Da nun die nächsten bekannten Erben der Ehefrau des Karl Klanz, geborne Dechert, um Ausantwortung unv Verthei- lung des Vermögens gebeten haben, so Werden hiermit die letztere, oder deren nächsten Erben, sowie Alle, welche glauben, an den fraglichen Nachlaß rechtliche Ansprüche bilden zu können, aufgefordert, so gewiß binnen 60 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in öffentlichen Blättern an gerechnet, bei unterzeichnetem Gerichte sich zu melden, als sonst das Vermögen unter die nächsten Berechtigten, die sich angemeldet haben, vertheilt werden wird.
Gießen, den 24. Mai 1860.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
1328) Johann Friedrich Wieß- mann von Königsberg, Sohn des Daniel Wießmann und dessen Ehefrau Elisabetha, geborne Will, geboren den 5. October 1785, hat sich vor langer Zeit von seiner Hei- math entfernt, ohne von seinem Aufenthalte Nachricht gegeben zu haben, oder daß dieser sonst bekannt geworden wäre, weßhalb dessen zurückgelassenes Vermögen bisher gerichtlich verwaltet wurde.
Da nun Johann Friedrich Wießmann jetzt das 70. Lebensjahr zurückgelegt haben würde, so wird auf Antrag dessen Verwandten dieser oder dessen etwaige Leibeserben hiermit aufgesordert, so gewiß binnen 3 Monaten sein in circa 566 fl. 28 fr. bestehendes Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls er für verschollen erklärt und das Vermögen den sich legitimirenden Verwandten gegen Caution behändigt werden wird. .
Gießen, den 14. Mai 1860. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Bott,
Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
Besondere Bekanntmachungen.
Mai» - Weser - Bahn.
1639) Sonntag den 1. Juli l. I. wird aus Veranlassung des in Friedberg stattfindenden Sängerfestes ein
Cxtrazug
mit Personenwagen III. Elaffe von Friedberg nach Gießen befördert;
derselbe fährt ab in Friedberg um 10 Uhr Abends,
„ „ „ „ Nauheim um 10 Uhr
9 Minuten Abends, „ „ „ „ Butzbach um 10 Uhr
28 Minuten Abends, „ „ „ „ Lang-Göns um 10 Uhr
46 Minuten Abends, und kommt an in Gießen um 11 Uhr Abends.
Gießen, den 29. Juni 1860.
Der Großherzogliche Bahnhofs - Inspektor der Station Gießen: Hochgesand.
Die Vertheilung der Linsen des Hastischen Vermächtnisses.
1634) Wer aus obigen Zinsen eine Unterstützung wünscht, hat dieses auf der Geschäftsstube der unterzeichneten Behörde anzumelden. Die Liste der Bewerber bleibt bis zum 15. Juli d. I. geöffnet.
Gießen, den 26. Juni 1860.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Versteigerungen.
Oeffentliche Bekanntmachung.
1633) Die zum Nachlasse der Kanzlist Heiland's Eheleute von Gießen gehörigen, in der Gemarkung Hungen gelegenen Immobilien :
Flurbuch
Seite Nr. Ruthen
1) 68/191 473/4 Hofraithe und Garten,
2) 7% 19'/, Garten bei der Hofraithe,
3) 17% 90 Garten am Bochswez,
4) 76% 40 Acker Hochfelv,
sollen
Dienstag den 8. August l. I., Morgens 10 Uhr, auf dahiestgem Rathhause, unter den vor der Versteigerung zu eröffnenden Bedingungen, in Eigenthum versteigert werden.
Die Hofraithe liegt in der sogenannten Vorstadt, neben dem neuen, ehemaligen Kreisrathslocale; sie besteht aus einem neuen, zweistöckigen, gut eingerichteten Wohnhause, einer Scheuer, geräumigem Hose und Haus- garten; sie eignet sich vorzugsweise zum Betriebe einer Gastwirthschaft, aber auch zu jedem andern passenden Geschäftsbetriebe.
Forderungen, Eigenthums- und sonstige dingliche Ansprüche an den Nachlaß der genannten Kanzlist Heiland's Eheleute und insbesondere an die vorbezeichneten Immobilien, deren Eigenthum nicht durch gerichtliche Eigenthumsurkunden nachgewiesen werden kann, sind sogewiß binnen 4 Wochen, vom ersten Erscheinen in der Darmstädter Zeitung an gerechnet, dahier geltend zu machen, gegenfalls sie bei der Vertheilung des Nachlasses nicht berücksichtigt, der Verkauf der Verkauf der Immobilien gerichtlich bestätigt und der Eintrag in's Mntations- Verzeichniß verfügt werden wird.
Hungen, den 22. Juni 1860.
Großherzogliches Landgericht Hungen. Heusler, Eckstorm, Landrichter. Landger.-Assessor.
Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.
1623) Montag den 2. Juli d. I., des Vormittags von 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distrikten Tanne, Philosophenwald und Trieb, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, nämlich:
’/, Stecken Eichen-Scheidholz,
463 Wellen „ Reisholz,
3 Stecken Kiefern-Scheidholz,
57 % i. „ Prügelholz,
59'4 „ „ Stockholz, ,
5980 Wellen „ Reisholz,
84 Kiefern-Stämme mit 2288 Cubikfuß,
9 Fichten- „ „ 189 „
3 Eichen- „ „ 54 „
9 Kiefern- und Fichten - Stangen mit 57 Cubikfuß.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Oktober d. I. gestattet.
Die Zusammenkunft ist an der Liebigshöhe.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 25. Juni 1860.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_______________D. Ebel.___________
Arbeitsversteigerung bei der Stadt Gießen.
1653) Donnerstag den 4. Juli 1860, des Morgens 9 Uhr,
sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstfordernden vergeben werden, als:
Steinbrechen, veranschl. zu 18 fl. — fr.
Fuhrenarbeit, „ „ 60 „ — „
Planirarbeit, „ „ 28 „ — „
Schreinerarbeit, „ „ 29 „ — „
Weißbinderarbeit, „ „ 3 „ 50 „
Gießen, den 29. Juni 1860,
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
D. Ebel.
1638) Künftigen Montag, den 2. Juli l. I., Vormittags 10 Uhr,
werden auf dem Rentamts-Büreau mehrere größere und kleinere Speicherräume in dem Zeughause an die Meistbietenden verpachtet.
Gießen, den 28. Juni 1860.
Großherzogliches Rentamt Gießen. ______________Melchior.___
Arbeitsversteigerung zu Rodheim.
1649) Donnerstag den 5. Juli,
Vormittags um 8 Ubr, soll auf dem Rathhaus zu Rodheim die Reparatur der Pfarröconomiegebäuven daselbst mittelst Versteigerung inAccord gegeben werden, als:
Maurerarbeit, veranschl. zu 61 fl. 29 fr.
Zimmerarbeit, „ „ 7 „ 50 „
Dachdeckerarbeit, „ „ 6 „ — »
Rodheim, den 28. Juni 1860.
Der evangelische Kirchenvorstand.
In Auftrag: ________Körner, Bezirksbauaufseher.
M^in-Weser Eisenbahn.
1647) Aus dem Materialien - Magazin dahier sollen auf dem Submissionswege nachstehende alte, unbrauchbar gewordene Materialien vergeben werden:
1) Schienennägel 44 Gentner,
2) Schienennägelköpfe 9 „
3) altes Gußeisen 420 „
4) „ Eisenblech 37 „
5) alter Federnstahl 53 „


