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I. Januar.
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Ertra-Beilage zu Nr. 8 des Anzeigeblattes.
Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 4 enthält :
I. Edict, die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1867 betreffend.
LUDWIG III. von Gattes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein k. ec.
In Gemäßheit der Artikel 2 und 3 des Recrutirungsgejetzes vom 20. Juli 1830 verordnen Wir hierdurch wie folgt :
Einziger Artikel.
Zur Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1867 und Zweitausendvierhundert Mann erforderlich, welche aus den Aufrufsfähigen des Jahres 1866 (einschließlich der Relativtauglichen) ausgehoben werden sollen.
Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels.
Darmstadt, den 8. Januar 1867.
(L. S.) LUDWIG.
v. Gro lm an.
II. Bekanntmachung, die Bertheilung des Recrutenbedürsniffes für das Jahr 1867 auf die Provinzen betreffend.
Zum Vollzug des Allerhöchsten Edicts vom 8. d. Mts. und in Gemäßheit des Artikels 36 des Reerutirungsgesetzes wird Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
1) Nach den von den Recrutirungsräthen e »gesendeten und auf Grund der durch den Friedensver^rag mit Preußen vom 3. September v. I. stattgehabten Veränderungen berichtigten Tabellen über das Ergebniß der Musterung von 1866 sind an tauglichen Militärpflichtigen, einschließlich der in das Depot versetzten, vorhanden :
in der Provinz Starkenburg. . . . 2463 Mann
„ „ „ Oberheffeu .... 1738 „
„ „ „ Rheinhessen.... 1489 „
5690 Mann.
2) Im Verhältniß der Gesammtzahl aller tauglichen Dienstpflichtigen, wonach nach Artikel 36 des Reerutirungsgesetzes der edietmäßige Bedarf von 2400 Recruten auf die Provinzen zu vertheilen ist, hat demnach zu stellen :
die Provinz Starkenburg . . . 1039
„ „ Oberheffeu .... 733
„ „x Rheinhessen . . . 628
2400 Recruten.
Die Provinzial-Directionen werden nunmehr nach Artikel 37, 39 und 40 deS Reerutirungsgesetzes, nach §. 100 bis einschließlich 107 der Verordnung vom 30. April 1831 und nach der Bekanntmachung vom 1. November 1855 (Regierungsblatt Nr. 37) die also bestimmten Provinzialcontingente auf die verschiedenen Bezirke vertheilen und das Weitere besorgen.
Darmstadt, den 10. Januar 1867.
Die Großherzoglichen Ministerien des Innern und des Kriegs.
v. Dalwigk. v. Grolmann.
Schenck.
III. Uebersicht der für das Jahr 1866 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Bensheim.
IV. Dienstnachrichten.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht :
1) am 28. December 1866 dem evangelischen Schullehrer zu Kirch-Brombach, im Kreise Neustadt, Leonhard Fleck die erste evangelische Kna- ben-Schulstelle zu Groß-Gerau, im Kreise Groß-Gerau, — und
2) am 31. December 1866 dem Hofsecretär Michael Dember die Administration der Hofmeierei und des Hofes Gehaborn zu übertragen;
3) an demselben Tage den Hofkoch Carl Fleck zum Haushofmeister — und den Hofküchencontroleur Carl Rolshausen zum Hoffvurier zu ernennen;
4) am 2. Januar den Ministerialrath bei dem Ministerium der Finanzen August S chleiermacher zum Präsidenten des Landesgewerbvereins, —
5) am 3. Januar den Hofgerichtsrath bei dem Hofgericht der Provinz Starkenburg Dr. Friedrich Theodor Kleinschmidt — und den Ober- Medicinalrath bei der Ober-Medicinal Direction Dr. Ernst V ir zu Mitgliedern der Centralstelle für die Landes-Statistik zu ernennen;
6) an demselben Tage dem Finanz-Accessisten Gustav Ludwig August Valentin Dittmar aus Darmstadt die Hospitalrentmeisterstelle an dem Landeshospital zu übertragen;
7) am 8. Januar den seitherigen Landrichter bei dem Landgerichte Battenberg Wilhelm, Ulrich zum Landrichter bei dem Landgerichte Nauheim — und den seitherigen Actuar bei dem Landgerichte Battenberg Franz Ignatz Groß zum Landgerichts-Actuar bei dem Landgerichte Nauhejm, —
8) an demselben Tage den Kammerjunker Heinrich Freiherrn von Lin- delos zu Straßhof bei Wien zum Kammerherrn — und
9) am 10. Januar den Oberlieutenant in dem ersten Reiterregiment Joseph Freiherrn von Stein zu Lausnitz zum Kammerjunker zu ernennen.
V. Versetzungen in den Ruhestand.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht :
1) am 2. Januar den Bereinigen Kreisrath des Kreises Vöhl Regienmgs- rath Carl Fuhr — und
2) an demselben Tage den- vorhinigen Kreisrath des Kreises Biedenkopf Dr. Ludwig Carl Dieffenbach temporär in den Ruhestand zu »ersetze».
VI. Concurrenzeröffnung.
Erledigt ist :
die zweite, durch einen Theologen zu besetzende Lehrerstelle an der evangelischen Garnisonsschule zu Darmstadt — womit zugleich die Verpflichtung
zu einer bestimmten Anzahl von Predigten und zu sonstiger Hülfeleistung an der Garnilonskirche verbunden ist; mit dieser Stelle ist ein jährlicher Gehalt von Fünfhundert Gulden aus der Kriegskaffe, freie Wohnung oder statt derselben weitere Einhundert Gulden in Geld und der Bezug von 15 Stecken Buchenjcheitholz mit der Verpflichtung zur Heizung eines Schulzimmers oder 11 Stecken ohne diese Verpflichtung, verbunden; Gesuche um Uebertra- gung dieser Stelle müssen binnen 14 Tagen eingereicht werden.
Gießen. In der am 20. Januar vom Central-Wahl- Comito in'S (Safe Leib dahier berufenen Hauptversammlung der ' Wähler des Wahlkreises Gießen-Grünberg.Nidda, zur Feststellung eines Abgeordneten in den norddeutschen Reichstag, wurde zunächst durch den Vorsitzenden, Herrn Carl Gail, die nationale Bedeutung der an bas deutsche Volk berangetretencn Aufgabe in eindringlichen Worten entwickelt und unter Hinweis auf die nachfolgend abgedruckte „Stimme aus der Fremde", die Wähler er- mahnt, nach allen Kräften dahin zu wirken, daß Jeder bei der bevorstehenden Wahl eines Abgeordneten seiner Pflicht als Staatsbürger nachkomme und nicht gleichgültig die Wahl, ohne ge- wählt zu haben, an sich vorübergehen lasse. Das Ausland und namentlich Frankreich sieht mit Bangigkeit auf die Vorkommnisse in Deutschland und gibt darüber das nachfolgende Schreiben des Herrn L. Bamberger in Paris ein beredtes Zeugniß ab. Möge Jeder dieses Schreiben recht beherzigen !
Cure Stimme aus der Fremde.
„Singen haben sie und sehen nicht, Ohren haben sie und hören nicht."
Nein, die Nachwelt wird es nicht glauben, denn schon die Mitwelt glaubt es nicht. Geht doch hin und sagt einem Franzosen, Engländer. Italiener : Die Deutschen sollen jetzt ein Parlament haben, aber sie wollen nicht recht d'ran; dem Einen ist's nicht groß genug, dem Andern ist's nicht hoch genug; Der fürchtet, es habe nicht genug zu sagen, Jener, cs könnte zu viel Gewalt bekommen; der Eine meint, die Fürsten werden es unterdrücken— Und aus lauter Furcht zu ertrinken, springen sie in's Wasser!
O hättet Ihr doch Etwas von dem Geist, dem Schwung, der Einsicht, welche Euch das Ausland jetzt borgt! Könnten doch der Neid, die Furcht, das Staunen, die ringsum an Euren Grenzen auflodern, Euch Lebensfeuer in die Adern blasen! Könntet Ihr Euch mit fremden Augen sehen! Das ist das Ge- heimniß, aus dem erklärlich, warum von den draußen lebenden Deutschen die meisten so ungeduldig rufen : Greifet zu, greifet zu! — Ja, Ihr habt es nicht erlebt, wie wir, daß ein Fremder die Karte an Eurer Wand anschaute mit den sechsunbdreißig abenteuerlich verschlungenen Farbcnklecksen, und, mitleidsvoll den Finger darauflegend, fragte : „Ja das ein Vaterland?" Ihr gabt nicht, mehr als einmal, die Augen niederschlagend, leise zur Antwort: „Das wird es werden einstmals!" innerlich aber würgten Schaam und Zweifel. — Und jetzt erlebt Ihr es nicht, daß ringsum alle Stimmen rufen : „Heil Euch Deutschen; jetzt geht es in Erfüllung; Eurer Land ersteht aus der Asche!" Ihr erlebt es nicht, daß aller Augen auf Euch blicken, daß alle Hände hinwärts deuten und weit im Kreise die ganze gesittete Welt laut ausruft : „Dort kommt ein Volk zur Welt!"
So geht Ihr hin und seht es nicht, was Freund und Feind ringsum mit Staunen betrachten. Schon raubt der Anblick Eurer werdenden Nation Frankreich den Schlaf, Ihr aber besinnt Euch, ob ihr aufwachen sollt? Meint Einer, in dem großen, eitlen, rauschenden Paris höre man jetzt von der Ausstellung reden, oder von neuen Straßen und Baulichkeiten, oder von Mexiko, oder von der nahenden Eröffnung der Kammern? — Nichts von alledem! Deutschland heißt die Parole. Mit Deutschland steht man auf, mit Deutschland geht man wieder.
„Die Deutschen machen ein Parlament, ein Volk, ein Reich, sie haben gegessen vom Baum der Erkenntniß, den ihnen der Eigennutz ihrer Fürsten, die Eifersicht ihrer Nachbarn so lange verwehrt. Das wird fein : Schrecken und Herrlichkeit!" — So ruft es von allen Seiten.
Kein Blatt, kein Buch, kein Zwiegespräch, oder es hallet daraus wieder: Deutschland. Der eine sagt's mit Neid : Frankreichs Weltherrschaft geht zu Ende, kommt erst dies Volk von


