Ausgabe 
13.3.1867
 
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Wrde-Merlossung in Frankfurt a. W.

947) Loose hierzu sind bei mir vorräthig. Nach beendigter Ziehung liegen die Listen zu Jedermanns Einsicht bei mir offen. Julius Wallach.

953) Regelmäßige

Auswanderer-Beförderung mit den vorzüglichsten Dampf- und Segelschiffen zu den äußersten Preisen frei ab hier durch die Agentur Louis Bersch.

904) In der Gemeindekasse zu Stau­fenberg liegen 1500 fl gegen genügende Sicherheit, im Ganzen oder im Einzelnen, zum Ausleihen bereit.

Staufenberg, am 8. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Fischer.

916) In hiesiger Kirchenkatze liegen gegen hypothekarische Sicherheit 200 st zum Ausleihen bereit.

Allendorf a. d. Lva., den 2. März 1867. Der Kirchenrechner: Bieber.

Was giebt es Neues?

Giessen. Der Anzeiger für Oberhcsscn belehrt uns in Folgendem über die \ Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiff­brüchiger.

Er sagt : Unter vorstehender Bezeichnung ist zu Anfang de« Jahres 1866 eine Gesellschaft gegründet worden, die sich die Aufgabe gestellt hat, im Dienst der Menschlichkeit nud christlichen Nächstenliebe bei eintretenden Strandungen und "anderen Seeunfällen durch möglichst wirksame Mittel den feiudlichen Ele- | menten ihre Opfer zu entreißen nud folgt darin dem großartigen Vorbilde anderer Völker, insbesondere der Engländer und Franzosen.

Die Gesellschaft sucht ihre Wirksamkeit über ganz Deutschland auSzn- dehnen; obgleich ans tief empfundenen nationalen Gefühle entstanden, hält sie von ihrem menschenfreundlichen Werk- jede politische Beziehung fern und ist cs ihr denn auch gelungen, in_ allen Theiten Deutschlands zu dem Werke der Barmherzigkeit, das der Schifffahrt zum Segen, der deutschen Nation zur Ehre gereichen soll, willige Hände zu finden. Bereits sind zwanzig Bezirks­vereine zur Beschaffung der Liebesgaben in verschiedenen Thellen des Vater­landes gebildet; bereits sind an den deutschen Ostsee- und Nordseeküsten drei­zehn Rettungsstationen mit Rettungsböten und RettungSgeschüyen errichtet, oder ist deren Herstellnng nahezu vollendet.

Der Vorstand der Gesellschaft hat nun vor einiger Zeit in der Ueber- zeugung, daß daS deutsche Rettungswerk dadurch einen noch größeren Auf­schwung nehmen werde, an den König von Preußen die Bitte um Uebernahme des ProtectoratS der Gesellschaft gerichtet. Dieser Bitte wurde durch Erlaß vom 5. Jan. d. I. entsprochen. Indem der Vorstand dies zur Kenntniß seiner Mitglieder bringt, spricht er die Hoffnung aus, daß dieser königliche Gnaden­akt der Gesellschaft zu großem Segen gereichen, daß manches Leben unserer braven Seeleute durch sie gerettet werde und daß die deutsche Nation in ihrer Neugestaltung auch in dieser Beziehung sich den anderen Nationen ebenbürtig an die Seite stelle.

Darmstadt. Das Frankfurter Journal berichtet : Die in Folge eigenthümlicher Verhältnisse bisher unterbliebene Unter- suchung über die unglückselige Kriegsführung im vorigen Jahre wird nun dennoch in Folge Verfügung des Kriegsministeriums stattfinden. Es wurde eine Commission ernannt, deren Vorsitzen­der der Commandeur unserer Armeedivision, Prinz Ludwig, und die aus vier Commandeuren (mit Ausschluß des Obersten Becker) und zwei Officieren aus dem Stabe gebildet ist. Derselben sind sämmtliche Acten, Berichte u. s. w. zur Verfügung gestellt und ist derselben die Ermächtigung ertheilt, jede ihr etwa erforderlich erscheinende Auskunft birect sich zu verschaffen. Dem Vernehmen nach fand sofort in dem Palais des Prinzen Ludwig und unter dessen Vorsitz die erste Sitzung statt.

Worms. Der landwirthschaftliche Verein für die Pro­vinz Rheinhessen hat beschlossen, II junge rheinhcssische Land- wirthe von denen Jeder mindestens 20 Jahre alt sein muß, zur Ausstellung nach Paris zu senden und denselben außer den Transportkosten je 100 FrcS. zu überweisen. Für die geeignete Führung dieser kleinen Expedition trägt der Verein Sorge, und sind die Anmeldungen der Bewerber bei dem Präsidium des Vereins, Herrn Regierungsrath Pfannebecker dahier, bis längstens

zum 15. b. M. einzureichen. Der landw. Verein für Rheinhessen, welcher in Paris mit einer Collectiv-Ausstellung von Weinen be« theiligt ist, hat zum Special-Vertreter dieser Ausstellung seinen Präsidenten ernannt. Derselbe ist für diese Vertretung von Gr. Staatsregierung legitimirt worden.

iBttttitj. So viel Prachtvolles auch die Möbel-Industrie aller Länder zur Pariser Ausstellung liefern mag, so dürfte sich doch nicht Manches darunter befinden, das geeignet wäre, die drei exquisiten Stücke zu verdunkeln, die der hiesige Möbelfabrikant Herr Joh. Heininger nach Paris sendet. Den großartigsten Effect darunter macht ein großer Buffetschrank im modernen Re- naissancesiyl, aus einem ^einzigen Stamm amerikanischen Nuß­baumholzes von 32 Ctr. Schwere gearbeitet. Die Zeichnung zu den überaus reichen Schnitzereien, mit denen dieses Kunstwerk verziert ist, ist Original; sie stellen Jagdscenen, als Karyatiden dienende Kraniche, allegorische Figuren u. s. w. dar. Das In- nere ist mit Pallisanderholz eingelegt. Der Werth dieses Stückes ist 3000 st. Das zweite ist ein Herrenbüreau im gvthisch-mittel- alterlichen Styl, nach Ungewitier, der größten Capacität in diesem Genre, aus Eichenholz gearbeitet, mit einer wahrhaft bewundcrns- werthen Sorgfalt geschnitzt und die Ornamentik vermalt und vergoldet; selbst Vie Schlösser sind alterlhümlich kunstvoll construirt; das Innere zeigt schöne Pergamentmalereien. Das dritte Stück ist ein hierzu gehöriger, in demselben Style gearbeiteter Sessel. Diese Möbel des Herrn Heininger haben in den letzten Tagen zahlreiche Beschauer und Bewunderer gefunden und werden Vie Jnvustric unserer Stavt in würvigster Weise vertreten.

Frankfurt. Wie man vernimmt, soll Vie geschmack- und zwecklose Reichslaterne auf dem Pfarrthurm, welche bekannt­lich im Jahre 1848 errichtet wurde, um Vie um die Stadt her­um liegenden Truppen bei etwa ausbrechendcr Revolution schnell allarmiren zu können, entfernt werden. Ob das Gerücht jedoch, welches von einem Ausbau der Spitze durch königliche Munificenz spricht, wahr ist over nicht, wird Vie Zukunft zeigen.

Gcld-Cours vom 13. März 1867.

Preuß. Eaffen-Schern- .....z . . . | fl.

Pteuß. Friedrichsd'ot....... . .

Pistolen......

Doppelte...........

Holl. fi. 10 Stücke.

Rand - Ducaten............

20 grankenfiucke ...

Engt. Sovereigns...........

Ruff. Imperials............

Dollars in Goid..............

1. 45-]

9. 56J-57]

9. 45-47

9. 46-48

9. 51-53

5. 34-36

9. 27J-28J 11. 50-54

9. 46-48

2. 27;-28]

Neueste Eifeubahn-Frachtbriefe für die Main-Weser-Bahn, Cöln-Mindener Eisen­bahn-Frachtbriefe, Zollamts-Declarationen in zweierlei Größen, ebenso alle übrigen zollamtlichen Formulare sind zn haben bei Wilhelm Klee, Mausbnrg.

Fruchtpreise von nachbenannlen Sladlen und Fruchlmarkten.

Revaclivn, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

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