Ausgabe 
15.2.1862
 
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eingelegt worden waren. Diese 7 Zuchtstuten sollen daher Mittwoch den 19. Februar l. I., Vormittags 11 Uhr, in dem Großherzoglichen neuen Hofstalle zu Darmstadt wiederholt öffentlich meistbietend an inländische Pserdezüchter versteigert werken.

Auch bei dieser Versteigerung sind die in der erwähnten Bekanntmachung Mm 14. Januar l. I. und in unserem Ausschreiben vom 20. Januar l. I. Nr. 8 des Änzeigeblattes enthaltenen Bedingungen, auf welche ausdrücklich Bezug genommen wird, maßgebend.

Auf Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern bringen wir Ließ zur Kenntniß der Pferdezüchter des Kreises. Gießen, den 10. Februar 1862. Großherzogiiches Kreisamt Gießen.

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Bekanntmachung.

Zu Vermeiknng beunruhigender Mißverständnisse wird auf Ersuchen Großherzoglichen Rentamts Gießen hiermit zur öffentliche» Kenntniß gebracht:

kaß dem Pachter des Schiffsnbergs die Verpflichtung auferlegt worven ist, bei Feuersgefahr auf dem Schiffenberg mit beiden Glocken anhaltenv zu läuten. Außerdem har derselbe an jedem Morgen bei Tagesanbruch unr an jedem Abend beim Eintritt ver Nacht das herkömmliche Geläute mit einer Glocke zu versehen."

Gießen, den 12. Februar 1862. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

K ü ch l e r.

Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachungen.

Cöln- Gießener und Oberhausen-Arnhemer Eisenbahn-Privat- Depeschen- Dienst.

238) Vom 1. Februar d. I. ab werden auch von unk nach ken Stationen: Au, Bürbach, Haiger, Dillenburg, Herborn, Sinn, Wetzlar unk Gießen, sowie von und nach ver Station Empel Staats- und Privat-Depeschen nach unk von allen Vereins - Stationen Les deutsch-österreichischen Telegraphen- Vereins, sowie nach unk von allen Preußischen Eisenbahn - Telegraphen - Stationen, welche in rem betreffenden Verzeichnisse des in Berlin erschcinenten Eisenbahn-, Poft- und Dampfschiff-Coursbuches aufgeführt sind, zur Beförderung angenommen.

Die Tarife sink in den Bureaux der Bahnhofs-Jnspectoren der vorgenannten Stationen einzusehen.

Cöln, den 29. Januar 1862.

Die Direktion der Cöln - Mindener Eisenbahn - Gesellschaft.

Die Erziehung und Verpflegung eines Waisenknaben.

260) Ein zwölfjähriger ' Waisenknabe soll anverweit in Erziehung unk Pflege ge­geben werken. Familien, welche denselben zu übernehmen gedenken, wollen ihre Auer- bietungen hier abgeben.

Die Vergütung, welche halbjährig gezahlt Wirk, beträgt 50 fl. für das Jahr.

Gießen, den 3. Februar 1862.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

. _______ I. V. d. B.: _

Weikig, Beigeordneter.

Cöln Gießener Eisenbahn.

270) Für die nächste Zeit vis auf Wei­teres wird ccr um 5 Uhr 15 Minuten von Gießen abgehende Personenzug nur bis Dillenburg gehen und ver von Deutz kom- menve Schnellzug für vie Strecke Betzvorf- Diüenburg aussallen.

Cöln, den 3. Februar 1862.

Die Direktion der Cöln-Mindener Eisenbahn - Gesellschaft.

Ediclalladung.

182) In Sachen des Jacob Kraus­grill zu Niever-Weisel, Klägers, gegen Ludwig Velten von Lang-Göns, der­malen in Australien, Beklagten, wegen Forderung,

wird dem unbekannt wo? abwesen­

den Beklagten hierdurch eröffnet, daß der Kläger unter dem 13. Januar l. I. eine Klage »hier einreichte, worin er den Kauf- preis für einen ihm am 1. October 1860 verkauften Golvminen-Antheil in Australien mit vierhundert achtzig Gulken nebst 5 pCt. Zinsen vom 1. Januar l. I. und Ersatz ker Prozeßkosten in Anspruch nimmt. Die Einsicht der Klage ist in der Registratur unterfertigten Gerichts gestattet und ergeht an den Beklagten die Aufforderung, sich darauf innerhalb einer Frist von neun Mona­ten selbst oder vurch einen genügend Bevoll­mächtigten, bei Meidung der Annahme des Eingeständnisses des thatsächlichen Inhalts und des Ausschlusses mit Einreden, zu er­klären. Weitere Verfügungen in dieser Sache werden nur durch den Anschlag an die Gerichtsthüre bekannt gemacht.

Gießen, den 21. Januar 1862. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Bott,

Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Versteigerungen.

Holzversteigerung im Gießener Stadt­walde.

290) Montag, Dienstag und Mittwoch den 17., 18. und 19. Februar 1862, jedesmal von Morgens 9 Uhr an, wird in dem Gießener Stadtwalde, Di- stritt Strangswiese, nachverzeichnetes Holz

öffentlich meistbietend versteigert werden, nämlich:

50 Stecken Kiefern-Scheidholz,

87 Prügelholz,

Hl'/« Stockholz,

4425 Wellen Rcisholz,

2% Stecken Fichten-Scheibholz,

1 Prügelholz,

135 Stockholz,

5825 Wellen Reisholz,

269 Fichten-Stämme von 620" Durch­messer und 5090' Länge 20929 Cubikfuß enthaltend,

729 Kiefern - Stämme von 5"/218" Durchmesser und 4080' Länge 29839 Cubikfuß enthaltend.

Das Holz liegt am Vicinalweg von Anne» rod nach Steinbach und kann nach allen Richtungen hin auf chaussirten Wegen weg­gebracht werden.

Die Zusammenkunft ist bei der Strangs­wiese.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johanni d. I. gestattet.

Am ersten und zweiten Tage wird das Bauholz und am dritten Tage das Brand- Holz versteigert.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 6. Februar 1862.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V. d. B.:

W ei di g, Beigeordneter._______

Verpachtung.

315) Folgendes, dem Kaufunger Stifts- fonds zustehenve Gelände, als:

3 Morgen 139 Klafter Wiese am Hamm, bei der Sauerbier'schen Mühle dahier, und

y4 Morgen alten Maaßes Grabland auf den Bleichgärten, zwischen der Lahn und dem Lohmühlsbache^

soll Montag den 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,

auf dahiesigem Rathhaus auf 6 Jahre öffent­lich verpachtet werden.

Gießen, den 10. Februar 1862.

C. Fuhr.