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Beilage zu Nr. 31 des AuzeigeblatteS.
Vermifcfjte Anzeigen.
1355) Um verschiedenen Anfragen zu entsprechen und Jrrthümern vorzubeugen, diene hiermit einem verehrlichcn Publikum zur Nachricht, daß ich noch bei Herrn Richter in der Wolkengasse wohne und auf meiner Nähmaschine nach wie vor alle Arbeiten sowohl in als auch außer dem Hause auf das Pünktlichste bei billigen Preisen ausgcführt werden.
Carl Petri Wittwe, wohnhaft Lit. C. Nr. 64, Wolkcngasse.
1288) Einem geehrten Publikum empfehle ich mich im Reinigen und Putzen von Betten und Bcttfcdcrn.
Helene Zinßer, wohnhaft in der Löwengasse Nr. 117.
_ 1392) Ein braver Junge, welcher daS Schuhmacherhantwerk erlernen will, kann bei mir in die Lehre treten.
।__I. Z ur- Nieden.
1168) Ein Schriftsetzer-Lehrling wird gesucht in der
Brühl'schcn Univ.-Druckerei.
1224) Ein Hausburschc, im Alter von 16 bis 20 Jahren, wird gesucht im ______________Darmstädtcr HauS.
1468) Am 3. Ostersciertage findet gut besetzte
T a n) - M u l'i k auf der Batenburg statt, wozu ergcbenst einlaket Duill Wittwe.
1051) Ein Kindcrwägelchen (Korö- wägclchen) wird zu kaufen gesucht. DaS Näheres bei der Exped. d. BlttS.
Neueste Eisenbahn- Frachtbriefe für die Main- Weser -Bahn, Cöln-Mindener Eisenbahn-Frachtbriefe, Zollamts-Declarationen in zweierlei Größen, ebenso alle übrigen zollamtlichen Formulare sind zn haben bei Wilhelm Klee, Müusburg.
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Der Friedberger Anzeiger für Oberhessen enthält folgende recht schön geschriebene Abhandlung „Zur Luxemburger Frage", welche wir nicht versäumen wollen, hiermit unfern Lesern ebenfalls zur Belehrung mitzutheilen :
Zur Luxemburger Frage.
Es ist für die Entwickelung der europäischen Völkerverhältnisse eine recht betrübende Erscheinung, daß zwei Völker, gleich groß, gleich stark, gleich tüchtig und von der Vorsehung dazu bestimmt, in Wissenschaft und Kunst, in Handel und Wandel treu vereint in erster Reihe zu den Höhen menschlicher Kultur cmporzuklimmen, es bis jetzt noch nicht zu rechtem gegenseitigen Vertrauen und zu dauernd intimen Beziehungen zu einander haben bringen können. Wir meinen die Deutschen und die Franzosen. Selbst die letzten Jahrzehnte, in welchen durch Dampfschiffe, Eisenbahnen und Telegraphen die Völker sich näher ge- rückt sind, manche Scheidewand gefallen und manches nationale Vorurthcil geschwunden ist, die uns einen segenverheißenden Handelsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland gebracht und so viele Verbindungen zwischen Hüben und Drüben geschaffen haben, — das rechte nachbarlich freundliche, neidlose und auf gegen- fettiges Vertrauen gegründete Verhältniß haben sie trotzdem noch nicht zu Stande gebracht. Die Ursache dieser Erscheinung kennen wir Alle nur zu gut, es sind die nie aufhörenden Nörgeleien wegen der Grenze. Wir erinnern nur an die Aufregung unserer Nachbaren zu Anfang der 40r Jahre, an ihr damaliges Feldgeschrei : Jusqu’au rinn! und an die deutsche Antwort darauf: „Sie sollen ihn nicht haben", an die vorjährigen Compensations- ansprüche und — an die kürzlich aufgetauchte Luxemburger Frage. — Tragen wir Deutschen die Schuld davon? Hat sich das deutsche Volk je eroberungssüchtig gezeigt, sieht es mit Mißgunst und Neid auf des Nachbars Größe, steht es kampsgerüstet und die Freiheit und Selbstständigkeit des Nachbars bedrohend an dessen Grenzen? Nichts von dem Allein^ Deutschland hat von Frankreich viel Bitteres im Laufe der Jahrhunderte erfahren. Zeiten trauriger Zerrüttung im deutschen Reich hat man von den Machthabern in Paris in perfider Weise benützt, um ein Stück deutsches Land nach dem andern wegzureißen. Lothringen und den Elsaß hat man sich so angeeignet, Straßburg, die Krone der deutschen Städte, wurde gegen alles Völkerrecht mitten im Frieden weggenommen. Im Anfang dieses Jahrhunderts überfluthe- ten Napoleons Heerschaaren Deutschlands Gefilde, und als endlich das deutsche Volk mit dem Muthe der Verzweiflung wie Ein Mann aufstand und das fremde Joch abschüttelte, da zog man wohl nach Frankreich, um den Peiniger zu vernichten, aber groß- mütbig ließ man Frankreich mit seinen von der Natur sorge« zeichneten Grenzen bestehen, ja — ein gewiß beispiellos in der Geschichte dastehender Edelrnuth — seinen Raub ließ man ihm auch, Straßburg, Elsaß und Lothringen wurden nicht zurückge- fordert. — Und denkt jetzt nach einem weiteren halben Jahrhundert noch Jemand an Rückforderungen? Nein und abermals Nein! Das deutsche Volk ist groß genug, es hat andere höhere Ziele, als Eroberungskriege zu beginnen. Krieg ist ihm überhaupt ein Gräuel; es trachtet im brüderlichen Verein mit seinen Nachbarvölkern nach den Werken des Friedens. Daß es aber endlich fach Jahrhunderte langen bitteren Erfahrungen das anstrebt,
was alle Völker rings um eS herum besitzen und was Italien mit Frankreichs Hülfe kürzlich errungen hat, Einheit und Selbst- ständigkeit, — wer kann ihm das verübeln oder darin eine Gefahr für sich erblicken?
Nur einer unseligen Verkettung der Umstände ist es zuzuschreiben, daß man in dem sicheren Gefühl des UebergewichtS über das feit den Zeiten des 30jährigen Krieges ohnmächtige deutsche Reich, und in vornehmer Nichtachtung des deutschen Vol- kes, das man noch in tiefer Barbarei versunken wähnte, während man in Frankreich schon die Blüthezeit der Nationalliteratur feierte und Paris der Glanzpunkt aller Bildung und seiner Sitte (?) war, daß man, sagen wir, seit Ludwigs XIV. Regierung dem schwachen Nachbar gegenüber sich allmählig daran gewöhnte, die Grenze bis an den Rhein hinauszurücken und alles Land jenseits desselben als französisches Eigenthum zu betrachten. Denn auf frühere Verhältnisse, wie sie z. B. zu den Zeiten der Karolinger bestanden, kann man sich doch im Ernst nicht berufen. Dort tarn eine Dreiteilung vor in Deutschland mit Strecken jenseits des Rhein, in das eigentliche Frankreich und in Lothringen. Letzteres konnte seine Selbstständigkeit nicht bewahren; aber während die Franken jenseits der Ardennen in Vermischung mit Gelten und Römern sich als ein besonderes Volk mit besonderer Sprache losgelöst hatten, waren die Lothringer Deutsche geblieben und gehörten somit zum deutschen Volk.
Es hilft nicht, das wir das Alles unfern Nachbarw ent- gegenhalten und ihnen sagen, daß ein Flußthal hinsichtlich seines Klima's, seiner Bodenbeschaffcnheit, der Sprache und Sitte seiner Bewohner stets ein untrennbares Ganze ausmacht, daß ein Fluß ebenso wenig Völker scheidet, wie die Straße einer Stadt die Bewohner rechts und links von einander trennt; es ist vergeblich, daß wir ihnen sagen, daß wenn eine Grenzberichtigung vor- genommen werden sollte, gerade wir Deutsche der fordernde Theil sein und dann nothwendig der Elsaß und Lothringen zur Sprache gebracht werden müßten, daß die Sprach- und Völkcrgrenze über die Vogesen und Ardennen ziehe : dieselben Franzosen, die in der physikalischen Geographie sonst sehr wohl bewandert sind und die das Nationalitätsprineip so hoch halten, sind in diesem Punkt auffallend schwer von Begriff. Wir wissen zwar, daß die enra- guten Dränger auf die merkwürdiger Weise sogenannte „natürliche Grenze" hauptsächlich nur einer gewissen Partei angehören, die in einem zu entzündenden Krieg der kaiserlichen Dynastie eine Schlinge legen, oder sich wenigstens als die Wächter der nationalen Ehre geberben und sich dadurch beim Volk im Gedächtniß erhalten möchte; wir anerkennen und würdigen die Vorurtheils- losigkeit und weise Mäßigung des Kaisers der Franzosen, der nach seiner bisherigen Politik der Größe und den wahren Ruhm feiner Nation wo anders sucht, als auf dem Feld kriegerischer Eroberungen — und er hat gewiß viele Einsichtige und Vernünftige seines Volkes auf seiner Seite. Aber wir kennen auch die Empfindlicheeit und die leichte Entzündbarkeit des französischen Charakters bezüglich dessen, worin man einmal die nationale Ehre zu suchen gewohnt ist, und die vorjährigen Forderungen und die jetzige Luxemburger Frage sind uns ein Beleg dafür, wie selbst der Kaiser jenem Drängen und dieser nationalen Empfindlichkeit, wenn auch behutsam und ohne großen Rumor, eini-


