die Rinnen reinigen zu lassen.
Gießen, am 7. November 1862.
Die Reinigungszeit kann nicht nach Belieben auf den Morgen verlegt werden, das Reinigen muß zwischen 3 Uhr Nachmittags und dem Abend erfolgen. ,
Nicht selten kam es vor, daß Personen den in den Gossen zusammengekehrten Schlamm durch die Rinnsteine rn die Kanäle geleitet haben, wodurch großer Schaden verursacht wird, weil die kostspielig angelegten Kanäle verstopft werden.
Die Einwohnerschaft wird daher darauf aufmerksam gemacht, daß das Polizei-Personal angewiesen ist, vor Allem Diejenigen unnachsichtlich zur Bestrafung anzuzeigen, welche zum großen Nachtheil der Sladtkasse den zusammengekehrten Schlamm in die ^E^Dj^vor den Thoren wohnenden Einwohner werden daran erinnert, daß es ihnen obliegt, die gepflasterten Banquets und
Großherzogliche Polizciverwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover.
Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.
Besondere Bekanntmachungen.
2893) Nachverzeichnete städtische Gelder:
1) Schulgelder aus den städtischen Schulen und der Realschule pro III. Quartal 1862,
2) Grummetgrassteiggelder 1862,
3) Trieb- und Wiesenviertelzinsen 1862 und
4) Pachtgelder von verliehenen Grundstücken, Martinitag 1862 fällig gewesen, können in den ersten 8 Tagen noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden.
Gießen, am 18. November 1862. Der Stadt - Einnehmer:
Enders.
2889) Vom 20. d. Mts an werden nachstehende Posten, wie folgt, abgefertigt:
von Gießen nach Lauterbach um 1 Uhr Nachmittags,
„ Grünberg nach Homberg a. d. Ohm um 345 Nachmittags,
„ von Ruppertenrod nach Alsfeld um 455 Nachmittags.
Frankfurt a. M., den 13. November 1862. General-Direktion der Großherzoglich Hessischen Posten.
In Abwesenheit des General-Post-Directors: Cnyrim. Schramm.
vdt. Wilke.
2861) Die Pächter des Hospitalguts werden an die Bezahlung des Martini lauf. Jahres fällig gewesenen Bestandgeldes für 1862 hierdurch erinnert.
Gießen, am 14. November 1862.
Der Rechner: Wittich.
2894) Mit Rücksicht auf die mit dem 20. c. eintretende veränderte Abgangszeit des Gießen-Lauterbacher Wagens ist der hiesige Schalter an diesem Tage geöffnet:
von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags,
von 2 Uhr Nachmittags bis 8 Uhr Abends.
Gießen, den 18. November 1862. Großherzogliches Postamt Gießen.
Schön.
2887) An den mit dem 11. d. Mts. (Martini) eingetretenen Fälligkeitstermin der 1862r Holz- und Pachtgelder wird mit dem
Anfügen erinnert, daß demnächst das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet wird.
Hohensolms, den 13. November 1862.
Fürstlich Solmstsche Renteiverwaltung.
Münch.
Versteigerungen.
Jagdverpachtung im Forste Gießen.
2853) Samstag den 20. December 1862,
Vormittags 11 Uhr, soll im Gasthause zum Einhorn dahier die Großherzogliche Domanialjagd in den zu einem Jagdbezirk vereinten Gemarkungen Hausen und Watzenborn-Steinberg, auf eine 12jährige Bestandzeit, verpachtet werden.
Es können nur bekannte rechtliche Leute als Jagdpächter zugelassen werden, von denen eine vorschriftsmäßige Benutzung der Jagd zu erwarten steht; keine solche, die sich bereits Jagdvergehen schuldig gemacht haben, keine Fisch-, Krebs- oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen oder solche, die durch die Jagd ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstande zurückkommen würden.
Diejenigen Pachtlustigen, deren deßfall- sige Qualifikation nicht notorisch vorliegt, haben sich darüber bei dem unterzeichneten Forstamt vor der Verpachtung genügend aus- zuwcisen, gegenfalls sie vom Mitbieten ausgeschlossen werden müssen.
Gießen, am 10. November 1862.
Großherzogliches Forstamt Gießen, v. B u s e ck.
Arbeitsversteigerung zu Crumbach.
2896) Freitag den 21. d. Mts., Morgens um 10 Uhr,
soll auf dem Rathhaus zu Crumbach die
Reparatur des Pfarrhauses, bestehend in Schreinerarbeit, veranschlagt zu 52 fl-, an die Wenigstsordernden in Accord gegeben werden.
Crumbach, den 18. November 1862.
Für den evangelischen Kirchenvorstand.
I. A. :
Körner, Bezirksbauaufseher.
Verpachtung des Schloßkellers zu Gießen.
2888) Künftigen Montag, den 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,
soll im Rentamts-Büreau der Haupttheil des Schloßkellers, unter den zur Einsicht offen liegenden Bedingungen, an die Meist- bietenden öffentlich verpachtet werden.
Gießen, den 17. November 1862. Großherzogliches Rentamt Gießen.
Melchior.
Arbeitsversteigerung zu Waldgirmes. 2897) Zur Erbauung des Vicinalwegs von Waldgirmes nach Rodheim sollen auf dem hiesigen Rathhaus
Samstag den 22. d. Mts.,
Nachmittags um 1 Uhr, nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden, als:
Steinbrechen, veranschlagt zu 252 fl.
Steinfahren, „ „ 235 „
Steinaufsetzen, „ „ 32 „
Waldgirmes, den 18. November 1862.
Großherzogliche Bürgermeisterei Waldgirmes.
Körner, Bezirksbauaufseher.


