Ausgabe 
10.11.1860
 
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Änzeigeblstt

für die

Stadt und den Kreis Gießen.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 36 fr., für Auswärtige, incl. PostaufschlagS, 2 st. Auswärts abonnirt man nch bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1).

Jfo «BO. Samstag den 10. November 1860.

Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

E d i c t a l L a ö u n g.

2688) Nachdem Großherzogliches Hof. gcricht Der Provinz Oberheffen gegen Philipp Weber von Großen-Linden Den förmlichen Coneursprozeß erkannt hat, werDen Alle, welche Ansprüche an Denselben zu bitten haben, aufgesorDert, solche im Liquidations- Termine

Montag Den 17. December I. I., Vormittags 10 Uhr, bei MeiDung Des stillschweigend erfolgenDen Ausschlusses von Der Masse, anzuzeigen und zu begrünDen. Von Den nicht erscheinenden Gläubigern wird unterstellt, Daß sie allen Beschlüssen Der Mehrheit Der AnwesenDen bezüglich Der in Demselben Termine zu ver- suchenden Güte, Wahl eines Maffepflegers unD Gläubigerausschusses zustimmen.

Gießen, Den 2. November 1860.

Großherzogliches StaDtgericht Gießen. Muhl, Bott,

Stadtrichter. StaDtger.. Assessor.

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Besondere Bekanntmachungen.

Beschluß.

2676) Die Mehrzahl Der Gläubiger des Schreinermeisters Heinrich Hell- molD von hier hat Demselben heute eine einjährige Zahlungsfrist gestattet. Es wird Dies mit Dem Anfügen bekannt gemacht, daß, wenn nicht binnen 14 Tagen gegrün­dete Einwände gegen Diese Stundung vor­gebracht werden, der Beitritt sämmtlicher Gläubiger unterstellt und Das eingeleitete Coneursverfahren sistirt werDen wird.

Gießen, Den 6. November 1860.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr. A. v. Grolman, .

Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

2675) Ueber den als geistesschwach er­kannten Karl Noll dahier, Sohn des Nagelschmieds Andreas Noll dahier, ist heute Wagnermeister Wilhelm May da- hier als Kurator bestellt und verpflichtet

worden. Es wird dieses mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß alle Rechtsgeschäfte, welche Karl Noll ohne sei­nen genannten Curator abschließt, ungültig sind. Gießen, den 5. November 1860.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, v. Rotsmann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

2697) Die Pächter des Hospitalguts werden hierdurch aufgefordert, das Martini lauf. Jahres fällig werdende Pachtgeld für 1860 innerhalb acht Tagen zur Armenkasse zu bezahlen.

Gießen, am 10. November 1860.

Der Rechner: _______________________Wittich.

2649) Der Pfandschein Nr. 52985 ist angeblich verloren worden. Ansprüche an denselben sind innerhalb 14 Tagen dahier anzuzeigen, gegenfalls Das PfanD verab- folgt werDen wird.

Gießen, den 3. November 1860. Die PfandhauSverwaltung.

_______ Bieler. Pfeil.

2698) Ein Knabe von 13 Jabren soll in Pflege gegeben werden. Das Nähere bei Armenkasse - Rechner

___________________Wittich.

Versteigerungen.

Die Versteigerung von jungen Obst- bäumchen bei der Stadt Gießen.

2657) Montag Den 12. November 1860, des Morgens 10 Uhr,

sollen am Nassauer Hofe Dahier circa 2000 Stück veredelte Aepfel-, Birnen- und Kirschen- stämmchen von 1 bis 1 */2 Zoll Stärke und von den besten Obstarten an Den Meistbie­tenden versteigert werden.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien ersuchen wir um gefällige Bekanntmachung dieses Ausschreibens.

Gießen, Den 5. November 1860. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

L \ tr Cöln-Gießener Eisenbahn.

2663) Für Die Bauausführungen auf Der VI. Bauabtheilung (von ©Dingen bi« Gießen) stnD:

3200 Cubikfuß scharfkantiges Eichenholz in verschiedenen Längen bis zu 23 Fuß, unD in Stärken bis zu 12, ä 12 Zoll, sowie

3000 lüFuß zweizöllige Eichenbohlen, erforDerlich.

Lieferungslustige werDen aufgefordert, ihre Offerten bis zum 1. December er. an Den Unterzeichneten portofrei gelangen zu lassen.

Die speeiellen Lieferungs - BeDingungen liegen auf Dem Abtheilungsbüreau zu Wetz­lar in Den gewöhnlichen DienststunDen zur Einsicht offen und wird schon hier bemerkt, daß auch Offerten über geringere Quanti­täten aeeeptirt werden.

Die Lieferung ist bis zum 1. Mai 1861 zu beendigen.

Wetzlar, Den 5. November 1860.

Der Abtheiluugsbaumeister:

Genzmer.

Vergebung von Bauarbeiter».

2711) Folgende zur Erbauung einer Grundschleuße auf Der Auwiese an Der Wiesecker Mühle erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen aufDem Submissiions- weg vergeben werden:

Maurer- und Steinhauer­

arbeit (von gutem Lungstein oder Sandstein), veranschl.

zu ...... . 794 fl. 36 kr.

Lieferung von circa 34 Büt­

ten Wasserkalk erster Qua­

lität, veranschl. zu . 102 Zimmerarbeit, veranschl. zu 105 48 Schlosser- oder SchmieDear-

beit, veranschl. zu . . 55 50

Zeichnung, Voranschläge und Aceords- bedingungen können vom 12. bis 19. d. M t s. in unserm Geschäftslocal eingesehen