Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.
Dessen tliche Aufforderung.
421) Bei dem unterfertigten Gerichte sind von den in Nr. 15 dieses Blattes näher bezeichneten Personen seiner Zeit Testamente hinterlegt worden, die bis jetzt noch unerhoben sind. Da die Testatoren zum Theil inzwischen nachgewiesenermaßen verstorben sind, zum Theil ihr Tod, der aller Ermittelungen ungeachtet nicht fcstgestellt werden konnte, präsumirt werden muß, bezüglich sämmt- licher Testatoren aber die eingetretenen Ermittlungen, wer? ihre nächsten Verwandten, ohne Erfolg geblieben sind, so werden hier- mit alle Diejenigen, welche an nachstehend verzeichneten Testamenten ein Interesse zu haben vermeinen, aufgcfordert, dies dahier binnen drei Monaten zur Geltung zu bringen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Testamente aus der Depositenkiste erhoben, eröffnet und nach Lage der Acten weiter verfügt werden.
Gießen, den 7. Februar 1863. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Or. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Affessor.
derselben gehörenden Grundstücke auf 6 Jahre, von 1863 bis 1868, verpachtet werden, als: Flur Nr. ÜKlftr.
%9u-7o 321 Acker am Wismarer Weg,
39/113b 598 Wiese hinter dem Wald
brunnen,
39/ /194
840
Acker, links des Wiesecker Wegs,
40/ /'2 5 9 f 8
421
Wiese auf dem Sand,
4%
992
Acker und Wiese an der Gänsweide,
4 726
938
Acker, links des Badenburger Fußpfads,
46/i5U.|6
1085
Acker am grünen Weg,
2726
612
Wiese auf der Aue, bei den Herren-Wiesen und krummen Morgen.
Gießen, den 20. Februar 1863.
In Auftrag: Weivig, Ortsgerichtsmann.
Aufgebot.
206) Der Tagelöhner Johann Peter Huckenbeck zu Esborn hat von seinem verstorbenen Vater Heinrich Wilhelm Huckenbeck die für denselben fol. 119 des Hppothekenbuchs von Esborn eingetragene Besitzung, bestehend aus der Parzelle Flur II Nr. 13% der Steuergemeinde Esborn mit Gebäuden, durch Vertrag vom 5. Februar 1849 angekauft.
Da die zweite Ehefrau des Verkäufers, Elisabeth, geb. Rühl, gebürtig aus Königsberg im Landgerichtsbezirk Siegen, vor- her kinderlos verstorben war, und daher die Erben derselben zu dem Verkaufe zugezogen werden mußten, diese Erben aber unbekannt sind, so hat der Johann Peter Huckenbeck das Aufgebot Behufs Besitztitel-Berichtigung beantragt. Es werden daher alle Realprä- tenventen der oben gedachten fol. 119 des Hypothekenbuchs von Esborn eingetragenen Besitzung aufgefordert, ihre Ansprüche bei uns und spätestens in term.
den 4. Mai d. I., Morgens 11 Uhr, vor dem deputirten Kreisgcrichtsrath Lennich anzumelden, widrigenfalls die sich nicht meldenden mit ihren etwaigen Realansprüchen an die gedachte Besitzung präcludirt und ihnen deßhalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird. Wenn die unbekannten Erben der Ehefrau Heinrich Wilhelm Huckenbeck, Elisabeth, geborne Rühl, sich nicht spätestens in dem Termine melden und ihr Widerspruchsrecht bescheinigen, so wird die Eintragung des Besitztitels für den Johann Peter Huckenbeck erfolgen und ihnen überlassen bleiben, ihre Ansprüche in einem be- sondern Prozesse zu verfolgen.
Hagen, 10. Januar 1863.
Königliches Kreisgericht, I. Abth.
Versteigerungen
488) Die auf der Schoor vom Neustädter nach dem Wallthor aufgearbeiteten Pappelreiser sollen
Freitag den 27. Februar 1863, von Nachmittags 2 Uhr an, versteigert und der Anfang am Neustävter Thor gemacht werben.
Gießen, den 24. Februar 1863V
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
441) Auf freiwilliges Anstehen der Erben der Philipp Schwald's Eheleute werden Dienstag den 3. März, Vormittags 10 Uhr, auf dahiesigcm Rathhause nachstehende Immobilien, unter den alsdann bekannt werdenden Bedingungen, einer öffentlichen Versteigerung an den Meistbietenden ausgesetzt, als: Flur Nr. DÄlfti.
71152 10 Hofraithe an der Stadt-
pforte, neben der Bach gelegen,
7ii53 4 Hofraithe daselbst,
2/1o5 135 Acker bei den hintersten
Schicßgärten. 1. Klasse, 33/.„, 136 Acker am Nahrungsberg,
3. Klasse,
42/ 159 Acker auf dem Sandfcld,
1. Klasse,
41/I54 186 Acker an d. Steinkaur, 3. Klff.
Gießen, den 20. Februar 1863.
Großhcrzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel.
489) Samstag den 28. Februar 1863, Nachmittags 1 Uhr,
sollen am Nassauer Hof 300 Stück Aepfel- stämmchen von l*/2 bis 2" Durchmesser öffentlich versteigert werden.
Gießen, den 24. Februar 1863. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Cöln-G ießener Eisenbahn.
480) Donnerstag den 26. Februar er., Vormittags 9 Uhr,
wird bei der Wärterwohnung Nr. 173 der Main-Weser-Bahn zu Gießen eine Quantität Kreosotöl, von der Schwellen-Tränk- anstalt der Cöln-Gießener Eisenbahn her- rührend, nebst Tonnen, öffentlich meistbietend verkauft werden.
Die Bedingungen, welche dem Verkaufe zu Grunde gelegt werden, liegen im Stations- Büreau der Cöln - Gießener Eisenbahn zu ■ Gießen zur Einsicht offen.
Wetzlar, den 21. Februar 1863.
Der Betriebs - Jnspector: Rieger.
440) Samstag den 28. Februar 1863, Nachmittags 2 Uhr,
. sollen auf dahiesigem Rathhause auf Ansuchen der Frau Ädvocat Heß Wittwe die
Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.
490) Montag den 2. März 1863, von Vormittags 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalve, Distric- ten Hirtenbrunnen, Rabennest und Lindenberg, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:
317 Eichen-Stämme mit 8607 Cubikfuß,
13 Buchen- ,, „ 202 „
11 Nadel- „ „ 171 „
8 Weichholz- „ „ 144 „
74 Eichen-Stangen „ 226 „
47 Buchen- „ „ 139 „
17 Nadel- „ „ 59
Die Züsammcnkunft ist auf der Licher Chaussee an der 5. Schmiße.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli d. I. gestattet.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden. Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 24. Februar 1863.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt. ________
i. Brennholz-Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich.
467) Künftigen Montag, den 2. März, Morgens präcis halb 9 Uhr,
! sollen im Distrikt Hüter, auf der alten | Gießener Straße beim Albacher Hof an- fangend, versteigert werden:


