Ausgabe 
28.11.1860
 
Einzelbild herunterladen

Dresden; Hr. Mchrenhöfcr, Hofger.-Asscss. v. Dillenburg; Hr. Ger­mer!, Access, v. Sonneberg; Hrn. Renl. Gcrlach v. Siegen u. Achart v. Friedrichsdorf; <>r. Deinhardk, Advoc. v. Göttingen, «rn. Musikdirect. Baur v. Wittenberg u Comore V. Straßburg; Hr. Römer, Fabrik, v. Cheninitz >, Hrn. Kaust. Wilkcnfampf v. Celle, Brom o. Bremen, Hossniann v. Mannheim, Vogelgesang u. Bichring v. Cassel, Rust «. Amsterdam, Brückweh v. Mainz, Wacker v. Nordhausen, Biermann v. Beusthal, Stein a. Oesterreich, Holdberg v. New-York, Westmann ». Siegen, Hornthal v. Cassel, Herre v. Cöln, Fiegcr v. Waldstätten, Kcmpf v. Earlsruhe, Metzger v. Hamburg, Oesterict) r>. Brandenburg u. Herz u. Haßloch v. Frankfurt.

Im Darmstädtcr Haus^ Hr. Kreei v. Schlitz u. Hr. Winter v. Wallau; He. «Schreiber, Pfarr. v. Lber-Breidenbvch ; Hr. Kemmer, Geschäflsni. o. Ziegenhain; Hr. Büßer, K'aufm. o. Darmstadt.

i 3 n v e n P r i v a k h ä u s e r n.

Bei Hrn. Stavtger.-Actuar Drescher: Fräul. Diehl v. Butzbach. Bei Fr. Hofger.-Rath v. Krug: Fräul. Heß o. Mainz.

Geld-Cours vvm 26. November 1860.

Pistolen ....

ft. 9. 33-34

Sngl. Sovereigns

ft. 11. 35-39

ditto Preußische

9. 55]-56]

Preuß. Tbaler .

_ _

Holl. ff. 10 Stacke

9. 37]-38]

b Franfen-Thlr.

Ducaten ....

5. 29^-30H

Pr. Cass -Scheine

", 1. 45-45]

20 Frankenffücke

9. 16-17

Dollars in Gold

Aufruf.

(Aus dem Volksblatte für Stadt und Land.)

20,000 Waisenkinder der syrischen Märtyrer,

deren Eltern, um ihres Christennamens willen, von den deidnisch-muhamedanischen Drusen gemordet sind und noch tu gleicher Ge- fa^r schweben, rufen mit 20,000 Stimmen auch den deutschen Christen zu:Helft und rettet uns, die wir obdachlos, nackt und hungernd, dem leiblichen und geistigen Verderben preisgegeben, umherirren." Diese große Zahl unglücklicher, in herzzerreißendem Elende schmachtender Kinder strecken auch gegen uns, um Hülfe bittend, ihre Arme aus. Sie haben auf die empörendste Weise ihre Eltern verloren. Das Blut dieser Märtyrer schreit nicht um Rache zu Gott, sondern um Hülfe für ihre Kinder, die ihnen in ihrem Vaterlande nur spärlich geboten werden kann. Diese Kindlein suchen jetzt Herzen, die ihre gräßliche Roth erkennen und lindern wollen! Sollen sie vergeblich suchend O nein! Ihr, die ihr den heiligen Christcnnamen traget, laßt uns die armen Waisen, die früher nicht arm waren, auf- und ans warme, mitfühlende Herz nehmen, ihnen die verlorenen Eltern zu ersetzen suchen.

Sollten sich in Deutschland unter circa 40 Millionen Christen nicht 20,000 Kinder (auf 2000 Eins!) unterbringen lassen? Sollte sich in jeder christlichen Gemeinde nicht ein Herz und ein Haus finden, wo ein Märtyrerkind, aus Liebe zum Herrn, Aufnahme fände?, 50 bis 60,000 Erwachsene, die dem Schwerte entrannen, deren Haus und Habe (150 Städte und Dörfer) in Flammen aufging, und 16000 der Ihrigen unter Mörders Hand fallen sahen, rufen auch die Nächstenliebe an. Ach! wer möchte ihnen nicht gerne helfen? Mögen andere Nationen sich ihrer erbarmen; wir Deutsche wollen uns zunächst der hilflosen Kinder der Geschlachteten annehmen, um ihnen Vaterhaus und Mutterliebe zu ersetzen. Nun, wer ist bereit, ein solches ver­lassenes Märtyrerkind um Christi willen, in's Haus und an's Herz zu nehmen? Fürsten und Völker, Groß und Klein, helft! helft nach Kräften, greift zu den eitlen Schätzen, die Rost und Motten fressen und die unbenutzt daliegen und Euch einst nur verklagen! Geistliche und Gemeinde-Vorsteher, Gutsbesitzer, Beamte, Künstler, Kaufleute, Handwerker, Bürger, Bauern und deren Frauen und Töchter: heißt mich, Euch ein Märtyrerkind senden! Schreibt mir schnell, wie viele vornehme oder geringe, welchen Geschlechts und^Alters sie sein sollen. Sammelt unter Euch zur Bezahlung der Reise und warmer Bekeivung bei dem nahenden Froste. Darum eilet! Machet Euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, daß sie (die Märtyrer- Eltern) Euch einst aufnehmen in die ewigen Hütten.

Eure Liebe wird ja nur für kurze Zeit in Anspruch genommen. Die Kinder wachsen ja bald heran zu eigener Ernährung. Also überlegt nicht lange mit Fleisch und Blut; lasset das Herz reden! Lasset Euch nicht von dem armen Schuhmacher beschä­men, der zu seinen 7 Kindern noch die seines Nachbars in's Haus nahm, als jener an der Cholera starb. Gewiß ist auch noch für ein armes verwaistes Märtyrerkind in Eurem Hause, an Eurem Tische Platz. So schreibt mir schnell, wo der Platz ist, auf daß ich Euch ein Kindlein sende.

Den theuern Gottesmann, General-Lieutenant Graf von der Gröben, den Einzigen, uns alle beschämenden Kreuzfahrer Deutschlands, gegen ehemals Hundertlausende, der, von heiliger Liebe gedrungen, zum Schutze der Christen nach Palästina gegangen ist, habe ich im Aufsehn aus Gott und im Glauben an Eure rettende Liebe gebeten, mir vorläufig 1000 dieser hülfsbedürf- tigen Kinder zu sammeln und zu senden. Eilet, eilet! Ihr theuern Brüder und Schwestern, daß wir für recht viele Tau­sende Obdach schaffen können:Wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich aus!"

Auch hier in der Rettungsanstalt, in dem deutschen Samariter - Ordens - Stifte für Schwachsinnige, Sieche rc. rc. in der ehe­maligen Zuckerfabrik und einem ohnfern gelegenen, verödeten Kloster, hoffe ich, wenn Gott Gnade gibt und die Liebe hilft, für 600 bis 700 Kinder Obdach bereiten zu können, und so auch ein Krankenasyl und ein Stapelort für die weitere Versendung unv Unterbringung zu haben. O wie köstlich wird es sein, solche arme Märtyrerkinder an's Herz drücken und lieb haben zu können! Der Herr segne dies Wort unv Alle, die es aus Liebe zu ihm zu Herzen nehmen!

Alle Zeitungen- und Loealblätter - Redactioncn bitte ich, diesen Aufruf aufzunehmen und sich gütigst den Sammlungen zu unterziehen. Anmeldungen und Sendungen erbitte ich mir unter der portofreien Rubrik:Angelegenheit der Menschen­freunde." Kraschnitz (per Breslau) den 10. Oetvber 1860. Graf von der Recke - Bolmerstein.

Frucht - und Mehlpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten.

Watz en.

Korn.

Gerste.

H a f

e r.

Kartoffeln.

Ort und Datum.

Aufge­fahren

Ver­kauft

Mittelpreis vvm Malter.

Aufge­fahren

Ver­kauft

Mittelpreis vom Malter.

Aufge­fahren

Ver­kauft

Mittelpreis vom Malter.

Aufge­fahren

Ver­kauft

Mittelpreis vom Malter.

Anfge- fahren

Ver­kauft

Mittelpreis vom Malter

Mltr.

Mltr.

Pf.

ff.

fr.

Mltr.

Mltr.

Pf.

ff.

fr.

Mltr.

Mltr.

Pf.

ff.

fr.

Mltr.

Mltr.

Pf. , ff-

fr.

Mltr.

Mltr.

Pf.

ff.

fr.

Gießen, 23. November

Grünberg, 24.

Friedberg,

Mainz, 23.

Illi

132]

100

607

200

200

200

200

13

28

57

48

Illi

71 170

187 .

180

180

180

180

9

9

9

54

40

56

Illi

45

82]

73

160

160

160

160

7

7

7

28

33

28

Illi

125

267

52

120

120

120

120

4

-

5

53

38

45

Illi

23] 5

200

200

200

200

3

4

3

54

20

54

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universttäts-Buchdruckerei.

Sl

Erscheint wöc 2 ff. Au

M V

Zu Nr.

Betrej

Die Loospflichti« werden Ihi 1) de ru 2) di, <S 3) di an ' fest gleichzeitig, Einei 1861 beitn Die ! füllen unv bigung mit erklärung d steher unv . Elisabethen!

Sollt sind diese a Schli vertretungss

Befunde

2817) ' des Gesetzes schriebene A gänzungs - 6 Provinz Ob« soll Dienst«