Ausgabe 
7.3.1863
 
Einzelbild herunterladen

Beilage zuNr. 19 des Anzeigeblattes.

1 ....... II I 111 »-»I'.I.'U?.'-'»SSSS«

Vermischte Anzeigen.

Zweite Bekanntmachung.

Zur Mathilden - Stiftung für die Provinz Oberhessen sind weiter folgende Beiträge geleistet worden: Von den Gemeinden Alten-Buseck 6 fl., Beuern 10 fl., Frankcnbach 4 fl., Großen - Buseck 10 fl., Heuchelheim 15 fl., Holzheim, und zwar als jährlichen Beitrag 10 fl., Königsberg 2 fl., Naunheim 10 fl. und Watzenborn und Steinberg 10 fl.; ferner von Privaten zu Hattenrod 1 fl., Königsberg 3 fl., Münster 1 fl. 30 kr., Naunheim 12 fl. 3 kr. und Steinbach 5 fl. 46 fr., zusammen 100 fl. 19 kr. Rechnet man den nach der Bekanntmachung vom 16. Februar l. I. früher eingegangenen Betrag von 888 fl. 50 kr. hinzu, so beläuft sich der Totaleingang bis jetzt auf 989 fl. 9 kr.

Gießen, den 3. März 1863. Küchler.

Notiz für "3M Kaneher

und in* Besondere für meine S. T.

* * Hunden« * *

465) Vielfachen Wünschen entgegen zu kommen, verschrieb ich von meinem Hause in Havanna, die durch ihre Qualität berühmte

! AM- Neger-Cigarre "ZM !

bereits zum 73sten Male. Dieselben empfehlen sich abermals durch prachtvolles Aroma und ist der Preis trotz der enorm hohen Tabackpreise unverändert derselbe geblieben. Die Verpackung ist genau der früheren gleich - näm­lich Fässchen ä 600 300 und 150 Cigarren je 25 Cigarren in Stanniol verpackt. Gegen Einsendung des Betrages oder Anweisung auf ein

hiesiges Haus, versende ich

Original-Fässchen mit 600 Fig. ä 1* Thlr. 1® Sgr., g

Original-Fässchen mit 300 Fig. a *8 Thlr. 6 Sgr. 6

Original-Fässchen mit 150 Fig. ä 3 Thlr. 18 Sgr. l£

Carl lleylblll, ÄXt Hauihurg

(Vertreter der Herren Josd de Pestro in Havanna, Henry Lion Successor in St. Louis u. A.).

Ich halte stets bedeutendes Lager echter Cigarren

pr. Mille von 12 Thaler bis 120 Thaler und pr. 100 Stück von 1 Thal er 6 Sgr. bis 12 Thaler Preuss. Courant.

Um Irrthümer zu vermeiden, wolle man auf der Adresse genau bemerken Farl Heylbllt, Agent und Importeur in Hamburg.

581) Ein geübter Cigarrenkistchennagler und zwei Schreinergesellen können sogleich beschäftigt werden. Wo? sagt die Exped. d. Bllts.

536) Einem geehrten hiesigen Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mich dahier als Schuhmachermcister etablirt habe. Es wird daher mein Bestre­ben stets dahin gerichtet sein, durch geschmack­volle und dauerhafte Arbeit, sowie durch billige und prompte Bedienung, meine ge­schätzten Kunden auf das Beste zu befriedigen.

Meine Wohnung befindet sich bei Wittwe Laudon in der Löwengasse Lit. C. Nr. 81.

Jacob Laudon, Schuhmachermeister.

565) Ein Pferdeknecht wird in hiesiger Stadt gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.

548) Ein schwarzer Dächsel mit brau­nen Füßen (Mutterhund) ist zugelaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.

Professor Rudigier und der Landjäger.

Von dem gegenwärtig hier weilenden Gedächtnißriesen und Physiker Professor Rudigier lesen wir in einem schweizer Blatte folgende Anekdote, welche wir ihrer Drolligkeit wegen unseren Lesern hierdurch mittheilen. Das erwähnte Blatt sagt wörtlich Folgendes:Nachdem Herr Professor Rudigier sich längere Zeit in Zürich producirte, machte er auch von da einen Abstecher nach Winterthur, um auch dort eine Vorstellung zu geben- Im Gasthof zum Löwen daselbst war gerade eine Schützen- versammlnng, als er ankam. Da es bereits bekannt war, daß er anch nach W. kommen werde, so gab dies Veranlasiung, daß mehrere Schwänke von Bosco, Philadelphia rc. erzählt wurden. Herr Rudigier, den von den Anwesenden Niemand kannte, saß abseits an einem Tische und hörte diese Erzählungen ruhig an. Als nach einiger Zeit einem anwesenden Gutsbesitzer gemeldet wurde, sein Wagen sei angespannt und er sich eben entfernen wollte, steckte Herr Rudigier den vor sich liegenden silbernen Löffel in die Tasche- Der Kellner, der dies bemerkte, stellte ihn sofort zur Rede, worauf Herr Rudigier ganz ruhig erwiederte:Ich dachte, es wäre das hier so üblich, indem ja der Herr, der eben abzureisen im Begriffe ist, die silbernen Löffel von der ganzen Tischgesellschaft in die Tasche gesteckt hat." Da die Löffel wirklich verschwunden waren und Herr Rudigier auf seiner Behauptung bestand, so mußte sich der dicke Herr, trotz alles Sträubens, gefallen lassen, seine Taschen zu visitircn, und siehe da, es fanden sich in seiner Tasche etwa ein Dutzend Löffel in eine Serviette eingewickelt. Das Erstaunen der Anwesenden sollte aber seinen Höhepunkt noch nicht erreicht haben. Ein zufällig anwesender Landjäger, welcher glaubte, es sei dies Wasser auf seine Mühle, tritt mit ernsthafter Amtsmiene an diesen Herrn, fragt ihn nach Namen, Stand, Wohiwrt rc-, und zeigte nicht übel Lust, denselben als in flagranti ertappt, festzunehmen. Da nähert sich Herr Rudigier auf einige schritte dem Landjäger und sagt:Wie können Sie den Herrn da wegen der Kleinigkeit von ein paar Löffeln anhaltcn, indem Sie selbst des Herrn Börse, goldene Uhr und Tabacksdose entwendet haben." Das Staunen der Anwesenden zu beschreiben, als sich die genannten Gegenstände in der Patrontasche des Landjägers wirklich vorfanden, wäre unmöglich, und es würde zu unangenehmen Auftritten gekommen sein, wenn nicht Herr Rudigier dadurch das Ende herbeigeführt hätte, daß er sich