Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Edictalladung.

2893) lieber den überschuldeten Nach­laß der verstorbenen Gerhard Hof- mann's Wittwe zu Mainzlar ist Coneurs erkannt.

Forderungen und Ansprüche aller Art an denselben sind bis

Montag den 24. Februar k. I. bei Vermeidung des sonst stillschweigend ein- tretenven Ausschlusses derselben von der Con- eursmasse dahier anzumelden und desfallsige Vorzugsrechte bis dahin bet Vermeidung der Nichtberücksichtigung dahier anzuzeigen und zu begründen.

Zugleich soll in dem anberaumten Ter­min ein Vergleich zwischen den Gläubigern über die angemeldet werdenden Forderungen und angesprochen werdenden Vorzugsrechte, beziehungsweise über die Rang-Ordnung, in Welcher die Gläubiger aus der Masse zu befriedigen seien, versucht und über die fernere Behandlung des Concurses insbe­sondere die Wahl eines Massecurators und geeigneten Falls eines Gläubiger-Ausschusses, Beschluß gefaßt werden und werden jammt- liche Gläubiger aufgefordert, zur Verhand- lung hierüber in Person oder durch gehörig Bevollmächtigte in dem Termin zu erschei­nen, widrigenfalls sie als den Beschlüssen der Mehrzahl der erschienenen Gläubiger, auch in Rücksicht eines etwa zu Stande kom­menden Vergleichs, beitretend angesehen werden.

Gießen, am 14. December 1861.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

Ploch, Hellmann, Landrichter. Landger.-Assessor.

Besondere Bekanntmachung.

2692) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Sparkasse ange­legten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine fest- gesetzt, und zwar

Vormittags von 7 bis 12 Uhr:

1) Samstag den 21. December,

2) Dienstag „ 24. „

3) Samstag „ 28. „

4) Dienstag „31. „

Die Interessenten werden daher aufge- fordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor­zeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren.

Zugleich wird noch bemerkt, daß die auf den Dienstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die auf Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 27. November 1861.

£er Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr.

Versteigerungen.

2885) Die zur Concursmasse des Bier­brauers WilhelmHeyer dahier gehörige Brauerei nebst Zugehör, Wohn-, Wirth, schafls- und Oeconomiegebäuden, Gärten, Aecker und Wiesen sollen

Mittwoch den 15. Januar 1862, Vormittags 10 Uhr, insgesammt durch das unterzeichnete Gericht an Ort und Stelle der öffentlichen Ver­steigerung ausgesetzt werden.

Die Hauptbestandtheile dieses, die H e p e r'- schc Hardt genannten und nur 20 Minu­ten von Gießen entfernten Etablissements sind: das Brauhaus, enthaltend die Brauerei mit einem größeren Sutwerke von 22 Ohm und einem kleineren von 7 Ohm, entsprechendem gußeisernem Maischbottig, Gährgefäßen, gußeisernem Kühlschiffe u. s.w., Malzweiche für 40 Malter mit entsprechen- Dem Malzkeller, Bodenräumlichkeiten und Darre, verschiedene sonstige Brauutmsilicn, vier zusammenhängende F e l s e n k e l l e r mit Raum für 1500 Ohm.

Unmittelbar an die Brauerei schließen sich an: eine große Faßhalle, dann die Wohn- und Oeeonomiegebäude, letztere be­stehend in Ställen für 16 Stück Rindvieh, eitlem Stalle für 4 Pferde, fünf Schwein­ställen, einem Holzstalle und einer Scheuer mit daran stoßenden weiteren Wohnungs­räumlichkeiten; ein großer Garten mit den zum Betriebe einer Som m erwir t h sch aft geeigneten Einrichtungen und Gebäulichkei­ten, in schöner Lage und eine weite Aus- sichk iu die Umgegend von Gießen und in das Lahnthal gewährend; endlich ein Ge­müsegarten und circa 12 Morgen Wiesen und Ackerland, größten Theils zusammen­hängend.

Auch die vorhandenen Fässer, circa 1200 Ohm, werden mitversteigert.

Die Gebäulichkeiten, massiv von Steinen aufgeführt, sind sämmtlich noch neu und in gutem baulichen Zustande, alle Brauuten­silien sind wohl erhalten und, wie über­haupt die Gesammteinrichtung, von zweck­mäßiger Beschaffenheit.

Kaufliebhaber, welche nähere Auskunft, namentlich auch über die Versteigerungsbe- dingungen zu erhalten wünschen, können sich dieserhalb an den Dirigenten des Gläubi­gerausschusses, Hofger.-Advoeaten Rosen­thal dahier, oder an den Masseeurator, Max Pilger dahier, wenden.

Gießen, den 14. December 1861.

Grvßherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr. A. Grolman, Stadtrichter. Stadtger. - Assessor.

Lieferungen in das Bezirks-Gefängniß betreffend.

2874) Arn Freitag, dem 27. December l. I., Vormittags 8 Uhr,

soll in dem Local des Großherzoglichen

Stadtgerichts dahier die Lieferung der für das hiesige Bezirks-Gefängniß im Jahre 1862 erforderlichen Bedürfnisse, als:

des Brodes, Holzes, Strohes, Oels, ter Besen, Kleidungsstücke, Hemden, Schuhe Teppiche und Strohsäcke, sowie das Klei«.' machen des Holzes; ferner des warnten „ Essens für israelitische Gefangene k.. öffentlich an den Wenigstnehmenten verae. ben werden. Bemerkt wird, daß Nachqe. bote nicht berücksichtigt werden können

Gießen, am 17. December 1861.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

______________Muhl.

Holzversteigeruna.

2886) Montag den 23. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Walde der Gemeinde Großen. Buseck, District Hohcr-Berg, folgende Holt. Sortimente versteigert werden, als:

102% Stecken Buchen-Schcidholz,

15 n n Prügelholz,

46 „ „ Stockholz,

1 /« ,, Eichen- „

2200 Wellen Buchen-Reisholz,

150 „ Eichen- „

175 „ Nadel- „

6 Eichen-Stämnte von 20 bis 35 Fuß Länge und 6 bis 10 Zoll Durch, rneffer,

4 Birken-Stämme von 24 bis 50 Fuß Länge und 7 bis 10 Zoll Durch­messer,

2 Kiefern-Stämme von 24 und 35 Fuß Länge und 9 und 10 Zoll Durch, messet-.

Großen-Buseck, den 19. December 1861.

Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck.

Müller.

F r i l g e b o t e n e s.

2908) Neue Sendungen von weißen und farbigen Bett- und Reise-Decken, Pferde- und Fußteppichen, sowie auch Teppichzeugen, empfiehlt

L. I a h r e i s, am Marktplatze.

2907) Soeben empfing ich eine Parthie frische Schellfische von Bremen, welche ich bestens empfehle. C. W. Dietz, __am Markt.

2906) Feinstes Vorschuß-, sowie alle übrigen Sorten Weiß- und sehr schönes Gries-Mehl, empfiehlt zu den billigsten Prei­sen-__________Emil Noll, Löwengasse.

E Gummischuhe, beste Qualität, empfiehlt billigst ___Georg Lüdeking.

2439) Ein Clavier ist zu verkaufen Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts.