Ausgabe 
24.7.1861
 
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i. E. Z. Glaser: tähier v. m. Fam. lbach. rn. Emil

für die

Stadt und den Kreis Gießen.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 36 fr., für Auswärtige, incl. Postaufschlags 2 fl. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1).

A.S. Mittwoch den 24t. Juli 1861.

Die Polizcitaren für den Kreis Gießen bleiben unverändert.

Mmtticher T h e i l.

Zn Nr. K. G. 4051.__- Giessen, am 16. Juli 1861.

Betreffend: Das Ausdingen und Lossprechen der armen Lehrlinge.

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an

die GroßherMlichen Bürgermeistereien und die Vorstände der Zünfte.

Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat durch Erlaß vom 10. d. Mts. zu Nr. M. d. I. 7680 auf unseren An­trag verfügt:

daß das Aufvingen und Lossprechen armer Lehrlinge stets ganz unentgeltlich zu geschehen hat, und daß dieser Grund- satz auch nicht damit umgangen werden darf, daß die betreffenden Meister für die Aufding- und Lossprcchgelver haftbar erklärt werden."

Wir setzen Sie hiervon mit der Weisung in Kenntniß, strenge auf Befolgung dieser Vorschrift zu achten.

K il ch l e r.

Gerichtliche und privat-Bekanntmachungen.

Edictaltsdung.

1700) Nachdem Großherzogliches Hof­gericht der Provinz Oberheffen über das Vermögen des Bierbrauers Wilh. Heyer von Gießen den förmlichen Concursprozeß erkannt hat, werden hiermit Alle, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an den­selben zu bilden haben, aufgefordcrt, die­selben sogewiß im Liquidationstcrmin

Montag den 23. September l. I., Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gerichte anzumelden und zu begründen, als sonst ihr Ausschluß von der Concursmasse stillschweigend erfolgt.

Zugleich soll im genannten Termin auch ein Arrangement versucht, und im Falle des Mißglückens deffelbcn ein curator bo­norum definitiv bestellt werden, wobei die Minderheit der Gläubiger an die Beschlüsse der Mehrheit gebunden ist.

Gießen, am 19. Juli 1861.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Mühl, l)r. A. v. Grölman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Versteigerungen.

1685) Donnerstag den 25. Juli 1861, Vormittags 10 Uhr,

soll die Waizenerndte von einem, Stück Land auf der Stcphansmark, zunächst dem Neuen­weger Thore, an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden.

Gießen, am 19. Juli 1861.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________Ebel._____________ 1701) Die Lieferung von 24 Pfund wollenem Garn zu Strümpfen für die Hospi- taliten soll nächsten

Donnerstag, den 25. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, int Hospital dahier öffentlich versteigert wer­ben. Gießen, den 22. Juli 1861.

Der Rechner der Armenkasse: Wittich.

1663) Montag den 29. d. Mts., des Mittags um 12 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Watzen­born folgende Arbeiten am Vicinalwegbau

von Steinberg nach Gießen einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werben, als:

125 laufbe. Klafter zu chaussi-

ren, veranschlagt zu . . 225 fl fr.

Maurerarbeit bei Erbauung eines Durchlasses daselbst, veranschlagt zu ... 43 51 Watzenborn, den 15. Juli 1861.

Großherzogliche Bürgermeisterei Watzen­born und Steinberg.

I. A.:

Gerhard, Bczirksbauaufseher.

Vergebung von Weißbliiderarbeit. 1664) Montag den 29. b. Mts., des Mittags um 12 Uhr, soll auf dem Gemeindehause zu Watzenborn die zu 62 fl. 33 fr. veranschlagte Weiß- binderarbeit an dem Pfarrhause daselbst, unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, vergeben werden. Watzenborn, den 15. Juli 1861.

In Auftrag des Kirchenvorstandes: Gerhard, Bczirksbauausscher.