Berlin, den 17. Juli 1867.
Bekanntmachung.
2769) Dom 20. Juli ab tritt aus der Preußisch-Dänischen Seepost-Route Kiel- Ko rso er in Folge der Einrichtung von Schnellzügen auf der Eisenbahn zwischen Kopenhagen und Korsoer, sowie auf der Kiel-Altonaer Eisenbahn ein neuer Fahrplan in Kraft.
Die Fahrten finden in beiden Richtungen täglich statt, und zwar in folgender Weise: aus Kiel 12s Uhr Nachts nach Ankunft des letzten Zuges < Schnellzuges) aus Altona in genauer Verbindung mit dem Dampfboot aus Harburg und dem Schnellzuge aus Cöln und Paris;
in Korsoer Morgens,
Anschluß an den Frühzug nach Kopenhagen (7’° Uhr früh) und an die Dampfschiffe nach Nyborg und AarhuuS:
in Kopenhagen 9’° Uhr Vormittags, in Nyborg 11 Uhr Vormittags, in AarhuuS 4 Uhr Nachmittags;
aus Korsoer 10” Uhr Abends nach Ankunft des letzten Zuges (Schnell- zuges) aus Kopenhagen;
in Kiel am nächsten Morgen,
Anschluß an den Schnellzug nach Altona (541 Uhr früh), an das Dampfboot nach Harburg und an den Schnellzug nach Cöln und Paris:
in Altona 8* Uhr Morgens,
in Hannover 1” Uhr Nachmittags, in Cöln 9 Uhr Abends,
am folgenden Tage: in Paris 10" Uhr Morgens, in London 5” Uhr Nachmittags.
General-Post-Amt. von Philipsborn.
Versteigerungen.
2776) Auf freiwilliges Ansuchen der Daniel Plank Wittwc sollen
Dienstag den 13. August, Nachmittags 2 Uhr, aus dahiesigem Rathhausc deren Hofrai- then, als: Flur Nr. oKlftr.
i/67 14 Hofraithe im kalten Loch,
y 7 Hofraum mit Stall am Tie-
fcnweg,
V 9 Hofraithe am Tiefcnweg, gibt
39% fr.,
‘Zu» 12 Hofraithe, Miststätte im kal- tcn Loch,
unter den alsdann bekannt gemacht werden- den Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 27. Juli 1867.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
Ebel.
Domanen-Versteigerung.
2774) Die auf Montag den 19. August 1867, Vormittags um 9 Uhr, in Folge Allerhöchsten Befehls nach den Formen des Domäncnvcräußerungsgesctzes vom 2. Juni 1821 in dem Rathhause zu Gießen abge- halten werdende Versteigerung der dem Großherzvalichcn CeniralsiscuS zustchenten, in diesem Blatte Nr. 50 näher beschriebenen sechs Wachihäuscr in der Stadt Gießen wird hiermit in Erinnerung gebracht.
Gießen, den 29. Juli 1867.
Grvßhcrzoglichcs Rentamt Gießen.
L y n el c r.
Die Vergebung verschiedener Arbeiten bei der Ätadk Gießen.
2750) Donnerstag den 1. August 1867, des Vormittags 9 Uhr,
sollen folgende Arbeiten auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordernden vergeben werden, als:
Maurerarbeit, veranschl. zu 34 st. 30 kr.
Schlosserarbcit, „ „ 1 „ 30 „
Glaserarbeit, „ „ 1 „ 36 „
Dachveckerarbeit, „ „ 33 „ 13 „
Gießen, den 25. Juli 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
2751) Da« seitherige Pfandhauslocal soll nächsten
Donnerstag, den 1. August 1. I., Vormittags 9 Uhr, nochmals einer Verpachtung unterzogen werden, zu welcher Lusttragende in das Pfand» hauslocal eingeladen werben.
Gießen, am 26. Juli 1867.
Der Rechner: Wittich.
Versteigerung von Weißbinder- und Pflasterarbeit.
2781) Montag den 5. August, Morgen» 10 Uhr, soll in dem Gemcindchause zu Großen- Linden die durch die von der Gemeinde daselbst durch die Hofraithe des Ludwig Peppler I. angelegten WaffcrlcitungSstcllen an dieser Hofraiche nölhig gewordene Weißbindcrarbeit, veranschl. zu 62 fl. 45 kr. Pstasterarbeit, „ „ 32 „24 „
wenigstnchmenv versteigert werden.
Der Voranschlag und die Versteigerungsbedingungen können vom 1. bis zum 3. August in der Wohnung des Unterzeichneten cingesehcn werden.
Gießen, den 30. Juli 1867.
Schäcker, Kreisbauaufsehcr.
Holzversteigerung im Gießener Stadt- walde.
2790) Montag den 5. August d. I., von Morgen» 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Districten HeingeSbodcn, Ncuheeg, Heegstrauch rc. nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, al« :
17 Stecken Eichen-Prügelholz,
1117 Wellen „ Rcisholz,
4’4 Stecken Nadrl-Prügelholz,
17% „ „ Stockholz,
13097 Wellen „ Reisholz,
82 Nadel-Stämme mit 1936 Cubikfuß,
20 Eichen- „ „ 150 „
133 Nadel-Stangen ,r 433 „
38 Eichen- „ „ 109 „
Die Zusammenkunft ist auf der Grün« berger Chauss-e an der 5. Schneiße.
Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. November d. I. gestattet.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werben ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 30. Juli 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
A r b c l l 6 v e r ft e I q e r u n g. ; 2773) Freitag den 2 August 1867, Vormittags 10 Ubr, sollen in der Wohnung des Bürgermeisters
dahier nachverzeichnete Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werken, al«:
Maurerarbeit an den Pfarr- gcbäuden, dem Backhause und Durchlässen an Vicinalwegen, veranschl. zu 55 fi. 32 fr.
Schreinerarbeit in bem Schul
hause, veranschlagt zu . . 9 , 6 „ Weißbinderarbcit an tcn Schul
gebäuden und dem Back
hause, veranschlagt zu . . 16 „ 36 „ Schlosscrarbeit an den Schul-
gebäuden, veranschlagt zu 1 „ 52 „ Untcrhaltungsardeittn an den
Ortsstraßen, veranschl. za 20 „ 30 „ desgl. an den Vicinalwezen nach Steinbach und Garbenteich , veranschl. zu . . 55 „ 30 „ das Anfertigen und Aufräumen der Entwässerung-- graben, veranschlagt zu . . 15 „ — „ Hausen, ben 28 Juli 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. I.
K. Schön, Bezirksbauausseher.
2743) Künftigen Donnerstag, den 1. August, de» Nachmittag» um 2 Uhr,
soll die dem Johanne» Jung III. zu Klein- Linden zugehörige Hofraithe, genannt die Burg, welche sich in Folge ihrer Räumlich- leiten zu einer Gcwerbsanlagc ganz besonders eignet, einer freiwilligen Versteigerung auf dem hiesigen Gemeindehaus ausgesetzt werben.
Das Wohnhaus ist 40 Fuß lang junb 40 Fuß tief, zweistöckig, im unteren Stock befinben sich zwei große heizbare Zimmer, nebst einer großen Küche, sodann eine besondere Waschküche, sowie ebenfalls rin besonderer Holzbehälter und ein großer gewölbter Keller; im zweiten Stock befinben sich ebenfalls zwei Wohnstuben und zwei Kammern, und lassen sich deren ganz leicht noch zwei weitere einrichten. Ferner Stallung für 16 Stück Vieh, eine geräumige Scheuer, sowie ein besonderer großer Heuboden. — Die Hofraithe hat einen Flächengehalt von 92 lüKlftr., der zur Hof- raithc gehörige Grasgarten einen desgleichen von 127 0jUftr.
Klein-Linden, am 25. Juli 1867. Großherzogliche» Ortsgericht Klein-Linden.
F. Weigel.
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