Ausgabe 
25.2.1863
 
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Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Dessen tliche Aufforderung.

421) Bei dem unterfertigten Gerichte sind von den in Nr. 15 dieses Blattes näher bezeichneten Personen seiner Zeit Testa­mente hinterlegt worden, die bis jetzt noch unerhoben sind. Da die Testatoren zum Theil inzwischen nachgewiesenermaßen verstorben sind, zum Theil ihr Tod, der aller Ermittelungen ungeachtet nicht fcstgestellt werden konnte, präsumirt werden muß, bezüglich sämmt- licher Testatoren aber die eingetretenen Ermittlungen, wer? ihre nächsten Verwandten, ohne Erfolg geblieben sind, so werden hier- mit alle Diejenigen, welche an nachstehend verzeichneten Testamenten ein Interesse zu haben vermeinen, aufgcfordert, dies dahier binnen drei Monaten zur Geltung zu bringen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Testamente aus der Depositenkiste erhoben, eröffnet und nach Lage der Acten weiter verfügt werden.

Gießen, den 7. Februar 1863. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Or. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Affessor.

derselben gehörenden Grundstücke auf 6 Jahre, von 1863 bis 1868, verpachtet werden, als: Flur Nr. ÜKlftr.

%9u-7o 321 Acker am Wismarer Weg,

39/113b 598 Wiese hinter dem Wald­

brunnen,

39/ /194

840

Acker, links des Wiesecker Wegs,

40/ /'2 5 9 f 8

421

Wiese auf dem Sand,

4%

992

Acker und Wiese an der Gänsweide,

4 726

938

Acker, links des Badenbur­ger Fußpfads,

46/i5U.|6

1085

Acker am grünen Weg,

2726

612

Wiese auf der Aue, bei den Herren-Wiesen und krum­men Morgen.

Gießen, den 20. Februar 1863.

In Auftrag: Weivig, Ortsgerichtsmann.

Aufgebot.

206) Der Tagelöhner Johann Peter Huckenbeck zu Esborn hat von seinem verstorbenen Vater Heinrich Wilhelm Huckenbeck die für denselben fol. 119 des Hppothekenbuchs von Esborn eingetra­gene Besitzung, bestehend aus der Parzelle Flur II Nr. 13% der Steuergemeinde Es­born mit Gebäuden, durch Vertrag vom 5. Februar 1849 angekauft.

Da die zweite Ehefrau des Verkäufers, Elisabeth, geb. Rühl, gebürtig aus Kö­nigsberg im Landgerichtsbezirk Siegen, vor- her kinderlos verstorben war, und daher die Erben derselben zu dem Verkaufe zugezogen werden mußten, diese Erben aber unbekannt sind, so hat der Johann Peter Huckenbeck das Aufgebot Behufs Besitztitel-Berichtigung beantragt. Es werden daher alle Realprä- tenventen der oben gedachten fol. 119 des Hypothekenbuchs von Esborn eingetragenen Besitzung aufgefordert, ihre Ansprüche bei uns und spätestens in term.

den 4. Mai d. I., Morgens 11 Uhr, vor dem deputirten Kreisgcrichtsrath Lennich anzumelden, widrigenfalls die sich nicht meldenden mit ihren etwaigen Realansprüchen an die gedachte Besitzung präcludirt und ihnen deßhalb ein ewiges Stillschweigen auf­erlegt werden wird. Wenn die unbekannten Erben der Ehefrau Heinrich Wilhelm Hucken­beck, Elisabeth, geborne Rühl, sich nicht spätestens in dem Termine melden und ihr Widerspruchsrecht bescheinigen, so wird die Eintragung des Besitztitels für den Johann Peter Huckenbeck erfolgen und ihnen über­lassen bleiben, ihre Ansprüche in einem be- sondern Prozesse zu verfolgen.

Hagen, 10. Januar 1863.

Königliches Kreisgericht, I. Abth.

Versteigerungen

488) Die auf der Schoor vom Neu­städter nach dem Wallthor aufgearbeiteten Pappelreiser sollen

Freitag den 27. Februar 1863, von Nachmittags 2 Uhr an, versteigert und der Anfang am Neustävter Thor gemacht werben.

Gießen, den 24. Februar 1863V

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

441) Auf freiwilliges Anstehen der Erben der Philipp Schwald's Eheleute werden Dienstag den 3. März, Vormittags 10 Uhr, auf dahiesigcm Rathhause nachstehende Immo­bilien, unter den alsdann bekannt werdenden Bedingungen, einer öffentlichen Versteigerung an den Meistbietenden ausgesetzt, als: Flur Nr. DÄlfti.

71152 10 Hofraithe an der Stadt-

pforte, neben der Bach ge­legen,

7ii53 4 Hofraithe daselbst,

2/1o5 135 Acker bei den hintersten

Schicßgärten. 1. Klasse, 33/., 136 Acker am Nahrungsberg,

3. Klasse,

42/ 159 Acker auf dem Sandfcld,

1. Klasse,

41/I54 186 Acker an d. Steinkaur, 3. Klff.

Gießen, den 20. Februar 1863.

Großhcrzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel.

489) Samstag den 28. Februar 1863, Nachmittags 1 Uhr,

sollen am Nassauer Hof 300 Stück Aepfel- stämmchen von l*/2 bis 2" Durchmesser öffentlich versteigert werden.

Gießen, den 24. Februar 1863. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Cöln-G ießener Eisenbahn.

480) Donnerstag den 26. Februar er., Vormittags 9 Uhr,

wird bei der Wärterwohnung Nr. 173 der Main-Weser-Bahn zu Gießen eine Quan­tität Kreosotöl, von der Schwellen-Tränk- anstalt der Cöln-Gießener Eisenbahn her- rührend, nebst Tonnen, öffentlich meistbietend verkauft werden.

Die Bedingungen, welche dem Verkaufe zu Grunde gelegt werden, liegen im Stations- Büreau der Cöln - Gießener Eisenbahn zu Gießen zur Einsicht offen.

Wetzlar, den 21. Februar 1863.

Der Betriebs - Jnspector: Rieger.

440) Samstag den 28. Februar 1863, Nachmittags 2 Uhr,

. sollen auf dahiesigem Rathhause auf An­suchen der Frau Ädvocat Heß Wittwe die

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

490) Montag den 2. März 1863, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stadtwalve, Distric- ten Hirtenbrunnen, Rabennest und Linden­berg, nachverzeichnetes Holz öffentlich ver­steigert werden, als:

317 Eichen-Stämme mit 8607 Cubikfuß,

13 Buchen- ,, 202

11 Nadel- 171

8 Weichholz- 144

74 Eichen-Stangen 226

47 Buchen- 139

17 Nadel- 59

Die Züsammcnkunft ist auf der Licher Chaussee an der 5. Schmiße.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli d. I. gestattet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden. Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 24. Februar 1863.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt. ________

i. Brennholz-Versteigerung in der Fürst­lichen Oberförsterei Lich.

467) Künftigen Montag, den 2. März, Morgens präcis halb 9 Uhr,

! sollen im Distrikt Hüter, auf der alten | Gießener Straße beim Albacher Hof an- fangend, versteigert werden: