Ausgabe 
2.5.1863
 
Einzelbild herunterladen

i Gewinn

nd bevor berufenen ird.

1 ihr zur ine Bür-

iben soll, ng einer bestellten

Ohne

n Stand

hat und

;en, auf reu lebe, rgerlichen leit über»

»rzutreten

Anzeigeblstt

für die

Stadt und den Kreis Gießen.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. Preis des Jahrgang« für Einheimische 1 st. 36 ft., für Auswärtige tritt der vorschrifts­mäßige Postanffchlag hinzu. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpcdition sCanzleiberg Lit. B. Nr. 1).

Jfä 33. Samstag den 2. Mai 1S63.

Amtlicher T h e i l.

i,

v. Creuj-

v. Apoldi,

r. Säng», etbeubad);

>urg; Hi.

>. Apolda^ lerlöhauf«»

v. Heist«

100S; Hi. n. u. Hl.

Hr. Muth, i

ladt; Hru

. Hofger^ r. med. 1.

1-

. 46-50

. 4545j

. 26 27

Hen,

ttelpreiS vom talter.

2 29

2 32

2 -

ZU Rr. K. G. 2360. Gießen, am 27. April 1863.

Betreffend: Die Jahrmärkte zu Kirtorf.

Das

Großherzogliche Kreisamt Gießen

an

die Groß herzoglichen Bürgermeistereien.

Sie wollen alsbald bekannt machen, daß der im Landkalender auf den 16. k. Mls. bestimmte Vieh- unv Krämermarkt zu Kirtorf nicht an diesem Tage, sondern schon am 6. Mai d. I. abgehalten werden wird.

______________________K u ch l e r. ________

Belehrung

über die Feuergefährlichkeit des amerikanischen Erdöls (Petroleum) und über die Vorsichtsmaßregeln, welche bei dem Transport und der Anwendung dieses Oeles als Leuchtmaterial zu beobachten sind.

Das in der neuesten Zeit als Leuchtmaterial eingeführte amerikanische Erdöl findet der Zeit auch in Deutschland ziemlich häufig Anwendung, und in Folge davon sind nach verschiedenen Mittheilungen in öffentlichen Blättern mehrere Unglücksfälle vorgekommen, indem offenbar durch die unvorsichtige Handhabung dies Oeles beim Gebrauch sich dasselbe entzündete und hierdurch bedeutende, sogar lebensgefährliche Verbrennungen veranlaßt wurden.

Allgemein sprach man in solchen Fällen von erfolgten Explosionen, bedingt durch die in dem Oel enthaltenen Gasarten. Diese Angaben können nur auf Unkeuntniß mit dem chemischen Verhalten des OeleS, mithin auf Jrrthum beruhen. Einerseits ist eS durchaus unbegründet, daß das in dem Handel vorkommende gereinigte Oel Gasarten enthalte, andererseits kann die Entzündung des Oeles nie eine Explosion in der wissenschaftlichen Bedeutung dieses Ausdrucks veranlassen, wenn nicht zufällig durch das brennende Oel vielleicht in der Nähe befindliche, wirklich explodirende Substanzen oder Mischungen, z. B- Schießpulver u. s. w. vorhanden sind; die auftretenden Oeldämpfe verbrennen sogleich, die mit der atmosphärischen Luft gemischten Dämpfe bilden aber keine explodirenden Verbindungen.

Durch eigens zu dem Zwecke angestellte genaue Versuche, die Feuergefährlichkeit des Petroleum zu ermitteln, hat sich ergeben, daß das gereinigte Oel des Handels, namentlich in größeren Massen und dichteren Schichten ohne zuvorige Erwärmung sich nur sehr schwierig durch einen flammende» Körper entzünden läßt, daß sich dagegen das erwärmte Oel, d. h. die dabei auftretenden Dämpfe, mithin nur der Dampf leicht entzündet, und sich die Entzündung auf das erwärmte Oel fortsetzt, und zur leichten und raschen Verbreitung des Feuers auf in der Nähe befindliche brennbare Stoffe Veranlassung geben kann. Weiterhin haben die Resul­tate dieser Versuche erwiesen, daß da- rohe Oel von dunkler Farbe, welches ohnedies zum Brennen des starken Geruchs wegen «»geeignet ist, und nur selten in Deutschland in den Handel kommt, einen größeren oder geringeren Gehalt an einem leicht flüch­tigen und äußerst leicht entzündlichen Oel besitzt, welches die größere Feuergefährlichkeit dieses Oeles bedingt; daß dagegen das gereinigte Erdöl dieses flüchtige Ocl nicht enthält, und deshalb auch ohne alle Gefahr als Leuchtmaterial verwendet werden kann.

Es ist hier nicht der Ort, auf die Prüfung des gereinigten Oeles auf einen Gehalt an diesem feuergefährlichen Produkte ein- iugehen; es liegt aber in der Natur der Sache, daß die großartigen Reinigungsanstalten, welche bereits sowohl in der unmittel- baren Nähe der Erdölquellen in Amercka, sowie in England gegründet sind, um so mehr Sorgfalt auf die vollständige Trennung des leichtentzündlichen Oelantheils im eigenen Interesse verwenden, da der dadurch entstehende Verlust nur sehr gering ist, das flüchtige Oel anderweitige technische Verwendung findet, bei welcher die leichte Entzündlichkeit nicht in Betracht kommt; besonders aber durch die Trennung eine größere Sicherheit für den Transport erzielt wird. Der äußerst billige Preis des Erdöls läßt erwarten, daß der Verbrauch desselben in Deutschland sehr zunehmen wird, es dürsten daher folgende Vorsichtsmaßregeln beim Transporte und dem Gebrauche des Petroleum, von allgemeinem Interesse fein.

1) Bei dem Bezüge größerer Vorräthe von Erdöl aus Originalfässern ist es rathsam, den Transport nicht in Glasgefäßen,