Beilage zu Nr. 97 des Anzeigeblattes.
Vermischte An-eigen.
Rath und Hülse für Diejenigen, welche an Gesichtsschwäche leiden und namentlich durch angestrengtes Studrren und angreifende Arbeit den Augen geschadet haben.
2860 Seit meinen Jugendjahren hatte auch ich die leidige Gewohnheit, die Stille ver Nacht wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen. Sowohl hierdurch als durch viele anareisende optische und feine mathematische Ausführungen war meine Sehkraft so sehr aesckwäckt dass ich um so mehr den völligen Verlust derselben befürchten mußte, da sich m for1wäh«nde entzündliche Disposition eingestellt hatte, welche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerzte nicht weichen wollte. Unter diesen betrübenden Umständen gelang es mir, ein Mittel zu finden, welches rch nun schon fett 40 Jahren mit dem ausgezeichnetsten Erfolge gebraucht. Es hat nicht alle,» jene fortdauernde Ent- ründuna vollständig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle Scharfe und Ärat Ln7-.-L ich w° ich t«, 75. *■ B„°, d>-
tt nste Schrift lese und mich, wie in meiner Jugend, noch der vollkommensten Sehkraft rfr ue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei Andern gemacht, unter welchen sich Mehrere befinden, welche früher, selbst mit den schärfsten Bullen bewaffnet ihren G schäften kaum noch vorzustehcn vermochten. S,e haben bei beharrlichem Gebrauche bicfeä Mittels die Brille hinweg geworfen und die frühere natürliche Scharfe ihres Gesichts wieder erlangt. Dieses Waschmittel ist eine wohlriechende Essenz, deren Bestandtheil die Fenchelpflanze ist, von welcher G ablonsky in seinem „Allgem. Lexikon ^ Künste und Wissenschaften" (S. 201 re.) sagt, daß schon d^e alteren Naturkund,- gen bemerkt haben wollen, daß die Schlangen, welche oft an Blindheit litten, dieses F "n ch e l k r a u t fressen und dadurch Vie Sehkraft wieder erlangen. Diesem sei nun wie ihm wolle - ich erkenne mit Dankbarkeit an, daß uns der gütige Schöpfer dieses K aut gegeben hat. Die Bereitung der Essenz erfordert indessen eme verwickelte chemichse B hand ung und ich bemerke daher, daß ich dieselbe seit längerer Zett m Vorzug icher Gütt von dem hiesigen Chemiker, Herrn Apotheker Gerß, beziehe; derselbe liefert du Flasche für einen Thaler, und ist gern erbötig, dieselbe nebst Gebrauchsanweisung auch auswärts zu versenden. Ich rathe daher den Leidenden, die Essenz von h.er zu beziehen, indem eine solche Flasche auf lange Zeit zum Gebrauche zureicht, da nur e was Weniges mit Flußwasser gemischt, eine milchartige Flüssigkeit bildet, womit Morgens und Abends wie auch nach angreifenden Arbeiten, die Umgebung des Auges be- feuchtet wird. Die Wirkung ist höchst wohlthatig und erquickend, und erhalt und bcfürl'cvt lucdctcb t>ic toct ^Gutfürbc« , v v
Es wird mich erfreuen, wenn vorzüglich Denen dadurch geholfen wird welche bei dem rastlosen Streben nach dem Lichte der Wahrheit oft das eigene Licht ihrer Augen gefährd n und einbüßen müssen. Vielleicht kann auch durch den Gebrauch dieses Mtt.els das leider in der jungen Welt so sehr zur Mode gekommene entstellende Brillen- traaen vermindert werden, da dieses in den meisten Fällen die Augen mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer fehlerhaften Organisation des Augev zu Hulse
2780) Das ,
Photographische Atetrer
von
M. Trapp, Neuen-Bäuen, Lit. B. Nr. 72,
_ ... * Anscrtia"nü aller Arten photographischer Portraits in beliebiger Große
auk^Glas Papier und Wachsleinwand, Kopien von Gemälden, Sculpturen, Äupfer-
2379) Die -V»'? Unterzeichneten zur Bequemlichkeit des Publikums ein
,,sMg- üuflrägc pr.mfl, uni« B«-«nu»» d« Frankfurt a. M. °
2876) Am verflossenen Samstag, dem 1. December, hat sich im Steinbacher Walde bei Albach ein grau getiegertes Dachshündchen, leicht erkenntlich an den Augen, deren eines braun, das andere hell ist, verlaufen. Wer dasselbe an Carl Ludwig Peppler in Gießen abliefert, erhält eine Belohnung.
2872) Eine wollene Viehdecke ist auf dem Wege vom Seltersberg bis auf den Leihgesterner Weg verloren worden. Der Wiederbringer derselben erhält bei der Expedition dieses Blattes eine Belohnung.
2862) Bei der am verflossenen Mittwoch stattgefundenen Damen-Gesellschaft ist eine Mantille und ein goldenes Armband gefunden worden. C. Sack.
Anfrage.
2859) Sind die Herren Geistlichen von der bevorstehenden Jubelfeier so in Anspruch genommen, daß nicht Einer sich an die Spitze stellen kann, um für die a r m e n S y r i s ch e n Waisen zu sammeln? Sollen die durch den ersten Aufruf erweichten Herzen wieder starr und kalt werden? Soll die Weihnachtszeit, die Fest zeit für die Kinder, ungenutzt vorübergehen?
Nur ein Schulmeister.
2858) Ein Schweizer, welcher seine Arbeit versteht, wird dahier gegen guten Lohn auf Weihnachten in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.
2873) Alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an meinen verstorbenen Vater zu leisten haben, werden hiermit aufgefordert, solche binnen 14 Tagen zu entrichten. Zugleich fordere ich auch Diejenigen auf, welche noch Forderungen an dessen Nachlaß zu machen haben, solche in demselben Zeiträume geltend zu machen.
______Emil Junker.
2875) Anfang dieses Herbstes wurde unser 6 Jahre altes Söhnchen Johannes durch den Schlag eines Pferdes so gefährlich am Kopf und Gesicht verletzt, daß wir befürchteten, der Tod würde jeden Augenblick erfolgen. Aber durch die menschenfreundliche, humane ärztliche Behandlung des Herrn Dr. Dornseiff, dermalen in Lang-Göns wohnhaft, wurde unser Kind wieder so her- gestellt, daß dasselbe jetzt nicht allein als vollkommen geheilt betrachtet werden kann, sondern auch durchaus keine Gesichtsverunstaltungen zu befürchten sind. Wir fühlen uns daher gedrungen, dem Herrn Dr. Dorn- ! feiff unfern herzlichsten Dank dafür hiermit : zu erkennen zu geben.
j Leihgestern. Georg Luh II. und Christine Luh.


