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! Bericht des Bor- lfr tie Knust in dm Der Vorstand.
itct Art an den der. er.-Atdvkaten Kauf, merhalb 8 Tagen bei MietenDr. Rosem Iden, ansonsten sotchi n Nachla^egutirunj finden tonnen, anuar 1867.
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Killende Amme ssen sucht sofort einen ter Wed. d. 18.
! 6 und 8 der Ober- sucht zu taufen Dr O. Buchner.^
&untn<}tfd)N itige Agenten, ircten unter t.
die Annoncen Herren Sachsa ieiWg.
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Beilage zu Nr. 4 des Anzeigeblattes.
Wirtlffchafls - Eröffnung.
66) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von heute an eine Wirth- fchaft dahier eröffnet habe, und halte mich einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zu geneigtem Besuch bestens empfohlen.
Wieseck, den 31. December 1866.
Gerhard Schneider
105) Die Taren des versicherten Viehes sind von dem Vorstand für das 1. Quartal festgestellt und liegen statutengemäß 8 Tage, innerhalb welcher Frist Reelamationen dagegen gemacht werden können, bei dem Unterzeichneten offen.
Der Präsident:
W o r t m a n n.
Commis,
Reisende, Korrespondenten, Förster, Gärtner, Oeeonomen und sonstige Stellensuchende mögen nicht versäumen, rechtzeitig bet hiesiger Post oder einer Buchhandlung auf das (bei Wallerstein in Dresden erscheinende) „Jllustrirte Wochenblatt nebst Beiblatt Der Agent" mit 12 Sgr. /.jährlich zu abonniren. Stellensuchende Abonnenten erhalten von der Expedition stets kostenfreie Auskunft gegen Beifügung einer Pvftmarke für srankirte Rückantwort. (100)
Die Kleinkinderschule haben weiter beschenkt :
26) Herr Lehrer Jung,
27) Professor Dr. Köllner,
28) „ Dr. Weber L,
29) „ Georg Reiber,
30j „ Kaufmann Echternach.
A u s z u l e i h e n.
96) 200 ff. liegen zum Ausleihen bereit. Näheres bei der Exhed. d. Bltts.
f rifdjöäcftei- zu Hießen.
Sonntag den 13. Januar. Heinrch Plank in der Neustadt. Wilhelm Löber au der Brandgafse. August Noll auf der Mäusburg.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde zu Hießen.
Gottesdienst.
Am 13. Januar.
Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Nachmittags: Pfarrer Landmann.
Getaufte.
Den 3. Januar. Dem Bürger und Schreinermeister, Andreas Bärrn, ein Sohn, Alerander Wilhelm, geboren den 22. December.
Den 6. Januar. D m Bürger und Schriftsetzer, Theodor Loos, ein Sohn, Emil Eckhard, geboren den 11. December.
Denselben. Dem Großherzoglichen Reallehrer, Dr. Theodor Ludwig Taschs, eine Tochter, Antonie Georgine, geboren den 26. November.
Beerdigte.
Den 3. Januar. Johann Georg Philipp Han- stein, des Bürgers zu Friedberg und Postbediensteten dahier, Franz Haustein, ehelicher Sohn, alt 3 M. 12 T., gestorben den 2. Januar.
Den 4. Januar. Wilhelm Karl Martin Albert Henkel, Schuhmacher, des verstorbenen Bürgers und Schuhmachermeisters, Georg Henkel, ehelicher Sohn, alt 26 I. 5 M. 5 T., gestorben den 2. Januar.
Denselben. Luise Wilhelmine Emma Lieblich, des Bürgers und Mechanikus, Christian Lieblich, eheliche Tochter, alt 3 I. 9 M., gestorben den Januar.
Den 6. Januar. Der Bürger uild Weißbindermeister, Johannes Peter Heinrich Demuth, alt 53 I. 11 M. 27 T., gestorben den 4. Januar.
Den 8. Januar. Johannes Philipp Krguter, Bürger und Maurer, alt 66 I. 10 M. 23 T., gestorben den 6. Januar.
Den 10. Januar. Johannes Junker aus Beuern, alt 40 I., gestorben den 8 Januar.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Deutsche Zieger.
(Schluß.)
Aber sobald die Hitze eintrat, die es hier unten dem Deutschen, namentlich jedem Ankömmlinge, unmöglich macht, auf freiem Felde anstrengend zu arbeiten, da trat das Elend ein, und die Arbeiter, die sonst mit Lust und Liebe vorangingen, sollten Schicksale erleben, wovon im Norden Niemand /ich eine Vorstellung machen kann. Das Fieber warf fast Alle nieder, Väter, Mütter und Kinder. Fern von allen Verbindungen, unter roher Behandlung, ohne Aerzte und nur von Schweinefleisch und Mehl existi- rend, suchten diese Hülflosen nun ihr Heil in den nächstliegenden Städten am Missisippi, um von dort entweder durch die Hülfe ihrer Landsleute nach dem Norden oder nach New-Orleans zu gelangen, oder sonstige Arbeit zu finden.
Die Pflanzer widersetzen sich fast stets dem Fortgehen und wenden Alles auf, nur nicht Güte und gute Behandlung, um die Arbeiter zu halten. An Bezahlung ist gar nicht zu denken gewesen. Nachdem der Deutsche nach vielleicht sechs- bis sieben- monatlichem Schaffen sah, daß ein gewisser Tod ihm bevorstehe, unC er — vom Fieber gerüttelt — hin zu seinen Landsleuten wollte, wurde ihm sein Lohn verweigert oder es wurden ihm solche Abzüge gemacht für regnerische Tage und sonstige Sachen, daß er fast nie einen Pfennig erhielt.
Der Schreiber dieser Zeilen wünscht nicht zu übertreiben, hat keinen Grund, die Sachen schwärzer darzustellen, als sie wirklich sind, und hat nur das Wohl seiner Landsleute im Auge. Wie Skelete kamen diese Menschen nach New-Orleans, Baton Rouge, Vicksburg und Memphis, welche Plätze sie unter fürchterlichen Strapazen zu Fuße erreichen mußten. Ausgehungert und zerlumpt lagen sie am Fluß, bleich wie der Tod und das Fieber in allen Gliedern. An manchen Plätzen benahmen sich die Deutschen hülfreich und suchten diese Armen nach St. Louis oder New-Orleans zu spediren; Viele aber ereilte der Tod entweder in den Spitälern oder in den sumpfigen Gegenden, ehe sie die genannten Plätze erreichten. Wer diesen Sommer in einem dieser Orte gelebt hat, wird meinen Worten Glauben schenken.
Man lasse die Pflanzer erst einsehen, daß der deutsche Arbeiter ein anderes Leben gewohnt ist, als der Neger, daß gute Behandlung nothwendig ist, um ihn zu fesseln, und daß namentlich die Geringschätzung, womit der Pflanzer auf den Arbeiter
sieht, die Deutschen stets abhalten wird, für ihn zu arbeiten. Allerdings findet man ehrenvolle Ausnahmen, jedoch sehr selten. So wie die Sachen jetzt stehen, rufe ich allen Landsleuten zu : Haltet Euch von den Agenten fern, die Euch für die Staaten Nord- und Süd-Carolina, Florida, Georgia, Alabama, Missisippi, Arkansas, Louisiana anwerben wollen. Mag es Euch in Europa oder im Norden schlecht gehen — haltet aus, es kommt wohl noch besser; jedoch nirgends könnt Ihr so fürchterlichen Leiden ausgesetzt sein, wie Ihr sie in den genannten Staaten auszustehen haben werdet. Seht mit Verachtung aus die ausgesandten Agenten. Die arbeiten nur für Geld! — Glaubt Ihr mir nicht und folgt doch, trotz "meinem wohlgemeinten Warnungsrufe, den Verlockungen dieser Leute, so werden Euch die ersten Wochen in Eurer neuen Heimath überzeugen, wie Recht ich gehabt habe."
Die Redaction des New-Uorker Blattes bemerkt zu diesem Artikel :
„Den in dieser Nummer veröffentlichten Bries aus New- Orleans empfehlen wir der aufmerksamen Beachtung diesseits sowohl wie jenseits des Oceans. Der von uns in Betreff der Anwerbung für den Süden feit der Beendigung des Krieges eingenommene Standpunkt wird durch den Inhalt dieses Schreibens auf wahrhaft tragische Weise bestätigt. Mißhandlung, Betrug, Elend aller Art, ein SclavenlovS in vollster Bedeutung des Wortes, und in sehr vielen Fällen der Hungertod — solches ist das Loos Derer, welche in das Netz der südlichen Seelenfänger gehen. „Deutsche Neger" — das ist der bezeichnende Ehrentitel, welchen die deutschen Arbeiter bei den Plantagenbesitzern und ihren Helfershelfern führen, und dadurch ist zugleich ihre Behandlung angedeutet.
Ja, der „deutsche Neger" hat es noch schlechter, als der Schwarze es einst hatte, da dieser Eigenthum war und die Con- servirung seines Lebens im Interesse des Besitzers lag, während man weiß, daß der Deutsche doch nicht lange aushält, und man also in der kurzen Zeit so viel Nutzen wie möglich aus ihm herauszupressen sucht. Wir soidcrn die deutsche Presse in der Heimath auf, dieser Sache eine sorgfältigere Beachtung zu schenken, als bisher geschehen ist; es scheint uns Vies eine heilige Pflicht zu sein.
Im Staate Houston (Texas) ist jetzt ein Gesetzentwurf ein-


