1355
Klinik
für
Au gen kranke
täglich von 4—5'/, Uhr Nachmittags in meiner Wohnung (M ö h l'scher Garten am SelttrSthor). Arme erhallen Behanvlung und Arznei-Mittel unentgeldlich.
Dr. Gerold.
Lehr- und Erziehungsanstalt für Mädchen.
1393) Die Unterzeichneten eröffnen mit Pfingsten d. I. eine Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter höherer Stände und erlauben sich, vorbehaltlich einer ausführlicheren Darlegung des Planes ünd Zweckes der Anstalt vorläufig das Perzeichniß der Unter- richtsgcgenstände zu veröffentlichen.
1J Sprachen: französisch, englisch, deutsch bis zum richtigen Gebrauche in Rede und Schrift. (Stilistik, deutsche und französische mit Hebungen; Deklamation.)
2) Mathematik, vorzugsweise Arithmetik einschließlich aller im bürgerlichen Leben vorkommenden Rechnungen.
3) Geschichte mit besonderer Bedachtnahme auf die Entwicklung der Kultur und Literatur.
4) Geographie.
5) Naturkunde, vornehmlich Naturgeschichte.
6) Religion. Der konfessionelle Unterricht bleibt den Bestimmungen der Eltern überlassen. Die Pflege des religiösen Sinnes indessen ist Aufgabe jedes Unterrichts.. , . r
Auch hoffen wir, durch zahlreichen Besuch unsrer Anstalt in die Laffe versetzt zu werden, den Unterricht in den schönen Künsten (Zeichnen, Gesang), und in den weiblichen Handarbeiten einführen zu können.
Wir find bereit, weibliche Zöglinge ins Haus zu nehmen, wo sie sorgfältige Pflege nnd liebreiche Behandlung finden werden.
Zn unscrm Familienkreise wird deutsch, französisch nnd englisch gesprochen und auf Reinheit und Eleganz des Ausdrucks geachret.
Es wäre uns erwünscht, die Zahl der Theilnehmerinnen recht bald zu erfahren damit wir für die Anschaffung der Schnlzeräthe zeitige und genügende Fürsorge treffen können.
Wir sind in der Lage, Pensionäre sofort bei uns aufzunchmen.
Zur Ertheilung näherer Auskunft und Entgegennahme von Anmeldungen werden wir von nächster Woche an idem 15. d. Mts.) in unserer Wohnung bei Frau Dr. Diehm im S ch w a a b'schcn Hause (nicht mehr in dem früher angegebenen Worms'schcn Hause) bereit sein.
Gießen, im März 1866.
' I. GambS, pensionirtcr Gymnasial-Lehrer.
Sophie Traut, geb. Gambs.
Hberhesstsche Actien-Kesell'schaft für Bergbau und Mttenbetrieb zu Kietzen.
1401) Das Eomptoir der Gesellschaft befindet sich im Hause des Herrn Professor Jhering, Seltcrsberg, Parterre.
Dr. La n d in a n n's Knabenlehranstalt.
1252) Das neue Schuljahr beginnt am 16. April. Anmeldungen können täglich entgegengerommen werden.
Geschaftg-Er öffn u n g.
1261) Einem verehelichen diesigen, sowie auswäitigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen auf hiesigem Platze eine Landeöproducten- und Victnalien - Handlung eröffnet habe. Es wird mein eisrigite» löeitteben sein, meine ver.hrlichen jtunDin pron Pt und reell zu bedienen. Meine Wohnung befindet sich Marktstraße, in dem Hause des Herrn L. Magel, gegenüber dem Herrn Holzhänkler D. W i r t b.
Gießen, den 4. April 1866. Johann Carl Schmandt.
1398) Donnerstag den 12. April beginnt wieder der Unterricht in meiner Lehr-Anstalt und können Anmeldungen neu aufzunehmen- dcr Schüler bis dahin zu jeder Zeit gemacht werden. C. Franz.
1348) Schönheit, Gesundheit und eine wohlklingende Aussprache sind Lebensguter in deren Besitz wohl Jeder zu sein wünscht, und doch wird grade das, was diese Güter hcrbeisührt und d »selben eine lange Dauer verleihe, in auffallender Weise vernachlässigt: — Die Zähne. Von der guten Beschaffenheit und Vollzähligkeit derselben hängt die Schonh it des Gesichts ab, denn die Zähne geben und erhalten Dem Gesicht die Fülle, der Gesundheit aber sind sie erforderlich, weil nur gute Zähne die Speisen so kauen können, daß der Magen die Funktionen des Verdauens in regelrechter Weise erfüllen kann, weil ferner mit schlechten Zähnen auch schlechte Säfte verbunden sind, die mit Den Speisen in Den Magen kommen und Diesen verDerben. Endlich eine gute Aussprache, Die Der nothigen Präcision nicht ermangeln Darf, nur bei einer gefunDen Zahneonstitution möglich, da manche Buchstaben ohne Die Zähne gar nicht oder Doch nur unDeutlich ausgesprochen tocrDcn können. — Pflicht <inee Jeden ist daher die Zähne in gutem Stande zu erhalten und Den vielfachen schädlichen Einflüssen und Krankheiten, denen dieselben ausgesetzt sind und ost in kurzer Zeit erliegen, vorzubeugen. — Dies ge- i schicht nur durch eine täglich gründliche Reinigung der Zähne. Bei der Auswahl Der Mittel dazu muß jedock mit Der äußersten Vorsicht «erfahrn werden, Da alle Zahntinkturen, Die eine Säure enthalten, Den Schmelz der Zähne allmälich auflösen unD in Der Lange in empfindlicher Weise schaden, obwohl sie momentan eine Reinigung herbeiführen. — Als das trefflichste Zahnreinigungsmiitel hat sich Das „Ana- therin Mundwasser" Des prüft. Zahnarztes Dr. I. G. Popp in Wien, in Gießen zu haben bei Ludw. Iahreis am Markt, seit einer Reihe von Jahren bewährt. Frei von jeder schädlichen Säure bekämpft eS Feinde Der Zädne, namentlich Den zerstoren- Den Weinstein in überraschenDer Weise und vertilgt vermöge feiner chemischen Qualität auch Die kleinsten Spuren desselben, ohne Die übrigen Mundtheile, namentlich das Zahnfleisch anzugreifen. ES Dient vielmehr dazu Das letztere zu stärken und ihm Die erforDerlidic Frische und Kraft zu verleihen. Da das Anatberin Mundwasser auch ein vortreffliches Mittel ist künstlichen Zähnen und Gebiss n eine glänzende Weiße zu geben, kann dasselbe im Interesse aller Gesunden und benitS an Zähnen Leidenden nur empfohlen werden. Schon nach kurzem Gebrauche wird man von der Wirkung dieses Motels überzeugt und dasselbe als einen I unentbehrlichen Toiletten-Artikel betrachten.


