Geschäfts Eröffnung.
790) Einem verehrten Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich untcrm Heu- tigen ein S t r o h-, Filz- und Seidenhut-Geschäft >m Hause des Herrn A. K a tz in der Neustadt errichtet habe. Herren-, Hamen- und Kmcerstrohhüte von den feinsten bis zu den billigsten Filzhüte in allen Farben und Fa^vns von den fernsten bis zu 2 st. 36 fr., für deren Gute und späteres Umänkern garantirt wird. Stroh-, Fil,- und Seidcnhüte werden gewaschen, gefärbt und nach neuestem Muster auf bas Schnellste und Billigste wieder hergerichtet. Durch gute Waare, billige Preise und freundliche Bedienung hoffe ich, recht bald das größte Zutrauen zu erlangen.
Gießen den 1. März 1867.
g Die Lebensversicherungs-Kesellschast zu Leipzig,
auf Gegenseitigkeit gegründet im Jahre 1830,
hat sich auch im vergangenen Fahre ungeachtet der schwierigen Zeitverhältnisse einer sehr lebhaften, nächst dem vorhergehenden alle früheren Zahlt ühcrstelgenöen Betheiligung zu erfreuen gehabt, wahrend der Abgang ein mäßiger gewesen ist.
Der Berstcherungöbestand ist hierdurch auf
97418 Personen versichert mit 10,960,200 Thalern,
Die Einnahme nach vorläufiger Ermittelung auf 487,800 Thlr., gegen eine Ausgabe für 272 Todesfälle von 306,200 „
der Capitalbestand .... auf 2,386,000 „
gestiegen
Dividende im Zahre 1867 : 32 pro Cent.
Die Gesellschaft, welche sich stets eine möglichst beschleunigte Auszahlung der bei ihr versicherten Capitalien besonders angelegen sein läßt, hat im vorigen Jahre in Berücksichtigung der Zeitverhältniffe über hundert zwei und dreißig Tausend Thaler noch vor Eintritt des Zahluugstermins ausgezahlt. Dieselbe verbindet infolge ihres günstigen Standes die vollständigste Sicherheit mit möchlichster Billigkeit.
Versicherungen auf Summen von 100 bis 10,000 Thlrn. zahlbar beim Todesfall oder auch bei Erreichung eines voraus bestimmten Lebensalters vermitteln kostenfrei die Gesellschafts-Agenten: E. E. Rühl in Gießen.
C. Kinzenbach in Wetzlar.
Beachtenswerth!
380) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände ter Harnblase und Geschlechtsorgane. Auch finden diese Kranke Aufnahme in des Unterzeichneten Heilanstalt.
Specialarzt Mr. Kirchhoffer
in Kappel bei St. Gallen (Schweiz).
575) Meine Werkstätte befindet sich jetzt in meinem erkauften (früher Seeth'schcn) Garten hinter der D e ck e r'schen Fabrik am Neuenweger Thor. Zugleich empfehle ich mich im Unfertigen von Grabsteinen, Denkmälern, Monumenten, Kreuzen, Tafeln, Einfassungen um Gräber und Familiengruften u. s. w., sowie in sonstigen Steinhauerarbeiten in allen Steingattungen.
Adam Kalbfleisch, Steinhauer, wohnhaft bei Louis Bogt, Neustadt.
$ Bürger-Club.
Montag den 4. März, Abend 8 Uhr, im Caf6 Ebel:
General-Versammlung. Tagesordnung: Vorstandswahl.
„Lehrlings - Stelle."
765) Ein Junge, der das Schuhmachergeschäft erlernen will, kann bei mir in die Lehre treten.
B. Walter.
Im Leibschen Saale.
791) Dienstag den 5. März 1 8 67.
Auf allgemeinen Wunsch:
Großes Filstnachts - Concert (13. Concert im Abonnement), ausgeführt von den Mitgliedern der ^ne^CUei WuM-Ellpeüe.
Programm.
Erste Abtheilung:
1) Düppler Schanzen-Sturm-Marsch von R. Piefke.
2) Ouvertüre zur Oper „Zampa" von Herold.
3) Morgenblätter, Walzer von I. Strauß.
4) Der Maskenball, großes Potpourri von Kunhe.
Zweite Abtheilung:
5) Ouvertüre zur Oper „Stradella" von F. v. Flotow.
6) Scene und Arie für obligate Clarinette von H. Bergson, vorgetragen von Herrn B. F r a u n d.
7) Quadrille aus Offenbachs „Orpheus" von C. Zabel.
8) Ein musikalischer Bilderbogen, Potpourri von Conradi.
Dritte Abtheilung:
9) Ouvertüre zur Oper „Die Stumme von Portici" von Auber.
10) Oh dites lui, Romance de la Prinzess Kotchoubey.
11) Loreley-Paraphrase von Neswavba.
12) Ambos-Polka von A. Parlow.
Vierte Abtheilung:
13) 500,000 Teufel, Polonaise infernale von G r a b e n-H o ffm a n n.
14) Humoristische Variationen über das altdeutsche Volkslied „Lott' iS dot" von R ei n b o td.
15) Zechbrüder-Galop von StaSny.
Anfang 5 Uhr. Ende 10 Uhr.
Entree ä Person 12 kr. Die Direction: Adolph Hecker.
669) Ein Küchen- und ein Hausmädchen werden in Dienst gesucht. Wo? sagt die Exped. d. BlttS.
769) Unterricht in der Mathematik und im Clavierspielen ertheilt auf deßfall- sige Wünsche W. Walther, stud. cam.
630) Ein Junge, der das Schremer- geschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Ferdinand Krailing,
Sandgasse.
Für Lehrer-Sohne
652) Mit Beginn des Sommcrsemestcrs, 29. April, können Söhne von Lehrern auf meiner Lehranstalt für Handel und Gewerbe, welche auch für den einjährigen Freiwilligen- dienst ausbildet, unter besonders günstigen Verhältnissen Aufnahme finden. Prospekte und jede weitere Auskunft durch den Vorsteher.
Eberstadt bei Darmstadt.
A. Schmuck.
708) Eine stille Familie sucht ein Logis, bestehend aus Stube und Cabinet oder 2 Stuben nebst Zugehör, zu miethen. Wer? ist bei der Exped. d. Bltts. zu erfragen.
Cöln-Gießener Eisenbahn.
2577) Abfahrten nach: Amsterdam, Rotterdam *8t5 M.
Deutz (Coln) 6IS *841 M. 12.. 4 N.
Dillenburg 6, s *8.. M. 12., 4 R. 7„Ab.
Düsseldorf 6,, *8., M. 12., 4 N.
Siegen 6,, *8., M. 12., 4 N.
* bedeutet Eilzug.
788) Theater in «gießen.
Sonntag den 3. März: „Pfefferröfel".
Romantisches Schauspiel in 5 Akten, von C h or Birch-Pfeiffer.
Dienstag den 5. März:
„Die Banditen", oder:
Abentruer eines Fastnachtbatles.
Lustspiel in 6 Akten, von Roderich Benedik.
Wilhelm Richter.


