Ausgabe 
9.1.1867
 
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A n d i e V i e h b e s i tz e r.

In dem Nachbarlande Preußen (Provinz Rheinpreußen) ist die Rinderpest, Gefahr für das Großherzogthum Hessen drohend, ausgebrochen, und da diese fürchterliche Seuche nicht immer von ihrer nächsten Begrenzung weiter vordringt, sonvern häufig zwischen liegende Gegenden überspringt und plötzlich an entfernteren Orten ausbricht, was durch Schleichhandel mit Rindvieh, Schaafen, Ziegen und sonstige Verschleppung des Contagiums (Ansteckungsstoffs) aus verseuchten Gegenden, leicht möglich ist; so sind nuu vorläufig die nöthigen Vorsichtsmaßregeln von den Viehbesitzern schon in ihrem eigenen und in ihrer Mitbürger Interesse streng zn befolgen, wohin namentlich gehört:

1) daß die Viehbesitzer die größte Aufmerksamkeit auf ihren Viehstand richten, insbesondere bei Erkrankungsfällen ihres Rind­viehes, ihrer Schaafe und Ziegen (nach Polizeistrasgesetz Art. 367 und 368), sofort die Anzeige bei der Ortspolizeibehörde machen, damit schleunigst ein Veterinärarzt zur Untersuchung und Constatirung der Krankheit herbeigerufen wird;

2) haben die Viehbesitzer mit aller Vorsicht bei dem Ankäufe von ausländischem Rindvieh, Schaafen und Ziegen zu verfahren und es darf insbesondere nur solches Vieh gekauft werden, welches mit amtlichen Gesundheitsscheinen versehen ist, respective den Ursprung nachweist, daß es aus Orten und Gegenden kommt, wo keine ansteckende Viehseuche grassirt."

Gießen, am 2. Januar 1867.

Betreffend : Die Rechnungsablage der Vormünder und Curatoren für das Jahr 1866.

Das

Groß herzogliche Landgericht Gießen

an

sämmtliche Großherzoglichc Bürgermeistereien des Bezirks.

Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden alsbald zu veröffentlichen, daß die Vormünder und Curatoren, welche über ihre Verwaltungen im Jahre 1866 Rechenschaft abzulegen haben, die deßfallsigen Rechnungen, zu deren Aufstellung der vor- hinige Actuariatsgehülfe Lang empfohlen werde, binnen 4 Wochen anher einzusenden hätten.

Dr. P l o ch.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

.Ikfonhcie ZZekalmtmachlmg.

43) Die Schulgelder aus den Stadtschulen und der Realschule vom IV. Quartal 1866 können in den ersten 8 Tagen ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden.

Gießen, am 4. Januar 1867. Der Stadtrentmeifter:

Enders.

Versteigerungen.

82) Dienstag den 22. Januar, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Justin Eberhardt, als:

Flnr Nr. oKlstr.

7i 4s $ Hofraithe in der Wolkengasse, 715° II Hofraum, Scheuer und Mist­stätte das., jetzt Hinterhaus, nochmals, unter den alsdann bekannt ge­gebenen Bedingungen, öffentlich meistbie­tend versteigert werden.

Gießen, den 5. Januar 1867.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

____________ Ebel._____________ Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

81) Montag den 14. d. MtS.,

des Vormittags von 9 Uhr an, sollen im Gießener Stadtwalbe, Districten Faulerboden und Oberwald, nachverzeich­netes Holz öffentlich versteigert werden, als:

449 Eichen-Stämme mit 12390 Cubikf., 4 Buchen- 243

9 Hainbuchen-Stämme mit 68

2 Eichen-Stangen ,, 9

Die Zusammenkunft ist am Lumpenmanns­brunnen.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juni d. I. gestattet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 8. Januar 1867.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

Versteigerung von Obst- und Akazien­bäumen..

78) Samstag den 12. Januar 1867, des Nachmittags 2 Uhr, sollen die auf dem angekauften Theile des Stallmeister Gebhard'schen Gartens befind­lichen Obst- und Akazienbäume an den Meistbietenden an Ort und Stelle versteigert werden.

Gießen, den 8. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Vergebung der Fuhren und Tag­löhnerarbeiten bei der Stadt Gießen/ 79) Montag den 14. Januar 1867, des Vormittags 9 Uhr, sollen obige Leistungen auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordernden vergeben werden.

Gießen, den 8. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

______________Vogt.

Holzversteigerung.

23) Donnerstag den 10. Januar 1867, von Vormittags 9 Uhr an,

werden im hiesigen Gemcindewalve öffentlich meistbietend versteigert:

83 Fichten-Stämme von 5 bis 8 Zoll Durchmesser und 30 bis 45 Fuß Länge, 1682 Fichten-Stangen von 2 bis 5 Zoll Durchmesser und 15 bis 45 Fuß Länge, 39 Stecken Fichten-Stockholz,

4100 Fichten-Wellen.

Lindenstruth, am 31. December 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Lindenstruth.

Arnold.

Holzversteigerung im Anneröder Gemeindewalde.

72) Donnerstag den 17. Januar 1867, von Morgens 9 Uhr an,

soll in dem Anneröder Gemeindewalde, Di­strikt Köpfel, an der Grünberger Straße, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:

34 Stecken Eichen-Prügelholz,

28 Stockholz,

958 Wellen Reisholz,

9 Stecken Nadel-Stockholz,

450 Wellen Kiefern-Reisholz,

248 Eichen-Stämme von 6 bis 13 Zoll Dicke und 20 bis 40 Fuß Länge, 3085 Cubikfuß enthaltend,

104 Fichten- und Kiefern - Stämme mit 2047 Cubikfuß,

66 Elchen- und Fichten - Stangen mit 214 Cubikfuß,

Die Zusammenkunft ist im Altenfeld beim Holzschlag.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den 1. Juli 1867 ge- stattet.

Annerod, am 6. Januar 1867.

Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. - Seipp.

67) Donnerstag den 10. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,

werden im hiesigen Postgebäude zwei alte Wagenkasten, mehrere Wagenräder und Wagenrequisiten, sowie eine Partie altes Eisenwerk, öffenilich meistbietend versteigert.

Gießen, am 5. Januar 1867. Großherzogliches Postamt Gießen.

Schmidt.