversicherung« - Aktien - Gesellschaft in Stettin.
Grund-Capital..............Gulden 5,250,000.
Reserven Ende 1867 ............. „ 4,526,846.
Seit Eröffnung des Geschäfts bis Ende 1867 bezahlte Versicherungssummen........... „ 3,582,565.
Versichertes Capital Ende Juni 1868 ....... „ 80,643,635.
Jahres-Einnahme ............. „ 2,568,542.
Im Monat August sind eingegangen 2806 Anträge auf „ 2,337,603.
Mäßige Prämiensätze.
Schleunige Ausfertigung der Policen.
Darlehen auf Policen.
Prompte Auszahlung bei Todesfällen.
Prospecte und Antragsformulare gratis durch die Haupt-Agentur: Wilh. Balser in Gießeu, und durch die Agenten: Ph. Zimmer in Lich,
Rechner Schmidt in Londorf,
I. Henrich in Lang-Göns.
Zur gefälligen Beachtung für Herrenkleidermacher.
6442) Wie ich früher in Brüssel und Cöln Unterricht int Zuschneiden ertheilt habe, so beabsichtige ich auch hier solchen zu ertheilen. Meine Methode ist: ganz nach dem Maaße zuschnciden, ohne jede Berechnung leicht und sehr begreiflich; auch kann der difficilste Körperbau, wenn es erforderlich ist, ohne vorherige Anprobe, eingekleidet werden. Der Curs kostet 3 Thlr. und dauert so lange, bis es die betreffenden Schüler förmlich begriffen haben. G. F. Rupp, Schneidermeister,
Katharinengasse Nr. 207.
Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster
Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus.
Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen.
6350) Unterzeichneter empfiehlt seine neu errichtete
Metzgerei und wird durch gute Waare, pünktliche und prompte Bedienung sich das ihm geschenkt werdende Vertrauen stets zu erhalten suchen.
IKsr3 Samstags ist das Geschäft bis 6 Uhr Abends geschlossen.
Levi Löwenstein,
Neustadt Lit. D. Nr. 206, im Magel'schen Hause.
6429) Für ein Auswanderer - Geschäft, welches für Bremen, Hamburg, Liverpool und Antwerpen concessionirt ist, wird in Gießen ein thätiger Agent gesucht. Wenn gewünscht, wird die gesetzliche Cautiou geliefert. — Offerten unter B. und H. besorgt die Exped. d. Bltts.
1 6338) Durch größere Einkäufe wurde es ■ mir möglich:
I Vorschußmcl)l, pr. Pfd. zu 7 u. 8 kr., Blüthcnmchl, pr. „ „ 8‘/2 kr.
^zu verkaufen Markus Engel,
i in den Neuen - Bäuen.
Warnung.
Seither ist es öfter vorgekommen, daß Leute vom Lande oder Knaben durch die Umzäunung des Schießplatzes am Trieb hindurchgeschlüpft sind, um den Weg abzukürzen. Wir zeigen wiederholt hiermit an, daß das Betreten des Schießplatzes verboten ist und die Forstwarte und Feldschützen angewiesen sind, jeden derartigen unbefugten Durchbruch der Umzäunung zur Anzeige zu bringen.
Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß es für Jeden lebensgefährlich ist, welcher während der Schießübungen den Schießplatz betritt, oder unmittelbar hinter den Schießmauern sich herumtreibt.
Gießen, im September 1868. Der Vorstand der Schützengesellschaft.


