sicht der Classification, der Raumvertheilung unter die einzelnen Nationen, endlich alphabetische Verzeichnisse sämmtlicher Aussteller und der Ausstellungsobjecte.
2. Lieferung. Werke, welche die Hauptepochen der Geschichte rer Arbeit «präsentsten.
3. Lieferung. Kunstwerke (I. Gruppe).
4. Lieferung. Materiale und Anwendungen der freien Künste (II. Gruppe).
5. Lieferung. Möbel unv andere für die Wohnungen bestimmte Gegenstände. (III. Gruppe).
6. Lieferung. Kleider und andere zur Bekleidung dienende Gegenstände. (IV. Gruppe).
7. Lieferung. Erzeugnisse der Urproduciion unv Nahrungsmittel. (V. und A II. Gruppe).
8. Lieferung. Instrumente und Verfahren der gewöhnlichen Industrie. (VI. Gruppe).
9. Lieferung. Lebende Producte der Landwirthschaft und des Gartenbaues, und Muster der hiezu gehörigen Einrichtungen. (VIII? und IX. Gruppe).
10. Lieferung. Gegenstände, welche ausgestellt werden, um das Wohl der arbeitenden Elasten zu verbessern. (X. Gruppe).
Diese 10 Lieferungen werven in einem Bande und einzeln verkauft werden. Zu einem Bande vereinigt, bilden sie den voll- ständigen Katalog, welcher alle Aussteller und Ausstellungsobjecte enthält.
Die 4., 5., 6., 7., 8., 9. und 10. Lieferung sollen für jede Nation und jede Classe einleitende Bemerkungen unv Vie Listen der Aussteller enthalten. Die einleitenden Bemerkungen sollen kurze Andeutungen geben, welche dem Besucher der Ausstellung die Möglichkeit gewähren, sich ein Urtheil über Den Stand der zu der betreffenden Classe gehörigen Industrie zu bilven. In diesen einleitenden Bemerkungen sollen im Allgemeinen aufgeführt werden :
1. Die Auszählung der ausgestellten Producte.
2. Die Hauptorte, an welchen dieselben fabricirt werden.
3. Die Beschaffenheit, Bezugsquelle und der Preis der Urstoffe.
4. Ein Abriss der Methode der Fabrikation.
5. Die Organisation des Arbeitspersonals.
6. Der Handel mit den betreffenden Producten.
7. Numerische Daten über die Production und Den Handel.
8. Die Verbesserungen, welche im Betriebe der betreffenden Industrie seit 1855 eingeführt wurden.
Diese einleitenden Bemerkungen sollen durch Vie Commissionen der verschiedenen Nationen zusammengestellt unv in Frankreich von dem ADmissionscomitv revigirt werden.
Die Liste der Aussteller enthalt in Dem jeDem Aussteller gewidmeten Abschnitte: Den Namen unD Vornamen, die Geschäfts- adressc und die summarische Anzeige der ausgestellten Gegenstände. Dir Liste wird für jede Nation von der betreffenden Ausstellungscommission revibirt. An der Spitze eines jeven solchen Abschnit- tes soll sich eine Ordnungszahl befinden, die für jeDe Nation und Classe mit 1 beginnt. Die Reihenfolge soll der Aufstellung entsprechen, so zwar, dass der Besucher sogleich weiss, nach welcher Richtung er zu gehen hat, wenn er eine bestimmte Schaustellung aufsuchen will.
In dem allgemeinen alphabetischen Verzeichnisse der Aussteller soll bei jedem Namen Die Nummer der Lieferung, die Nation, die Nummer Der Classe und Die Orenungszahl angegeben werben. In dem alphabetischen Index der Producte soll bei jedem Schlagworte Die Lieferung und die Classe angegeben werden, in welcher der betreffende Gegenstand aufzusuchen ist.
Anzeigen in allen Sprachen sollen den einzelnen Lieferungen gegen eine später zu bemessende Gebühr beigeheftet werden, und
bei jenen Ausstellern, die solche Anzeigen einrücken lassen, ein Zeichen (A) bedeuten, dass man im Anhänge nachschlagcn möge.
Wissenschaftliche Commission. Die von der kai- serl. Ausstellungscommission nieDerzusetzcndc wissenschaftliche Commission hat folgende Aufgaben :
1) Mittel und Wege anzugeben, wie bei der Ausstellung die neuesten Fortschritte in den Wissenschaften, freien Künsten und Gewerben zur Anschauung gebracht werden können.
2) Mitzuwirken, um die Anwendung neuer Erfindungen zu verallgemeinern, Neuerungen von internationalem Interesse zu befürworten, wie z. B. die Einführung gleicher Maaße und Ge- Wichte, einheitliche wissenschaftliche Annahmen u. s. w.
3) Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Ausstellung zum Nutzen der Allgemeinheit unv Vervollstänvigung derselben.
Die wissenschaftliche Commission besteht theils aus Mitgliedern, welche von der kaiscrl. französischen Ausstellungscom- Mission direct ernannt werden, theils aus auswärtigen Mitglie- dem, die von den verschiedenen Landes-Commissionen zu ernennen sind; außerdem sind Korporationen für wissenschaftliche Zwecke und Alle, welche sick für den Fortschritt in Kunst unv Wissenschaft interessiren, eingelaven, die Commission zu unterstützen.
Die Berichte und Aufzeichnungen werden Der kaiserl. Commission vor Dem 1. Juli 1867 übergeben und dann veröffentlicht.
(Schluss folgt.)
Vermischtes.
Bekanntlich pflegte der alte Dessauer den Gesetzen, wenn sie ihm etwas unbequem erschienen, oft helfend unter die Arme zu greifen. Dies zeigte er auch einst in Dessau bei einer Bürgermeisterwahl. Leopold wollte nämlich dieselbe auf einen seiner Günstlinge, einen Franzosen Namens Bonnefoix, Der in Dessau Passbeamter, aber bei seinen Mitbürgern nicht beliebt war, lenken, unD weil er auf keine einzige Stimme rechnen konnte, beschloss Der alte Fürst, sie ihm auf seine Weise sämmtlich zu verschaffen. Er nahm bei der Wahs selbst den Vorsitz und befahl den wählenden Rathsherren, ihm ihre Stimmen versiegelt abzugeben. Der Fürst fass vor einem lodernden Kaminfeuer und empfing nach unv nach vie Stimmzettel. Als sie beisammen waren, nahm er einen heraus, öffnete ihn, las „Bonnefoix" und warf den Zettel in's Feuer. So ging es mit dem zweiten, dritten und immer Bonnefoix fort, bis der letzte Zettel verbrannt war. So war Der Franzose einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Anfangs dachten die Rathsherren, es hätten wirklich einige von ihnen diesen Namen geschrieben ; als jedoch gar kein anderer kam, begriffen sie wohl das Praktische dieses Verfahrens bei einer freien Wahl, hüteten sich aber auch wohlweislich, den alten Dessauer deshalb zur Rede zu setzen.
Die Engländer, mißmuthig über den langen Aufenthalt, den die Durchsuchung des Gepäcks stets verursacht, haben den Franzosen vorgeschlagen, einen Passagierzoll zu erheben, gegen den die Passagiere mit ihrem Gepäck frei passiren dürfen.
Geld-Cours vom 28. Januar 1867.
Preuß. Eaffen- Scheine . • 1 -
Preuß. Friedrichsd'or ,.........
Pistolen..............
„ Doppelte
Holl. st. 10 Stücke.
Rand - Ducaten............
20 Frankenstucke
Enql. Sovereigns
Ruff. Imperials Dollars in Golv...........
ff. 1. 441-45;
„ 9. 56-57
„ 9. 42-44
„ 9. 43-45
„ 9. 48-50
„ 5. 32-34
„ 9. 25-26
„ 11. 48-52
„ 9. 43-45
„ 2. 26-27
Fruchtpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten.
O r t und Datum.
W a i z c n.
Korn.
Gerste.
Hafer.
Kartoffeln.
Verkauft
Mittelpreis vom Malter.
Verkauft
Mittelprets vow Malter.
Verfällst
Mittelpreis vom Malter.
Verfemst
Mittelpreis vom Malter.
Verkauft
Mittelpreis vom Malter.
Mltr.
Pfund ff. ft.
MÜV
Pfund st. fr.
Mltr.
Pfund si. | fr.
Mltr.
Pfund ff. fr.
Mltr.
Pfund | ff. ft.
Gießen, — Januar . .
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Grünberg, 26. „ . .
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200 15 —
75-
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120 4 53
13
200 | 4 20
Mainz, — „ ...
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200 | — —
180 — —
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160 - —
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120 । - -
200 | । -
Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- unD Steindruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.


