Ausgabe 
30.7.1859
 
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Publikum

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1592) Bei Unterzeichnetem sind Hut­schachteln vorräthig; auch werden von demselben alle anderen Sorten Papp­schachteln billig gefertigt.

I. Rothenberger, Marktstraße.

per Stück 9 fr.;

Erdnuß-Oelseife, per Stück 12 fr.;

vorräthig bei Carl Frech.

1555) Montag den 1. August, Nachmittags 2 Uhr anfangend,

sollen in dem Hofe des Großb. Forstmeisters, Freiherrn von Buseck auf dem Seltersweg, allerlei Hausgerätbe, wobei eine Hecksel- schneidmasctüne, 6 bis 8 Halb- und Viertel- Ohmfässer, ein altes Klavier, 10 Mistbeet- Fenster, theils mit Holz- und theils mit eisernen Rahmen, ein Hofthvr mit gutem

Schloß, sowie ein Garten-Spalier Latten, gegen gleich baare Zahlung steigert werden.

Gießen, den 21. Juli 1859.

In Auftrag:

400 Großh. Hess. Normalmorgen, worunter 120 Morgen Wiesen, groß, soll tm Termin

Freitag den 12. August l. I., Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle einer öffentlichen Ver­pachtung an den Meistbietenden, im Ein­zelnen und Ganzen, ausgesetzt werden. Dasselbe liegt eine kleine Stunde von Bie­denkopf an der abgesteckten Marburg-Siege­ner Eisenbahn, unmittelbar an dem projee- tirten Stationsort Breivenstein, in meist großen Parcellen, ist mit hinreichenden Wirth- schaftsgebäuden und auflaufendem Wasser versehen, und ist bisher 6 Jahre lang in eigener Bewirthschaftung gewesen, daher in sehr gutem Culturzustand. Auf Verlangen kann das vollständige Guts-Inventar gegen eine mäßige Anzahlung beigegeben werden. Die Pachtöevingungen können Vor der Ver­steigerung bei dem Unterzeichneten Vormund und Der Gutsverwaltung zu Breidenstein eingesehen werden.

Gießen, Den 11. Juli 1859.

Der Lehns-Vormund über Den minderjäh­rigen Freiherrn Ernst von Breidenbach zu Breidenstein:

Dr. Kraft, Großh. Hofger.-Rath.

Polir- und Schärfepulver, bestes Mittel, allen schneidenden Jnstru- menten, insbesondere Rastrmessern, eine un­übertreffliche Schärfe zu ertheilen, per Schachtel 18 fr.;

Neuer Kitt

für Glas, Porzellan re., per Flacon 12 fr.;

Glycerin, ff. präparirt, welches rauher, spröder, aufgesprungener und schuppiger Haut sofort eine wohlthuende, geschmeidige, sammetartige Weichheit ertheilt, per Flaeon 18 fr.;

Kummerfeld'sche Seife, dieselbe hat sich gegen Finnen, Sommer­sprossen u. Dergl. Hautübeln vielfach bewährt, per Stück 18 fr.;

Reismehlseise, per Stück 12 fr.;

Concentrirte Gallenseise,

sowie die Erndte von zwei Aeckern, bestehend in Hafer, Gerste und Kartoffeln, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist am Seltersthor bestimmt.

Gießen, Den 28. Juli 1859.

In Auftrag:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1596) Donnerstag Den 4. August, Nachmittags 2 Uhr,

füllen in Dem Hause der Erben des ver­storbenen Herrn Rentamtmann Koch auf dem Seltersberg nachstehende Gegenstände, als: Sopba, Stühle, Commoden, schränke, Spiegel, Nachttische, Waschtische und andere Tische, Bettladen, Bettwerk, Fässer und Bütten, Zinn, Porzellan, 4 Ebaisen-Räder mit messingenen Büchsen und ein Schwarz'- scher Apparat, gegen baare Zahlung ver­steigert werden.

Gießen, den 28. Juli 1859.

In Auftrag:

C. Weidig, OrtSgerichtsmann.

EU«-, namentlich besten rachen und Blnrt

weißen Burgunder Tafel - und Et - Erster Tage eintreffend, bei

F c i l g e b o i c n r & 1613) Meine beliebten Wein-

________________________Emil Pistor.

1590) Sehr schönes Kornstroh ist zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. dieses Blattes.

1609) Ein neues Kinder-Chaischen, mit Druck-Federn und Verdeck, ist billig zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.

empfehlende Erinnerung.

L. Iah reis.

1551J Bohnen- und Gnrkensäpchen, Bütten u. s. w., sowie auch alle anderen Küferwaaren, sind stets vorräthig bei Wilhelm Kohlermann, in der Neustadt.

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Gutsverpachtung.

1529) Das Freiherrlich von Breiden- bach'sche Hofgut zu Breidenstein, gegen

1610) Noch einmal

Ludwigsbrunnen - Mineral wacher,

direct, und folglich stets frisch von der Quelle bezogen.

Meine in Nr. 59 dieses Anzeigeblattes ergangene Anzeige enthält, wie Jedermann einsiebt, nur eine allgemeine Empfehlung des rühmlichst bekannten Ludwiqswassers, und sollte damit keineswegs, wie mein Nachbar, Herr I. W a l l a ch, zu unterstellen scheint, dessen neu errichtetes Wassergeschäft irgendwie beeinträchtigt werden. Es ist mir daher unbe­greiflich, wie Herr Wallach auf meine Anzeige konnte Gegenbemerkungen einrücken lassen, die unter den obwaltenden Umständen durchaus nicht an ihrem Platze sind, und ein höchst überflüssiges Auskramen von geographischen Kenntnissen, bezüglich der örtlichen Lage des Ludwigs-Brunnens, enthalten, welche bei ihrer Trivialität, den damit offenbar an­gestrebten Zweck, meine Anzeige iws Lächerliche zu ziehen, vor dem verehelichen Publikum notbwendiger Weise verfehlen mußten. Dieses diene dem Herrn I. Wallach zur Auf­klärung, und indem ich die weitere Würdigung seiner Anzeige jedem Gebildeten selbst überlasse, wiederhole ich meine frühere, nur im Interesse des Publikums ergangene Anzeige.

Ludwig Jahreis.