Viertes Jugendfest 30 Gießen am LS. Juli 1860.
1692) Der unterzeichnete in einer Versammlung von Jugendfreunden am 2. Juli gewählte Ausschuß wendet sich hiermit an Gießens Bewohner, um sie zur thäkigen Beförderung des Jugendfestes aufzufordern, welches Sonntag den 29. Juli den Knaben unserer Stadt Gelegenheit geben soll, ihre körperliche Kraft und Gewandtheit, je nach Maßgabe ihres Alters, in den verschiedensten Preis- und Scherz-Spielen zu entfalten und zu mehren.
Der Ausschuß glaubt sich sowohl einer näheren Schilderung des beabsichtigten Jugendfestes überheben zu können, da seine Art und Weise aus den Festen früherer Jahre allen denen, die derartigen Dingen ihre Theilnahme zuwenden, noch bekannt sein dürste, als auch eine weitere Empfehlung des Festes um so mehr unterlassen zu müssen, als gerade in unseren Tagen der Gedanke, daß durch gemeinsames, volksthümliches, Geist und Körper kräftigendes Spiel der Jugend auf den Ernst des Mannesalters vorzubereiten sei, sich fast allgemeine Anerkennung verschafft hat.
Er beschränkt sich daher darauf, nur folgende Mittheilungen über das Fest zu machen:
Alle Knaben unserer Stadt vom 5. bis zum 15. Lebensjahre können an dem Feste sich betheiligen. Diejenigen, welche dazu Lust haben, müssen sich bis zum 14. Juli bei dem Ausschußmitgliede, Herrn Turnlehrer Rübsamen, welcher täglich von 1—2 Uhr in seiner Wohnung zu sprechen ist, angemeldet haben. Bei der Meldung erhält jeder Knabe eine Karte, wofür er 12 Kreuzer zu entrichten hat. — Zugleich erlaubt man sich, da in früheren Jahren mehrmals die bedeutenden Kosten des Festes durch die Bei- träge der theilnehmenden Knaben nicht ganz konnten bestritten werden, diejenigen hiesigen Einwohner, welche als Freunde der Jugend das Fest in etwas zu fördern geneigt sind, aufzufordern, zur Verschönerung desselben durch beliebige Geldbeiträge mitwirken zu wollen. — Da endlich auch bei bevorstehendem Jugendfeste, wie bei den früheren, für die Sieger in den Spielen Preisverthei- lungen stattfinden sollen, so ersucht hiermit der Ausschuß ergebenst die Frauen und Jungfrauen Gießens um Anfertigung weiblicher Arbeiten und bittet um deren Ablieferung bis zum 25. Juli. Zur Empfangnahme dieser Gaben, bei welchen, wie bei den eben erwähnten Geldbeiträgen, auch die kleinsten willkommen sind und mit großem Danke angenommen werden, ist jedes Mitglied des Ausschusses gerne bereit.
Gießen, 7. Juli 1860. Der Ausschuß:
Dr. Buchner. Curschmann. Dr. Köhler. Rübsamen. Dr. Schwabe.
Zur gefälligen Beachtung.
Einem geschätzten hiesigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß das von meiner Frau, Susanne Loos, seither betriebene
Sämerei-Geschäft
durch deren Ableben keinerlei Unterbrechung erleidet, und gebe ich zugleich die Versicherung, daß solches, wie bisher, mit bekannter Sorgfalt und Pünktlichkeit, sowie unter Beibehaltung guter, zuverlässiger Waare, für die Folge durch mich fortgeführt wird. Indem ich mich hierin bestens empfehle und um geneigtes Zutrauen bitte, mache ich im Voraus schon auf meinen vorzüglichen Herbstrüben -Saamen aufmerksam.
Theodor Loos,
Neuenweg, neben Herrn Kaufm. Appel.
Zur Nachricht der verehrten Capitalisten.
1701) Auf Baierifche Ostbahn-Actien mit 23 pCt. Einzahlung können an der Casse des Unterzeichneten die weiteren 73 pCk. eingezahlt, und dagegen sogleich die voll eingezahlte Actio ohne weitere Vergütung entgegengenommen werden.
Auch wird die Einzahlung der 3procentigen Rate besorgt.
Marcus Heinrich Budge,
Bank- und Wechsel-Geschäfts
Neue-Bäue, ehemalige Heyer'sche Buchhandlung.
Wohnungs-Veränderung.
1703) Von heute an wohne ich nicht mehr in der Mühlgaffe, sondern in dem Steinhauer Schmitt'- schen Hause auf dem Reichensand, Lit. C. Nr. 182.
Gießen, den 1. Juli 1860.
Ehr. Petri, Weißbindermeister.
1642) Die auf den 4. Juli 1. I. bestimmte Parthie des Gesellschafts-Vereins wird eingetretener Verhinderung wegen erst Mittwoch den 11. des nämlichen Monats auf dem Schiffenberg stattfinden.
Der Gesellschafts-Vorstank.
Anzeige.
1690) Vom 12. d. Mts. an wohne ich im Seipp'schen Hause am Seltersweg, im ersten Stocke.
Gießen, im Juli 1860.
Dr. G. Schwarz, Hofger.-Advocat.
Dr. Hsupks Institut
für Eleetrieität, Heilgymnastik, Kiefernadel- und Kaltwasserbäder, in Nassau an der Lahn.
1622) Obengenannte Mittel sind in Einer Anstalt zusammengelegt und durch! die zweckmäßige Verbindung von zwei und mehreren derselben Erfolge erzielt worden, j welche sonst nicht möglich waren, besonders bei allen Formen von Nervenkrank-! heiten, in specie Lähmungen, bei chronischem Gichte und Rheumatismus,' bei Haut- und Unterleibsschwächen re. Eisenbahn vom Rhein bis Nassau.j Nähere Auskunft ertheilt Dr. Haupt. !
1694) Ein starker, mit guten Zeugnissen versehener Bursche, der etwas Gartenarbeit versteht, wird sogleich in Dienst gesucht. Das Nähere bei der Expek. v. Bl.
1709) Ein Mädchen gesetzten Alters, welches kochen und alle häuslichen Arbeiten verrichten kann, sucht einen Dienst, welchen sie in circa 3 Wochen antreten dünnte. Nähere Auskunft ertheilt Die Exped. D- Bl.
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(Hierzu zwei Beilagen.)


