Ausgabe 
31.7.1861
 
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Feldstrafen - Erhebung bei dem Rentamt Gießen.

1756) Die Felvstrafen von ter III. Pe­riode 1. I. können vom 1. bis 15. k- MtS. an den Zahltagen : Dienstags und S a m» stags, ohne Kosten bezahlt werden.

Gießen, den 30. Juli 1861. Großherzogliches Rentamt Gießen.

Melchior.

Edictalladung.

1487) In Sachen der Ehefrau des Stadtsecretärs Daniel Mütze, Emilie, geborne Schäfer von hier, Klägerin gegen den Bäckermeister Ludwig Justi und dessen Ehefrau Elisa bet ha, geborne Klein von hier, jetzt unbekannt wo? abwesend, Verklagte, wegen Kaufgeldsforderung, wird den nach vorgelegter Bescheinigung in un» bekannter Ferne abwesenden Verklagten nach­stehende Klage:

Marburg, am 22. Juni 1861.

Klägerin erscheint in Person und stellt vor: die Verklagten haben am 11. Mai 1839 nachfolgende in hiesiger Gemarkung gelege­nen Grundstücke:

A. 23 % Ar. 15% Ruthen Erbwiese am Ordenberg, 231 18% Ruthen Garten

24 i daselbst,

von meinem Großvater Conrad Hein­rich Eberhard dahier nach gerichtlich bestätigtem Kaufvertrag, den ich hiermit in Anl. A überreiche, für 250 fl. oder 138 Rthlr. 26% Sgr. gekauft und das Kauf- gcld auf '/«jährige Vorauskündigung zu zahlen versprochen.

Conrad Heinrich Eberhard ist verstorben und von seiner einzigen Tochter Elise, Kaufmann Rupperius Schäfer Ehe­frau , meiner Mutter, nach Gesetz allein beerbt. Diese hat als Erben drei Kinder hinterlassen, mich, meine Schwester Bertha und meinen Bruder Otto, und haben mir diese Letztern beiden das Kaufgeld am 12. d. MtS. cedirt.

Die Verklagten, denen Capital erfolglos gekündigt ist,'sind nach der Bescheinigung Anl. B unbekannt wo? abwesend und klage ich deshalb mit der Bitte:

die Verklagten öffentlich zu laden und zur Zahlung des Kaufgeldes von 138 Rthlr. 26% Sgr. unter Aner­kennung eines gesetzlichen Pfandrechts an dem Kaufobject und zur Erstattung der Kosten schuldig zu sprechen.

Beweis trete ich an durch die Anl. A und B und des Gen. W und H Prot. von Marburg V. Bl. 173, aus welchem letzter» ich den Uebergang der Kaufgelder auf mich anher zu registriren bitte.

Es wird anher bemerkt: daß das Kauf­geld der 250 fl. der Klägerin dortfelbst als Gläubigerin übertragen ist.

Zur Beglaubigung Pfeiffer

mit der Auflage mitgetheilt, sich darauf im Termin,

den 21. October d. I., Morgens 10 Uhr, beim Rechtsnachtheile des Eingeständnisses und des Ausschlusses zu erklären, und dient denselben zugleich zur Nachricht, daß alle weiter in dieser Sache ergehenden Verfü­gungen nur durch Anschlag am Gerichtsbret werden bekannt gemacht werden.

Marburg, am 24. Juni 1861.

Kurfürstliches Justizamt I.

Henckel, Amts - Assessor.

vdt. Pfeiffer, Actuar.

Versteigerungen.

Versteigerung von Weißbinderarbeit bei der Stadt Gießen.

1755) Donnerstag den 1. August 1861, des Vormittags 9 Uhr,

soll auf hiesigem Rathhausc das Anstreichen von 8 Subsellien, 1 Schrank, 1 Tisch und 48 Fuß Hakenleisten, veranschl. zu 23 fl. 16% fr., an den Wenigstnehmenden ver­geben werten.

Gießen, den 30. Juli 1861.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Ebel.

Pflasterarbeit (ohne Materialien), veranschlagt zu..... 882 fl.

Chaussirarbcit (ohne Materialien), veranschlagt zu.....315

unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bevingungen, an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert wer­den. Alsfeld, am 22. Juli 1861.

Großherzogliches Kreisbauamt Alsfeld. ________________Busch._____________

Versteigerung von Bauarbeiten.

1752) Donnerstag den 8. August l. I., Morgens 9 Uhr,

sollen in dem Promenadehause dahier folgende zur Erbauung einer Turnhalle erforderlichen Arbeiten, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Wenigstnehmenden in Accorv gege­ben werden, als:

Maurerarbeit, veranschl. zu 3932 fl. 1 fr.

Zimmerarbeit, 1876 14

Schreinerarbeit, 1412 58

Schlofferarbeit, 2021 13 ,,

Glaserarbeit, 329 34

Weißbinderarbeit, 768 37

Voranschläge, Zeichnungen und Verstei­gerungsbedingungen können von heute an in der Wohnung des Herrn A. Naumann eingesehen werden.

Main Weser-Bahn.

1762) Der diesjährige Ertrag der Korb- weiden soll

Montag den 5. August 1. I.

an die Meistbietenden versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist Vormittags um 9 Uhr an der Brücke bei Ruttershausen, und des Nachmittags um 3 Uhr am Wärter­haus 165, in der Nähe des RovbergeS, Gemarkung Gießen.

Gießen, den 30. Juli 1861.

Der Großherzogliche Bahn - Ingenieur des Bahnbezirks Gießen:

Hochgesand.

1759) Montag den 5. August, Nachmittags 5 Uhr,

soll ein dem Heinrich Hellmold II. gehören­der Acker, am Buchwege gelegen und mit Erbsen besamt und Kartoffeln bepflanzt, an Ort und Stelle mit der Erndte als Erb- und Eigenthum versteigert werden, wozu man Steigliebhaber mit dem Bemerken einladet, sich um die bestimmte Stunde an dem Via- ducte einzufinven.

Gießen, den 30. Juli 1861.

In Auftrag:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Versteigerung von Pflasterarbeit ic.

1714) Donnerstag den 1. August l. I-, Vormittags 10 Uhr,

sollen im Gasthaus zum weißen Roß in Schlitz folgende zur Herstellung der Fahrbahn, des Gossen- u. Banquetpflasters in den Orten Uellershausen und Hartershausen auf der Straße von Schlitz nach Fulda er­forderlichen Arbeiten, als:

Gießen, den 30. Juli 1861.

Der Vorstand des Turn-Vereins.

1746) Mittwoch den 31. Juli, Nachmittags 3 Uhr,

soll von mehreren Aeckern die Erndte, be­stehend in Korn, Waizen, Hafer und Erbsen, versteigert werden und ist die Zusammen­kunft am Seltersthore bestimmt.

Gießen, den 26. Juli 1861.

C. Weidig.

Feilgedotenes.

1760) Gute Frühkar t offeln, die halbe Meste zu 15 fr., sind zu verkaufen.

Schmiedmeister Unverzagt.

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