Viertes Jngendfeft zu Gieße»
Sonntag den 29. Juli 1869.
1842) Der Ausschuß theilt in Folgendem die Ordnung des Festes mit : Die Thcilnebmer finden sich am Festtare Nach, mittags 2 Uhr auf dem Brant vor dem Zeugdause em, von wo unmittelbar nach Beendigung des Nachmittagsgotteeticnstes ter ^esizug sich durch die Waltthorstraße, über den Markt, das Kreuz nach dem Neuenweger Thor und alsdann nach dem Philosophen- walce bewegt. Dort beginnen, nach einer Ansprache an die Jugend, auf den achtzehn durch aufgehangte Tafeln bereiteten Lpielplatzen Cie Preis- und Vergnügungsspiele, deren es folgende sind : Wettlaufen, Ringen, Gerwerfen, Armbrust- und Blasrvhrschießen, Sternschießen, Klettern, Springen in die Hohe und Weite, Steinstvüen, Sacklaufen Wurstfchnappen, Stechvogel, Hahnenschlag, Rundbc-ll, Jacob wo bist du? Hiukkanipf, Seilziehen und Handlaufen, schaukeln. —- Nach der Hälfte der sechs die einzelnen Zuge treffenden Spiele ist eine Ruhestunde eingesetzt, in »eliijer es den Knaben gestattet ist, sich zu ihren Angehörigen zu begeben. Jedoch ersucht man die Angehörigen, zumal der jüngeren Knaben, diese, sobald das Endender Ruhezeit durch drei Schüsse angegeben wird, wieder an ihre Sammelplätze zu bringen damit bte spiele ohne Aufenthalt und Störung ihren Fortgang nehmen können. Außerdem wird bemerkt, daß wahrend eben dieser Pausen ^r Ctejentgen geübteren Knaben, welche zu diesem Zweck bei dem Ausschuß sich vorher haben einschreiben und prüfen lassen, an Reck, Barren und Bock ein Preisturnen stattfinden wird. Die Preise in den Spielen werden auf den einzelnen Spielplätzen sogleich nach Beendigung der einzelnen Spiele vertheill, die Turnpreise erft unmittelbar vor der Heimkehr. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß in den Spielen jeder Knabe nur Einen Preis, erhalten kann; doch wird, wer in mehreren Spielen eenes Preises für würdig befunden worden, öffentlich belobt: nur in dem Fall, daß ein Knabe, der im Spie! einen Preis erhielt, sich auch im Turnen auszeichnet, kann Einer zwei Preise bekommen. Nach Beendigung der Spiele geordneter He,mrua und Entlassung der Knaben auf dem Brand. — 5
Schließlich ersucht der Ausschuß dringend alle Besucher des Festes, nicht durch zu nahes Andrängen an die Spielplätze die Ordnung und die Entwicklung der Spiele zu gefährden, und besonders durch zeitiges Ausweichen die Wechsel der vcr'chiekenen Zuge möglichst zu erleichtern.
Bei ungünstiger Witterung wird das Fest aufgefchobcn.
Der Ausschuß:
___________________Dr- Buchner. Curschmann. Dr. Köhler. 8t üb (am en. Du. Schwabe.
1861) Zu dem am 28. d. M. im sogenannten Viele-Sosfenwalde stattsindenden
. I n K e n d f e st e
erlauben sich die unterzeichneten Restaurateurs insonderheit auch die Alten einzuladen und das Notabeite betzufügen, daß, wer uns finden will, am Brunnen vorbei der Gänsemühle zu turnen muß; man wird bald die prangenden transparentirten Buden gewahren! — Schließlich halten wir uns nut guten Speisen und Getränken, namentlich vorzüglichen inländischen Bieren, trefflichen Würsten und sonstigen Südfrüchten bestens empfohlen; wer sich also schließlich kein Würstchen erschnappen kann, der mag in unsre Arme eilen, sich bei uns laben und das Beste prüfen!
Folgeit die Unterschriften der Restaurateurs, sowie Restaurateurinnen:
G. Lenz. Graf. Th. Loni. F. Führer. Pausch. Euler, Wittib. Glock, Wittib.
________ Ehr. Kornd vrfer, Wittib.
Aufforderung an Maurergesellen.
1826) Bei der in Frankfurt a. M. zu erbauenden Anstalt für Irre werden Maurergesellen angenommen and wird denselben auch Winterarbeit zugesichert.
Auswanderer
pneen über Bremen die beste und billigste Fahrgelegenheit auf den vorzüglichsten, zur Paffagierfahrt eigens erbauten und eingerichteten, mit gutem Proviant rcichlichst ansgerüsteten
Dampf- und Segelschiffen
nach allen Häfen
Amerikas und Australiens
durch die
für das Großherzogthum Hessen concesfionirte Haupt-Agentur
I» LsAÄert Sßittwt* zu Gießen,
-__bei Hch. Ferber, neben dem Rathhaus.
Schullehrer-Conferenz.
1848) Mittwoch den 1. August d. I., Vormittags 10 Uhr, findet die nächste Conserenz der Schullehrer ; des Kreises Gießen in dem Schul-Locale : zu Klein-Linden Statt.
Gießen, am 26. Juli 1860.
Dr. Glaser.
1822) Unterzeichnete empfiehlt ihre neue Bohnen-Schneidmaschine zur gefälligen Benutzung. Bestellungen beliebe man bei Herrn Metzger Schmidt auf der Mäusburg und bei Herrn Kaufmann © emittier am Wall- thvr abzugeben.
Helene Rodner, . wohnhaft bet Herrn Kaufrn. Spruck auf.
dem Markt.
\ 1823) Ein Bursche, der die Schreiner-
; Profession zu erlernen wünscht, kann sogleich ■ in die Lehre treten. Das Nähere bei der ! Exped. d. Akts. _____
(Hierzu zwei Beilagen)
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