Ausgabe 
27.4.1867
 
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Cöln-Gicßener Eisenbahn

2577) Abfahrten nach: Amsterdam, Rotterdam *84S M.

Deutz (Mn) ß,5 *8., M. 1241 4 91. Dillenburg 61S *8 M. 124S 4 91. 7,.Ab. Düsseldorf 6,. *841 M. » 1241 4 91. Siegen 6lt *84J M. 124S 4 91.

* bedeutet Eilzug.

,frilcf)f)ncfuT zu gießen.

Sonntag den 28. April: Marlin Lenz am Markt. Georg Busch am Kreuz. Thritlian Roll Wittwe in der Reuüadt.

kirchliche Anzeigen.

Evangelische Gemeinde zu Hießen.

Oi p t t e 6 b i c n ft

Am 2 8. April.

Morgen»: Pfarrer Landmann.

Nachmittag» : Pfarrer Dr. Seel.

(Der Gottesdienst beginnt von heute an Borinittag» wieder um 9 Uhr.)

Kopulirte

Den 2t. April. Heinrich Balthasar Burger, Bürger und Drechsler dahier, de» OrtSbürgerS zu Watzenborn Kaspar Burger, ehelicher Sohn; und

Luise Susanne Karoline Jakobi, de» Bürger- und Schreinermeister» Wilhelm Jakobi, eheliche Tochter.

Den 2L. April. Dr. Rudolph Friedrich Adol' Elebsch, Großherzoglicher Professor an hiesiger Uni. verfität, ein Wittwer; und Wsthelmlne Rayß. de» ! verstorbenen Großherzoglichen Landrichter» zu Buy. bach, Ludwig Rayß, eheliche Tochter.

Denselben. Dr. Rudolf Theodor Georg Adel­bert Glaser, Gymnasiallehrer zu Wetzlar, des Groß herzoglichen Gvmnassallehrer- dahier, Dr. Karl Sebastian Glaser, ehelicher Sobn; und Konradine Jakobine Bertha Karoline Schäffer, des verstor­benen Großherzoglichen Oberappellations- und Eaffa- tionSgerichtSrath», Dr. Johann Martin Eberhard Schäffer, eheliche Tochter.

Getaufte.

Den 21. April. Dem Bürger und Schuh­machermeister Philipp Best, ein Sohn, Ludwig Georg Wilhelm, geboren den 30. März.

Denselben. Dem Bürger und Gastwirtb Karl Plank, rin Sohn, Karl Georg Ludwig Martin Eduard August, geboren den 9. März

Den 22. April. Dem Bürger und Ziegler Jakob Wißner, eine Tochter, Margarethe, geboten den 18. März.

Denselben. Dem Bürger und Müller Hein­rich Mösdr. ein Sohn, Ludwig Daniel Emil, ge­boren den 4. April.

Denselben. Dem Bürger und Schlosser, Wilhelm Kalberlah, em Sohn, Karl Wilhelm, ge­boren den 28. März.

Denselben. Dem Bürger und Kaufmann,

Eniil Wenzel, eine Tochter, Marie Rudolfine Pau- Ilne, geboren den 10. März.

~ c l'' 5,! be 11 Dem Burger und Zimniermann, Heinnch Ruckstuhl, eine Tochter, Katharine Pau­line snederike Karoline, geboren den 24. März.

Beerdigte.

111 ^O' bri l, Karl Ehristian Schaffstädt, Bürger und Drechslermeister, all 48 3 5 M 4 l gestorben den 18. April. " '

Denselben. Marie Elisabetbe Pbilirpsne Grü- neberg gebo-ne ÄeiPp, hin,erlassene ölttme de« verstorbenen Burger« und Gär,,.er» . Emi, Grune- "l'J 6 T.. gell, den 18. April.

21, ®pt i(. 3ohannette Margarethe Karoline Wsthelmme Laudon, de» verstorbenei. Bür ger» und iivchuhmachermeister», Heinrich Laudon ehelich ledige Tochter, alt 27 I. 20 T., gestorben den 19. Vlprtl.

® 11 Eli|e Bal|er, de» verstorbenen

Großherzoglichen Fmanzaceestlften, Heinrich Balser ehelich ledige Tochter, alt 28 I, 7 M. 27 T gestorben den 21. April.

Den 2 4. April. Dorothea Elisabeth Ordig geb. Fischer, Ehefrau de» Bürger» und Schub'- machermeister», Heinrich Orbig, alt 58 I. 22 T., gestorben den 22. April.

Deu 26. April. Adam Schnialtz au« Schlitz alt 34 I., gestorben den 26. April.

Die Pfarrgcschäste in der nächsten Woche , besorgt Pfarrer Landmann.

R u n d s ck a u.

Der erste norddeutsche Reichstag ist nun geschlossen und die Abgeordneten eilen wieder der Heimaih zu; die Vrx- sassung res norddeutschen Bunde« liegt abgeschlossen vor un«; da« Ziel scheint erreicht, wenn nicht die verschiedenen Landtage, denen die Verfassung ebenfalls vorgelegt wirb, noch anterweite Acndcrungen daran vornehmen, denn durch Annahme der Bun» desverfassung, wie sie eben vorliegt, werden wesentliche Abände­rungen an den Verfassungen der einzelnen Länder des norddeut­schen Bundes bedingt, und dies wird namenllich im Preussischen Landtag auf harten Widerstand bei den dortigen Abgeordneten Hen- '

In der luxemburgischen Angelegenheit ist Besonderes nicht mitzutheilen. DieZeidler'sche Correspondenz" meint, es habe sich in die Frage eine nationale Erregung gemischt, welche einen Schiedsspruch nicht vertrüge. Zwei so lebenskräftige Na- tionalitäten, wie die deutsche und französische, würden die Ent­scheidung über das, was jede als ihr Recht beanspruchte, nimmer­mehr einer dritten Nation überlassen. Jndeß kann ja selbstver­ständlich von ter Einmischung einer dritten Nation gar nicht die Rede sein, sondern höchstens von einem unparteiischen Urthcil unbctheiligtcr Mächte. Oesterreich soll im Verein mit England ein Project vorlcgen wollen, wonach Luxemburg an Belgien ab­getreten würde und dafür ein Stück dieses Landes an Frankreich fiele. Andererseits wird viel von einer Neutralisirung des Groß- herzogthlims gesprochen.

Zn .Oesterreich bildet das Tagesgespräch der Verkauf derPresse" an ein Eonsortium von BanquierS, zu dem, wie vielfach behauptet wird, auch der Finanzminister v. Becke gehört, so dass die Sache die Bedeutung zu haben scheint, dass das ver­breitetste Blatt in Oesterreich, welches bisher consequent den Dualismus bekämpft hatte, in die Hände einer dualistischen Re- gicruug übergebt. Der böhmische Landtag hat die ReichSrathS- wahlcn nun auch vollzogen, und es steht zu erwarten, daß der Reichsrach schon in 14 Tagen zusammentreten wirb, um über den Ausgleich mit Ungarn sein Votum abzugeben.

Die französischen Journale fassen die preußische Thron­rede fast sämmtlich kriegerisch auf, warum L weil darin von Coneessioncn an Frankreich nichts erwähnt werde. Die Regierung, das lässt sich nicht mehr leugnen, bereitet sich vollkommen auf den Kriegsfall vor. Am deutlichsten spricht dafür die ganz ab­norm c Erhöhung der Loskausssummc auf 3000 Fr., wahrend dieselbe selbst während des italienischen Krieges nur 2300 Fr. betrug. Die Artillerie wird vollständig mobil gemacht, und bei den Kavallerieregimentern sind, um Pferde zu gewinnen, sogar die Musikcorps ausgelöst; die Festung Metz ist in voller Arrni- rung begriffen. Die ösfieiöscn Journale behaupten mit großer Naivität, dass man nur zur Erhaltung des Friedens rüste, das freilich würde die Verfolgung desAvenir National" wegen

Verbreitung von falschen Nachrichten überKritgorSflwigen" rechtfertigen!

Das italienische Abgeordnetenhaus hat in einer ersten Sitzung nach Bildung des neuen CabinetS den Fridensvertrag mit Oesterreich berathen und denselben nach lebhaftn Debatten schließlich mit 228 gegen 15 Stimmen angenommen. Admiral Persano ist vom Senat des Ungehorsams, der Unfähigkeit und der Nachlässigkeit schuldig befunden und demgemäß zu Dienstent­lassung, Verlust seines Ranges und Tragung ter Kosten verur- theilt worden. \

Was flicht cS sonst Sttucf ?

Berlin. Der Generaldirektor des preu/ische: Telegraphen, wesens, Oberstlirutenant v. Chauvin, hat Mc Anobnung getrof­fen, daß sämmtliche Depeschen politischen Inhalts, wenn dieselben nach einem Orte außerhalb de« nordbeu^en Bundesgebiets be­stimmt sind, an die Central Telegraphrnstston in Berlin eingefandt werden müssen, um dort geprüft zu w?en. Die Expedition po­litischer Depeschen ist dadurch sehr ers/ert, und es ssnb bereits Depeschen konfiscirt worben, welche un ausdrücklicher Quellen- angabt lediglich Zeitunzsnachrichten /er französische Rüstungen reproducirten. Aus den altpreußiip Provinzen sind im Laufe der letzten 14 Tage sehr beträchtii/Quantitaten KriegSgeräth jeglicher Art per Eisenbahn nach La/Swig-Holstein durch Ham­burg passirt. /

Die herzogliche Familie von / ! sa u wird demnächst ihren Ausenthalt in der Schweiz nehme/Zwar ist die Nachricht, dass der Herzog selbst bereits dahin off sei, irrig; derselbe btftn- det sich gegenwärtig noch in^eim; aber einer der Hok. diener hat sich nach Montreux /Genfersee begeben, um da- selbst eine Villa für die Herrs/ ßu längerem Aufenthalte zu miethen. Die ursprüngliche SV, in Biebrich Wohnung zu nehmen, ist aufgegeben. /

Baden. Die Besetzung Rastatt durch badische Trup- pen in annähernd genügende/' 'ü nach einem halbamtlichen Artikel kerKarlsr. Ztg. bevor^ nnd gegenwärtig wahrschein­lich bereits in Vollzug begr/ _

Oesterreich. Je trrlc 'Situation sich gestaltet, desto eifriger wird auch hier Ier gestritten, welche Stellung Oesterreich im Falle eine-^nmenstoßcr zwischen Frankreich und Preußen einnehmen /^'bser Streit wird nicht nur im Publikum geführt, fonm/^Ucm in den maßgebenden Krei- sen, maßgebend in so faPs Jie, ®tnn au<f> nicht direkt an der Regierung betheilig/^*? »olgf ihrer Beziehungen zu den an der Spitze der #.n9 gehenden Personen in der Lage sind, einen nicht zu /atzenden Einfluß auf die Beschlüsse derselben auszuüben, flnFIuB, bcx, wie die Geschichte der letzten Jahre gezeigt /r,r J °st verhängnißvoll für den Kaiserstaat gewordenre -m'utarpartei, und diese ist hier zunächst gemeint, baLt entschieden die Allianz mit Frank-