Ma nn ich faltig es.
Auszug über Ute Pianinos von Eduard Hetz in der Sächsischen Industrie-Zeitung Nr. 33 in Chemnitz vom
16. August 1861.
M. Weimar, im August. (Ausstellung musikalischer Instrumente.) Die Versammlung deutscher Tonkünstler, welche vom 4. bis 8. August hier staitfanv, gewährte auch ein industrielles Interesse, und zwar insofern, als damit eine Ausstellung musikalischer Instrumente verbunden war. Wir widmen derselben eine kurze Besprechung um so bereitwilliger, als wir in der Lage sind, einige Urtheile von Koryphäen der musikalischen Welt anführen zu können.
Aus der Fabrik von G. Schmechten in Berlin waren durch Ed. Hetz in Frankfurt a. M. zwei Pianinos ausgestellt, über deren Effert sich der größte Meister des neuern Elavierspirls, Herr Or. Franz Lißt, dahin ausgesprochen hat: „daß dieselben einen überaus Präeisen und elastischen Anschlag, sowie einen überraschend vollm, den gewöhnlichen Salonflügeln mindestens gleich- kommenden Ton haben, welcher der feinsten Klangschatlirung fähig und in allen Lagen sehr gleich sei."
Wir hatten bisher namentlich gegen Pianinos gegründete Vorurtheile, da wir noch Lin einziges Instrument gefunden haben, welches unsere Anfpiüche vollkommen befriedigte. Der Anschlag der uns früher bekannten Instrumente war gewöhnlich sehr zäh und unpräeis, der Ton war nicht nur schwach, unegal und für die Bässe gänzlich unzureichend, sondern auch die Stimmung ließ Mancherlei zu wünschen übrig. In Betreff der PianinoS von Hotz sanden wir zunächst einen überraschend vollen, runden und in allen Lagen sehr egalen Ton; der Anschlag war so Präeis und elastisch, wie man ihn nur bei Tasten-Jnstrumenten wünschen kann. Für die Sorgfalt der Verfertiger in Bezug auf die Stimmung mag der Umstand bürgen, daß das fragliche Instrument nicht nur einen halben Ton über dem Kammertöne stand, sondern auch der längere Transport und das unausgesetzte Spiel der musikalischen Autoritäten während des Festes nicht im mindesten auf Cie Reinheit der Stimmung influirte.
Die Pianinos von Graichen und von Men sing in Erfurt sind zwar gleichfalls beachtenswerthe Fabrikate, konnten aber doch die von Hetz an Tonfülle nicht erreichen; das von Graichen hatte jedoch einen angenehmen vollen; das von Mensing einen zwar angenehmen, aber schwäch er n Ton. Die beiden letzteren eignen sich mehr für Zimmer und zur Begleitung des Gesanges, während die H e tz'schen unbedenklich für Eoncertvorlräge re. zu verwerthen sind.
Endlich war noch von H öppe aus Ob er Weimar ein recht gelungener Stutzflügel vorhanden, an dem die solide Bauart und der volle angenehme Ton hervvrzuheben ist.
(E i n g e s a n d t.)
Die von Herrn Eduard Hetz aus Frankfurt a. M. hier ausgestellten Pianinos zeichnen sich besonders aus durch geschmack- volle äußere Bauart. Die innere Eonstruction der genannten Instrumente ist ganz vorzüglich und auf's Gewissenhafteste zu- sammengebaut.
Die Mechanik übetrifft alle Erwartungen, deren Eonstruction ganz vorzüglich und von großer Dauer ist. Der Ton Cer genannten Instrumente ist gleichmäßig stark und schön.
Dieses Zeugniß ertheile ich als Sachverständiger auf's Gewissenhafteste.
Marburg, den 6. September 1862.
(L. 8.) H. W. Hude,
Instrumentenmacher.
Die von Herrn E. Hetz in Alsfeld ausgestellten Instrumente zeichnen sich durch das solide und prachtvolle Aeußere, durch gleichmäßige Schönheit und Kraft des Tones in allen Regionen der Scala, sowie durch den vollendeten Mechanismus und äußerst präcife Spielart von allen mir bekannten Produkten der Instrumentenfabrikation auf das Vortheilhafteste aus. Der Unterzeich. nete hat darum auch n cht angestanden, alsbald ein Pianino, das an Stärke den Flügeln nicht nachstehen dürfte, anzukaufen. Da zudem die Preise billigst gestellt sind, so können diese Instrumente bestens empfohlen werden.
Eudorf (Großherzogthum Hessen), 2. September 1862.
H. Algeier, evangel. Pfarrer.
Copie.
Hochgeehrter Herr Körner!
Ihrem Wunsche gemäß, habe ich soeben die Pianinos des Herrn Hetz gespielt und ich muß gestehen, daß meine Erwartungen weit übertroffen wurden.
Daß die Scheel'fchen durch diese Instrumente weit übertroffen werden, unterliegt keinem Zweifel.
Ich mache Ihnen die schriftliche Mittheilung, weil Hetz in einer Stunde die Instrumente will einpacken lassen.
Marburg, den 9. September 1862.
Ihr
I. Brechnitz, Organist.
Das Original dieses Briefes besitzt Herr Kaufmann H. Körner in Marburg. Ed. Hetz.
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