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dem 1. Juni 1860 und ein älterer Rest von 1 Thlr. 17 Sgr. zurück.

Die Kündigung ist vor länger als einem viertel Jahr an die mitver- klagte Ehefrau erfolgt, dem mitver- klagten Ehemann gegenüber konnte sie dagegen nicht geschehen, weil dieser sich von Ellnhausen vor mehr als 3 Monaten entfernt hatte, und sein Aufenthalt unbekannt war. Ich bitte, indem ich Beweis durch Anlage A und durch Eidesvelation antrete:

die Verklagten solidarisch zur Zah- lung der 188 Thaler mit Zinsen zu 5% vom 1. Juni 1860 und einem älteren Rest von 1 Thaler 17 Sgr. zu verurtheilen; auch das mir dieserhalb an dem in der Ob­ligation erwähnten Grundvermögen eingeräumte Pfandrecht anzuerken- nen ref. exp."

wird dem mitverklagten Justus Sauer, dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, hier­durch öffentlich mit Der Auflage mitgetheilt, sich darauf im Termin

den 5. März 1861, Morgens 10 Uhr Contumazirzeit, bei Meivung des Aus­schlusses und Nachgebens zu erklären und Beweismittel für seine Behauptungen an­zugeben.

Die Anlage der Klage kann derselbe im Actuariate des unterzeichneten Gerichts ein» sehen unv dient ihm zur Nachricht, daß alle weitere Verfügungen und Bescheide ihm nur durch Anheften im Gerichtslocal bekannt gemacht werden.

Marburg, am 19. November 1860. Kurfürstliches Justizamt II.

Scheuch.

vdt. Klöffler, k. A.

Oeffentliche Aufforderung.

129) Alle Forderungen an Johannes Herrmann's Eheleute von der Hecken­mühle bei Endbach sind, im betreffenden Falle gehörig specificirt, binnen 14 Tagen sogewiß dahier anzuzeigen, als sie sonst bei dem eingeleiteten Schuldenwesen nicht berück­sichtigt werden können.

Gladenbach, am 21. Januar 1861. Großherzogliches Landgericht Gladenbach.

Sehrt, Eckstorm, Landrichter. Landger.-Assessor.

Besondere Bekanntmachung.

130) Der Pfandschein Nr. 43538 ist angeblich verloren worden. Etwaige An­sprüche an denselben müssen innerhalb 14 Sagen dahier zur Anzeige gebracht werden.

Gießen, den 24. Januar 1861.

Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil.

Versteigerungen.

Versteigerung von Straßenarbeiten.

116) Die zur Unterhaltung der Staats­straßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1861 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechen, der Beifuhr, dem Auf- setzeu und dem Zerschlagen der Steine, sollen an nachbenannten Tagen und Orten an die Wenigstnehmenden versteigert werden, und zwar:

I. Montag den 28. Januar, Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehaus zu Lang-Göns, für den Bezirk des Bauaufsehers Weller (Straße von Großen-Linden Über Lang-Göns);

II. Dienstag den 29. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Klein-Linden in dem Hause des Wirths Rinn, für den Bezirk des Bauaufsehers Weller mit Ausnahme obiger Straße, für den Bezirk des Bauaufsehers Schmitt und für den Bezirk des Bauaufsehers Fink von Abtheilungs-Nummer 4 bis 22 der Straße nach Lich;

III. Mittwoch den 30. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Steinbach im Gasthaus zum Ritter, für den Bezirk des Bauaufsehers Fink von Abtheilungs-Nummer 22 bis 40;

IV. Donnerstag den 31. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Lich im Gasthaus zum Engel, für die Straße von Steinbach über Lich gegen Langs­dorf und für die Straße vom Hessenbrücker Hammer über Lich bis Nr. 226 im Klo- sterwalv;

V. Freitag den 1. Februar, Vormittags 10 Uhr, zu Eberstadt in dem Hause des Wirths Gerlach, für die Straße von Abtheilungs- Nummer 226 im Klosterwald über Eber­stadt und Ober-Hörgern bis Abtheilungs- Nummer 253,3;

VI. Montag den 4. Februar, Vormittags 10 Uhr, zu Lollar in dem Gasthaus zur Krone, für den Bezirk des Bauaufsehers Erb;

VII. Dienstag den 5. Februar, Vormittags 10 Uhr, auf der Gansenburg, für den Bezirk des Bauaufsehers Nürnberger;

VIII. Mittwoch den 6. Februar, Vormittags 10 Uhr, zu Rodheim in dem Hause des Wirths Carl Schlierbach, für den Bezirk des Bau­aufsehers Kramer.

Die resp. Großherzoglichen Bürgermeiste­reien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders be­kannt machen zu lassen.

Gießen, den 22. Januar 1861.

Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel.

Fruchtversteigerung.

131) Die dem Äaufunger Stiftsfonds zugehörigen Früchte, als:

56 Malter Korn und

48 Hafer

sollen

Donnerstag den 31. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf da hiesig em Rathhaus öffentlich verstei­gert werden.

Gießen, den 24. Januar 1861.

C. Fuhr, Hofgerichts-Avvocat.

Holzversteigernng.

118) Freitag den 1. Februar d. I., von Vormittags 10 Uhr an, läßt die Gemeinde Großen-Buseck aus ihrem Walde, und zwar aus dem Districte Wellers- loh, folgendes Holz öffentlich meistbietend versteigern, als:

46 Stecken Buchen-Prügelholz,

1 Eichen-

15 Buchen-Stockholz,

1 Eichen-

Die Versteigerung geschieht an Ort und Stelle.

Großen-Buseck, den 21. Januar 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei

Großen-Buseck.

Müller.

Feilgedotenes.

114) Eine neue Sendung Gold- und Silber-Litzen, Borden, Franzen und Quasten für Masken-Anzüge, sowie alle Sorten Larven, habe ich erhalten; ferner eine große Auswahl in Ballkränzcn, Ballbouquets, Coiffuren re., und empfehle solche billig.

_____________________I. H. Fuhr.

93) Kreppel,

täglich frisch, bei

August Noll, im Stern.

121) Die rühmlichst bekannten

Rettig - Bonbons

für Husten und Brustleiven, von Joh. PH. Wagner in Mainz, empfiehlt

Carl Münch, am Kreuz.

135) Alle Sorten englische Weber­und Strickgarne empfiehlt

L. Iah reis.

Für Oeconomen.

120) Dickwurz-, Kartoffel- und Schrot-Mühlen, in verschiedenen Größen vorräthig; auch werden Heckselschneid- Maschinen auf Bestellung gefertigt in der mechanischen Werkstätte von

Chr. Vaubel.