2747) Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe des Jahres Hunde an- oder abgeschafft haben, werten darauf aufmerksam gemacht/ daß Vie vetzfallsigen Declarationen bis zum 31. December d. I. bei Der unter- zeichneten Stelle entweder schriftlich oder mündlich geschehen müssen. Abmeldungen nach Dem 31. December finden bei Auf­stellung der Hundesteuerliste für 1882 keine Berücksichtigung.

Gießen, een 3. December 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. B. d. B.:

Weidig, Beigeordneter.

Edictalladungen.

Oeffentliche Ladung!

2762) Die Katharina Winter aus Weiershausen, Justizamts-Bezirk Marburg, deren dermaliger Aufenthaltsort unbekannt ist, wird zur Vernehmung in einer Unter­suchungssache als Auskunftsperson

auf Den 24. d. Mts., Morgens 9 Uhr, nochmals öffentlich geladen, vor unterzeich- netem Justizamte zu erscheinen.

Die Ortsvorstände und alle öffentliche Diener, welche über den Aufenthalt der re. Winter Kenntniß haben, werden ersucht, diese mit dieser Ladung bekannt zu machen, und den Aufenthaltsort an unterzeichnetes Gericht mitzutheilen.

Marburg, am 4. December 1861. Kurfürstliches Justizamt L Henckel.

vdt. Roemheld.

Oeffentliche Bekanntmachung.

2633) In Sachen

der Elisabetha, Ehefrau des Conrad Bech- linger von der Bieber, Klägerin

gegen

ihren unbekannt wo? abwesenden Ehemann, Beklagten,

Ehescheidung betreffend, wird Die von Größherzoglichem Hofgerichts- ADvocaten Dr. Muhl dahier, als Anwalt der Klägerin, bei uns eingereichre Klage, also lautend:

Die rubricirten Litiganten gehören nach Anlage 1 der evangelischen Kirche an und wurden am 21. Oetober 1858 ehelich getraut. Der Ehemann hat sich jedoch schon am 16. Juli 1859 heim- sich von seiner Ehefrau entfernt und es ist seit dieser Zeit nach Anlage 2 keine Kenntniß von seinem Aufenthalte nach Bieber gelangt. Wegen dieser bös- lichen Verlassung verlangt seine Ehe- frau Trennung der Ehe vom Bande und sie hat mich laut Anlage 3 mit Er- Hebung der geeigneten Klage beauftragt."

Ich bitte demgemäß,

den Beklagten edictaliter zur Erklä­rung auf diese Klage unter dem ge­hörigen Präjudize aufzufordern und hiernach unter Verurtheilung desselben

in alle Kosten die Ehe der Litiganten vom Bande zu trennen.

Gießen, den 6. November 1861." dem Beklagten, dessen Aufenthaltsort dahier unbekannt ist, durch Einrücken in öffentlichen Blättern mit der Auflage mitgetheilt, sich hierauf innerhalb 60 Tagen vom ersten Erscheinen dieser Bekanntmachung in öffent- lichen Blättern gerechnet so gewiß dahier zu erklären und etwa ihm zustehenve Ein- reden geltend zu machen, als er sonst, unter Ausschluß hiermit, des thatsächlichen Inhalts Der Klage für geständig erachtet und nach Antrag gegen ihn erkannt werden wird.

Gleichzeitig wird dem Beklagten eröffnet, daß jede weitere in dieser Sache ergehende gerichtliche Verfügung durch 14tägigen An­schlag an Die GerichtSthüre als ihm publi- cirt angesehen werden soll.

Gießen, am 14. November 1861.

Großyerzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, v. R o t s m a n n, Stavtrichter. Stavtger. - Assessor.

Versteigerungen.

Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen.

2812) Montag Den 16. December 1861, Vormittags 9 Uhr,

sollen auf dem Rathhause nachfolgende, für das Jahr 1862 bei der Stadt Gießen nöthigen Arbeiten öffentlich versteigert wer­den , nämlich:

das Brechen von Steinen, veranschlagt zu . . - 153 fl. fr.

das Anfahren derselben, ver­

anschlagt zu ... - 527 das Aussetzen derselben, ver­

anschlagt zu . . - - 33 das Klopfen derselben, ver­

anschlagt zu ... - 837 30 das Reinigen Der Straßen

und öffentlichen Plätze in

Der Stadt, veranschl. zu 229 6 Ofenputzerarbeit, veranschl.

zu.......33 42

Handarbeit, bestehend im

Reinigen von Schulsälen und Abtritten bei den Schulen, veranschlagt zu 40 Die bei Der Stadt im Taglohn nöthig werdenden Fuhr- und Handarbeiten, das Anfahren und Kleinmachen des Hol­zes für die Stadt.

Die Kostenvoranschläge können vorher aur unserem Büreau eingesehen werden.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden veröffentlichen zu lassen.

Gießen, den 9. December 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V. d. B.: Weidig, Beigeordneter.

2753) Der Preußische Antheil der mit dem Hauptmann von Düring zu Frie- delhausen gemeinschaftlichen Lahnfischerei auf

einer Strecke des Distrikts 1, nämlich vom Grenzstein Nr. 1 bei Ovenhausen bis zum Einfluß der Salzböte in Die Lahn, sodann zwischen Der Koppelfischerei Nr. 1 und 2 und im Mühlreich zu Odenhausen, ferner die Lahnfischerei in Der Gemarkung Wismar und Launspach, sollen

Dienstag Den 17. December l. I.

[ auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle i auf weitere 9 Jahre an den Meistbietenden ! verpachtet werden.

Wetzlar, den 3. December 1861. Königliche Forstkaffe.

Hainbach.

Pferde - Versteigerung.

2799) Freitag den 20. 1. Mts., Vormittags 11 Uhr,

sollen auf dem Brande dahier sechs bis sieben, sowohl zum Reiten, als zum Fahren brauchbare Pferde, einer freiwilligen öffent­lichen Versteigerung an den Meistbietenden ausgesetzt werben.

Es befindet sich unter denselben ein zwei­jähriges Percheron-Hengstfohlen.

Sämmiliche Pferde sind sowohl Tags vorher, als in Den der Versteigerung vor­angehenden Stunden in dem hiesigen Uni« versiiäts-Marstalle zur Besichtigung aus­gestellt. Gießen, Den 9. December 1861.

Feilgebotencs.

2796) Frische Malaga-Citrone» und Capern; Schellfische, Bük- kinge, Caviar, Laberdan, Sardellen und Häringe, feinsten schwarzen und grünen Thee, Vanille und Zimmel, Arrac de Batavia, Rum de Jamaica, Punsch-Essenz, spanische, französische nnd Rheinweine, Göttinger Wurst, Schweizer und Limburger Käse bei ________________Hch. Ferber. g Gummischuhe, beste Qualität, empfiehlt billigst

Georg L ü d e k i n g.

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ist wieder angekommen bei

G. Ehr. Spruchs

2732) Mein Lager in feinen Porte- feuilles-Waaren empfehle ich mit Dem Be­merken, daß sämmiliche Gegenstände zum Fabrikpreise verkauft werden. Auch empW ich eine große Auswahl aller Arten Meßet und Scheeren zu den billigsten Preisen.

I. Th. Haubach, Seltersweg, Nr. 151.___

2759) Von der rühmlichst bekannte«

Chocolade,

mit und ohne Gewürz, von C. W- Lang in Darmstadt, habe ich wieder neue dW6 düng erhalten. Carl Fr em-