Wissenschaftlicher Bericht des Herrn Instituts - Directors u n v
Dr. med. Ev. Wilh. Poßner, vormals Leibarzt Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Friedrich von Preußen.
1480) Folgender Brief des Herrn Directors Dr. Poßner auf Schloß Steinbeck bei Freienwalve a. Q., der in seinem Heil- und Pflege• Jniutute für Nerven- und Krampfkranke wie in seiner übrigen Praxis die reichste Gelegenheit hat, und nimmt das Gute, wie und wo er es findet, so auch das Malzextract zu prüfen; und der durch die Natureinfachheir und Gediegenheit seines Heilverfahrens die überraschendsten und glücklichsten Erfolge erzielt, weil er eben nicht einem einseitigen Systeme huldigt, sondern, nur Vas Wohl der Kranken berücksichtigend, als ein tiefer Denker das Zenkblei seiner Prüfung und reichen Erfahrung überall auswirft unv, wo es einen guten Grund findet, da auch den Hoffnungsanker einsenkt, bis die Hoffnung sich ihm zur Zuversicht unv Gewißheit gestaltet hat, beweist auf's Neue, wie Vas Hoff'sche Malzextract als diätetisches Heilmittel sich immer weitere Bahnen bricht unv jedem Arzte, hem bas Wohl seiner Kranken aufrichtig am Herzen liegt, als ein diätetisches Hülssmittel sich darbietet, das er gern in Anwendung zieht unv kaum durch ein anderes ersetzen kann, was denn auch durch den sich immer mehr steigernden Absatz, so für Rheinland und Westfalen bei der Hoff'schen Filiale in Köln, Hochstraße 12, erweist.
„An den königlichen Hoflieferanten Herrn Johann Hoff, Neue Wilhelmstraße 1 in Berlin.
„Indem ich Ihnen meiner Gewohnheit gemäß einen kurzen Bericht über die Erfolge, die ich im letztverflossenen Quartale mit Ihrem trefflichen Malzextracte, den ich Wmer lieber unv lieber gewinne, erzielt habe, übergebe, will ich die Bemerkung nicht unterdrücken, daß ich Vie Hoffnung hege, es werde Ihr Malzextract die Volksmittel, hie in den besten Zeiten der ärztlichen Wissenschaft unv Kunst ein Hauptstuvium bil- beten unv zum Heile ver Menschheit von Ven geviegensten Aerzten beachtet, gepflegt unv angewandt wurden, wiever zu ihrem wohlvervienten Rechte unv zu Ehren bringen. Ja, fast die meisten Heilmittel, welche die Aerzte in ihren Arzneischatz aufnahmen, sind als Volksmittel lange in Gebrauch gewesen, ich erinnere z. B. an die Chinarinde, an die Holztränke und Tisanen, die lange im Volke gebraucht waren, ehe sie in den Arz- neischatz kamen unv Darin verschwanden. — Dem Volke ist gleichsam ein höherer Instinkt inwohnend, was ihm heilsam und gesundheitsfördernd sein kann, welcher Instinkt allerdings auch irregeleitet werven kann, im großen Ganzen jedoch das wirklich Dienliche herausfindet und beibehält, das Schädliche ausmerzt.
„Ihr Malzextrakt nun ist nicht nur mit Recht allgemein als ein treffliches viäte- tisches Gcnußmittel, sondern besonders auch als ein noch trefflicheres diätetisches Hülfs- unv Heilmittel für alle diejenigen Katcgorieen von Krankheiten unv Nebeln erkannt unv ausgenommen worben, die in der Ernährung wurzeln, da er eben so mild nährenv, wie neu belebend unv umstimmend wirkt. Von der vor- züglichen Wirksamkeit bei katarrhalischen Affectionen und mancherlei Nerpenleiven, die im Unterleibe ihren Herd hatten, habe ich Ihnen schon vielfältig Rühmliches anzeigen können. Im letzten Quartale habe ich auch bet einem ganz besonders alt eingewurzel- ten schweren Krankheitsfalle, Der sogenannten Unterleibs-SchwinDsucht, mit Hautwassersucht bereits verbunden, einen Versuch mit Ihrem Malzextrakte begonnen, und es scheint eine wesentliche Veränderung zum Bessern eingetreten zu sein. Die hartnäckigen Durch- fälle haben sich gemäßigt, ver Appetit wird reger und die Kräfte heben sich. Wenn mit Gottes Hülfe die Heilung dieses intricatesten Falles, nachbem Arzneien aller Art vergeblich gewesen waren, durch den fortgesetzten Gebrauch des Malzextraktes gelingen sollte, würde ich noch ein eifrigerer Lobredner Ihres Malzextraktes werben, als ich es ohnehin schon gern bin, und würde, der ich auf diätetische Hülfsmittel überhaupt ven größten Werth lege, noch mehr in meinen Ueberzeugungen bestärkt werben."
„Ihr Malzextrakt, ist ein gleichsam der Natur abgelauschtes einfaches Heilprobuct, das wie der Diamant, trotz seiner höchsten Einfachheit (der reinste Kohlenstoff) dennoch unv vielleicht eben Veshalb unnachahmlich ist. Indem ich Ihnen schließlich im neuen Jahre Gottes fernern reichen Segels Husche, verbleibe ich achtungsvoll
Ihr ergebenster
Dr. Ed. Wilh. Poßner, Pract. Arzt unv Instituts-Direktor.
Schloß Steinbeck bei Freienwalde a. O-, 22. Januar 1864.
Mit Dem Verkauf des ächten Hoff'schen Malz-Extraktes (Gesundheitsbieres) ist der Kaufmann Julins Wallach in Gießen betraut. (Anm. d. Red.)
1423) Mein Lager in Schuhmache r- Waaren bringe ich mit dem Bemerken in empfehlenve Beachtung, daß ich zu bedeu- tenv herabgesetzten Preisen verkaufe.
Wilh. Schwall.
1482) Mein Haus allein oder auch mit Scheuer u. s. w. ist zu verkaufen oder auf viele Jahre zu vermiethen. Beim Ankauf ist nur eine Anzahlung von 3000 fl. erforderlich. Georg Lampus, am Kreuz.
Rechtes Klettenwurzel-Del, bekannt als bas beste Mittel, ven Haar- wuchs zu befördern und das Ausfallen der Haare zu verhindern, per Flacon 2J fr.;
Augenwasser Vock Apoth. Dr. Geiß in Aken a. v. Elbe, allen denen, durch angestrengtes Arbeiten an geschwächten Augen Leidenden zu empfehlen, per Flasche 1 fl. 10 fr. und 1 fl. 45 fr.;
Praktisches Raskr - Pulver , per Schachtel 12 fr.;
Coneentrirte Gallenseife zur »böigen Reinigung aller seidenen unv wollenen Stoffe von Schweiß und Schmutz durch einfache, kalte Wäsche, per Stück 9 fr.;
Wiener Putz-Pulver, per Paquet 4 und 7 fr.;
Unauslöschliche Zeichnen - Tinte, ü 27 fr., zum Zeichnen auf Leinen, Seide und Baumwolle;
Flüssigen Leim, per Flacon 7 fr.;
Glycerin - Seife, per Stück 18 fr., gegen rauhe unv aufgesprungene Haut;
Kummerfeld'sche. Seife, per Stück 18 fr., befannt in ihren Wirfungen;
Reismehl-Seife, per Stück 12 fr., eine wahre Schönheits-Seife;
Grdnußöl-Seife, per Stück 12 fr., ein wohlthatiges unv erfrischendes Waschmittel ;
(1499)empfiehlt Earl Frech.
1522) Der berühmte Liqueur, unter dem Namen
An-itropsen, erfunden und nur allein bereitet von
Kirchner & Menge in Arolsen, ist in Flaschen h ll*/2 Sgr. in den auto» risirten Nieberlagen in
Gießen bei Ludwig Jahreis, Friebberg „ W i l h e l m F e r t s ch, Battenberg „ August Kißner, Bievenfopf „ G. A. Burg grat, Gladenbach „ B. S. Lederer, Butzbach „ H. Meyer Sohn, Alsfeld „ Ehr. Falfenhaincr, zu haben.
NB. Aus Orten, wo sich noch feine Niederlage befindet, wollen sich solide Kaufleute behufs Uebernahme des Alleinverkaufs an H. W. Victor Hoch in Caffel wenden.
A t t e st.
Geehrte Herren! Ihre Audi tropfen haben mir bet meinem hartnäckigen Hämorrhoid al leiven, verbunden mit starker Verschleimung, sehr vortreffliche Dienste geleistet, so vaß ich mich nach dem Gebrauche von nur 3 Flaschen bedeutend wohler befinde. Ich will deshalb dieses vortreffliche Mittel fortgebrauchen und bitte Sie, mir für beifolgende 3 Thaler neue Zusendung zu machen.
Volkhardinghausen, 6. Januar 1864.
L. KruHöffer, Revierförster.


