Aiyelge PIrtll
für die
Provinzialhauptstadt Gießen.
(Amtsblatt des Rreises fließen.)
Erscheint wöchentlich ,wei Mal: Mittwoch« und Samstag«. — Preis de« Jahrgang« für Einheimische 1 st. 42 ft., für Auswärtige incl. des Vorschrift«. mäßigen Postauischlag« 1 st. 42 fr. — Au«wärt« abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Srpedition sEansteiderg Vit. B. 0.r. 1).
J|o Samstag den 20. Juli ISti/»
Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.
Ldictattadu ngen.
1892) Großherzoglichcs Hosgericht dcr Provinz Obcrhesscn hat über das um 20108 fl. 39 fr. überschuldete Vermögen des gewesenen PsandhausrienerS Philipp Schnecke dahier den förmlichen ConeurS- prozeß erkannt. @0 werden deshalb alle Diejenigen, welche an das gedachte Vermögen Ansprüche zu bilden vermeinen, auf« gefordert, solche im Termine
Montag den 22. Juli l. I-, Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichnetem Gericht sogcwiß anzu- mclden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, als sic sonst damit ausgeschlossen, bei Vertheilung dcr CoucurSmasse nicht berücksichtigt werden. In dem Termin soll gleichzeitig ein Arrangement versucht, ein Gläubigemusschuß ernannt und Massecurator bestellt werden und werden hierbei die nicht persönlich erschienenen Gläubiger oder deren nicht gehörig lcgitimirtcn Vertreter, als den Beschlüssen dcr crschiciieucn Gläubiger beigetrrtcn angesehen.
Gießen, den 13. Mai 1867.
Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen.
Muhl, v. R 0 t s in a n n, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
1579) Dem unbekannt wo abwesenden Heinrich K l i n k e l von Daubringen wird hiermit eröffnet, daß von Christoph Müller von Gladenbach eine auf gc- pflogene Abrechnung vom 22. Februar 1866 gestützte, auf dem Actuariate zur Einsicht offen liegende Klage auf Zahlung von 37 fl., nämlich 30 st. HauskaussschillingS- rest und 7 fl. Herausgabe von einem er- taufcbten Of«n nebst 5 pC. versprochenen Zinsen von beiden Beträgen vom 22. Februar 1866 an gegen ihn erhoben worden sei, und ihm zugleich aufgegeben, so gewiß innerhalb drei Monaten vom ersten Ein- rückcn in die Blätter an gerechnet auf diese Klage sich zu erklären und einzulaffen, als er sonst mit Einreden ausgeschlossen und der Klage für geständig werde angenommen »erben ; auch wird demselben zugleich be-1 merkt, daß alle weiteren Verfügungen durch I
Anschlag im Gericht-locale ihm bekannt gemacht werden würden.
Gießen, den 16. April 1867.
EroßherzoglicheS Landgericht Gießen.
I. V. d. L.:
Hellmann, Cellarius, Landger.-Assessor. Landgcr. Assessor.
Oeffenlliche Bekanntmachung.
Dctr.: Das Schuldenwesen des Friedrich Seipp von Gießen.
2638) Die Mehrheit der Gläubiger des in rubro genannten Gemeinsclmldners hat demselben heute eine Frist zur Zahlung von zwei Jahren mit dem Ansügcn bewilligt, daß während dieser Stundungszeit keine Zinsen von den angemcldeten Forderungen laufen sollen.
Indem man dieses Uebereinkommen hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, fordert man alle Gläubiger des Friedrich Seipp von hier, die irn heutigen Termin nicht erschienen sind, auf, etwaige Einwendungen gegen dasselbe binnen 4 Wochen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in öffentlichen Blättern an gerechnet, vor unterzeichnetem Gerichte vorzubringen, indem sonst die Genehmigung unterstellt, und das fragliche Uebereinkommen bestätigt wird.
Gießen, den 15. Juli 1867.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. A. v. Gr 0 lma n, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
Versteigerungen.
Die Lieferung und Anfuhr von Steinen bei der Stadt Gießen.
2660) Donnerstag den 25. Juli 1867, des Vormittags 9 Uhr,
sollen auf hiesigem Ralhhause an den We- nigstfordcrnden vergeben werden:
Die Lieferung von 10 Cubik-Klaf- tern Bruchsteine verschiedener Größe, veranschlagt zu ... 40 fl., Die Anfuhr dieser Steine, veran-
schlagt zu....... 200 „
Gießen, den 17. Juli 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Holzversieigerung im Gießener Stndtwalde.
2615) Montag den 22. Juli d. I., von Morgen 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- tcn Philosophenwald, Stolzcnmorgen ic, nachvcrzeichnctes Holz öffentlich versteigert werden, als:
29% Stecken Nadel-Prügelholz,
33% „ „ Stockholz,
4214 Wellen „ Reisholz,
5 Eichen-Stämme mit 134 Cubiksuß,
208 Radel- „ „ 3307 „
183 „ Stangen „ 716 „
Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb.
Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis
1. November d. I. gestattet.
Die Großherzvglichen Bürgermeistereien dcr umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 16. Juli 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
2599) Montag den 12. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhausc die der israelitischen Gemeinde gehörende alte Synagoge mit dem daran befindlichen Wohnhaus versteigert werden. Dasselbe eignet sich vor- zugsweise zu einem Lagerhaus oder auch zum Betrieb eines Fabrikgeschäfts.
Die Bedingungen werden bet der Versteigerung bekannt gemacht.
Gießen, den 12. Juli 1867.
In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann.
Arbeilsversteigerung zu Lollar.
2659) Dienstag den 23. Juli,
Nachmittags um 5 Uhr, sollen auf der hiesigen Bürgermeisterei nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als:
Maurerarbeit, veranfchl. zu 13 fl. 6 fr.,
Schreinerarbeit, „ „ 13 „ 4 „
Wiesenbauarbeit, „ „ 150 „ — „
Lollar, den 18. Juli 1867.
Grvßherzogliche Bürgermeisterei Lollar.
In Austrag:
Körner, Bezirfsbauausseher.


