Ausgabe 
24.9.1859
 
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Fremden-Negister vom 19. bis 21. September 1859. I n den Gasthäusern.

Im Prinz Carl: Hr. Oeser, Pfarrrerw. v. Lvndnrf; Hr. Bergen, Bergw.-Verw. v. d. JufiuSbütte; Hr. Fischbach, Bürgermstr. v. MonS- hausen; Hr. Jäger, Ealcul. *. Hr. Schatz. Oderrbchn.-Prncur. v. Darm­stadt ; Hr. Paust, Weinh. v. Ingelheim; Hrn. Metzg. Rosenthal ». Nau- steim ii. Hei)mann v. Sonnenberg; Hr. Dieffenbach, Oecon. v. Dietenbergen; Hr. Urff, Cond. v. Bockenheim ; Hr. Euler, Geom. v. Mittel - Grundau ; Hr. Otlo, Buchst. v. Göttingen; Hr. Meier, Oecon. v. Moskau; Hrn. Kaust. Ernst v. Heidelberg, Schneck v. Siegen, Ehrmann v. Rödelheim, Bendheimer v. Friedberg, Haas v. Ober-Roßbach n. Klein v. Bonn.

Im Rappen: Hr. Seiberiing, !>r. med. v. Petersburg; Hr. Löwen­stein, Handelsm. ».Frohnhausen; Hr. Bohle, Partie, v. Ludwigsburg; Hr. Baron v. Steinbert, Kammerhr. v. Würzburg; Hr. Hofmann, Fabrik, v. Leipzig; Hr. Freihr. v. Renne n. Frl. v. Funck v. Petersburg; Hr. Neff in. Fr., Renk. u. Frl. Pagenstecher v. Wiesbaden; Hr. Steckenius, Apvth. t>. Neustadt; Hr. Schulz, Control, v. Cassel; Hr. Beer, Mal. v. Oppenheim; Hr. Noffert, Oecon. v. Haindorf; Hrn. Gntsbef. v. Rosen­seen r. Schwinemünden, Pesanel v. Obernheim u. Wallot v. Oppenheim; Hrn. Kaust, o. d. Linden v. Cassel, Weil CarlSruhe, Bade v. Bremen, Rosenthal v. Leipzig, Scheel v. Barmen, Reifenberg v. Eschbach, Mayer y. Soden, Leyy v. Roßdorf, Stern v. Neustadt, Roland v. Mainz, Gold­schmidt v. Cassel u. Deichmann v. Bremen.

Im Einhorn: Hr. v. Boneberg, Mas. ». Lengsfeld; Hr. Heilborn, Landr. v. Berlin; Hr. Ullerich, Jnspect. v. Bremen; Hr. Kaufmann, Reut. v. Heidelberg; Hr. Graff, Gntsbef. ». Heilbronn; Hr. Heusler, Lehr., Hr. Beickel, Prwatm. u. Hr. Haffe, l)r. med. ». Berlin; Hr. Knoblauch, Oecon. v. Storndorf; Hr. Jienmüller, Postmstr. ». Marburg; Hrn. Handels!. Michel u. Bauer ». Gladenbach; Hr. Behl, Instrumenten­macher v. Gambach; Hrn. Rent. Baron r>. Dannenberg v. London u. Pfeiffer r>. Paris; Hrn. Kaust. Becker v. Mannheim, Strauß v. Bonedorf, Heinemann v. Siegen, Kratz v. Mainz, Kaufmann v. Bingen. Maper v.

Lang-Göns, Hofmann v. Berlin, Schmidt v. Elberfeld u. Stern u. Holz­mann v. Frankfurt.

Im Darmstädter flaue : Hr. Lirfeld, Handelsm. ».Gladenbach; Heg. Agente Alt v. Eichelsdorf, Bechthold v. Eschenrod u. Bogel u. Leuth v. Lisberg; Hrn. Metzg Schäfer, Engel u. Haustein v. Friedberg; Hrn. Oecon. Schmitt u. Müller v. Günterod ; Hr. Zimmer, Küfer v. Ruppertsburg.

Im deutschen flof : Hr. Hedderich m. Sohn, Bürgermstr. v. Hopf­garten ; Hr. Bamberg, Handelsm. v. Viuschenheim.

Im Stern: Hrn. Keschästsl. Weber v. Heibach, Kahn o. Weinheim, Hahn v. Höchst u. Eliser u. Heinemann r. Biskirchen.

In der Sonne: Hr. Stroh, Bürgermstr. v. Odersbach; Hrn. Han­delsleute Müller v. Hattenhausen, Kallenbach v. Heldenbergen u. Braun v. Nieder-Mockstadt.

In der Rose: Hr. Kratz, Schuhin. v. Ruppertenrod; Hr. Dahlmeier, Schausp. v. München; Hr. Weiß, Metzg. i>. Gladenbach; Hr. Lopp, Oecon. v. Ebersgöns; Hrn. Gefchästsl. Jung p. 'Oberkleen u. Nispel v. Biedenkopf; Hrn. Schuhm. Koch o. Alsfeld u. Stein v. Stumpertenrod.

In den Privathäusern.

Bei Hrn. Kaufm. Münch: Hr. Mohr, Cand. v. Oberweißbach. Bei Hrn. Georg Becker: Hr. Kraft, Maschinenbauer Berlin. Bei Hrn. JohS. Weill: Hr. Stolz, Bergm. v. Runkel. Bei Hrn. Justizr. Trapp: Hr. Großmann, Landger.-Affess. v. Ulrichstein. Bei Hrn. Hofger.- Director Weber: zwei Frl. Jonghaus v. Darmstadt. Bei Hrn. August Haubach : Frl. Roth p. Marburg. Bei Htn. Distr.-Einnehm. Höstinger: Hr. Beermann, Rent. a. Rußland.

Wasserwärnre der Lahn.

Mittwoch den 21. Septbr. 10'/, Grad.

Donnerstag 22. 10%

Freitag 23. 11

_________ ___________L. C. Rübsamen, Schwimmlehrer.

Gießen. Der Sommer mit seinen Freuden hat uns Valet gesagt und tritt nach und nach des Herbstes und Winters rauhe Witterung ein. Mit den Vergnügungen der Sommersaison ist es somit zu Ende und müssen wir uns aus die langen Abende anbere Genüsse zu verschaffen suchen. In erster Reihe ist ohnstreitig ein gutes Theater zu zählen, wo man nach des Tages Last am Abende die Sorgen hinter sich lassen und sich durch eine bildende gute Unterhaltung zu neuer Kraft stärken kann. Wie wir vernommen, so wird mit dem 2. Octvder d. I. Thalien's Tempel denn auch unter der Direktion des, uns durch sein im vorigen Jahre gegebenes schönes Gastspiel im Andenken gebliebenen, Hrn. Krafft eröffnet werden, und erwarten wir, daß derselbe durch gute, in allen Branchen bewanderte Künstler unterstützt, nur Schönes und Gediegenes vorführen, und ihm dann zu seinem schwierigen, kostspie­ligen Unternehmen die regste Theilnahme des Gießener kunstsinnigen Publikums nicht fehlen wird.

Einige Worte über die Mißbräuche bei Leichenbegängnissen.

Gewöhnlich versammeln sich vor einem Leichenbegängniß Diejenigen, welche dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen wollen, in einem Wirthshause und wird daselbst aus Kosten der Hinterbliebenen ein kleiner Imbiß genommen. Diese Gelegenheit wird aber leider öfters stark dazu benutzt, um, statt mit einem kleinen Imbiß vorlieb zu nehmen, auf Kosten der Hinterbliebenen eine gehörige Zeche zu machen; und nicht selten sieht man dann später den Einen oder Andern wankenden Schritts und mit einem zinnoberrothen Kopfe tn dem Zuge nach dem Sterbehause und von da nach dem Kirchhofe schreiten. Wenn nun wohl auch der Zug ziemlich

geregelt durch die Stadt geht, abgesehen von einigen kleinen Unanständigkeiten, wie Lachen, Plaudern rc., so hört doch alle Diseiplin

auf, sobald derselbe vor dem Thor angelangt ist. Hier beeilt man sich, so schnell wie möglieh in die an die Chaussee angepflanzte

Fichtenhecke zu gelangen, um ein Bedürfniß zu befriedigen, das nur in Folge eines all zu vielen Genusses von geistigen Getränken,

besonders des Bieres, entstanden ist. Es wäre deßhalb sehr erwünscht, wenn auch hier, ähnlich wie in anderen großen Städten, die Bestimmung getroffen würde, baß der Leichenwagen ganz präcis um die bestimmte Stunde sich in Bewegung setze und daß Die­jenigen, welche denselben begleiten, sich ebenfalls präeis am Sterbehaus, und nicht eine halbe Stunde vorher in der Schenke einfinden.

Ein anderes unnützes und den Zweck verfehlendes Institut ist das der sog. Stückenträger. Der Zweck dieses Institutes war doch offenbar fein anderer, als armen bedürftigen Leuten eine Unterstützung zu reichen. Dieser wirb aber meist ganz und gar dadurch verfehlt, baß die Leichenbesorger öfters solche Leute als Stückenträger bestellen, welche der Unterstützung keineswegs bedürftig find- Sie bestellen als solche in der Regel Leute, welche zu ihnen in irgend einer Beziehung stehen; wie Nachbarsleute, Gevattern, ja sogar Söhne re. und viele vieser Leute schämen sich nicht einmal, Denen, welche der Unterstützung so sehr bedürftig sind, dieselbe auch noch durch ihr eigenes Anbieten als Stückenträger zu entziehen. Aus allem diesem müssen wir zu dem Schluffe gelangen, daß auch dieses Institut abzuschaffen ist, zumal wenn man bedenkt, daß ohnehin die allernöthigsten Begräbnißkosten sehr hoch zu stehen kommen und daß man die Kosten für 6 bis 12 Stückenträger mit ebenso viel Gulden recht gut und ganz besonders dann sparen kann, wenn der Brodschaffer gestorben ist.

Schließlich halten wir den Bezug Der Gebühren für den Schullehrer auch nicht an feinem Orte. Dieser Gebührenbezug ent­stand vor alten guten Zeiten bekanntlich dadurch, daß der Schullehrer nebst der Schuljugend dem Leichenbegängniß beiwohnen und am Grabe einige Lieder absingen mußten.

Da aber dieser Gebrauch schon längst abgeschafft worden, so glauben wir auch, daß die Gebühren hierfür für die Folge wegfallen können und man wird, wie dieses an manchen Orten der Fall ist, den Schullehrer nicht mehr sagen hören:

Es ist eine schlechte Zeit, Es sterben keine Leut."

Wird, wie dieses meistens der Fall ist, diese Gebühr zur Besoldung des Schullehrers gerechnet, so gibt es Mittel und Wege genug, um ihn hierfür hinlänglich zu entschädigen. ___________________________________ __________

Druck und Verlag Der G. D. Brühl'schen Universitäts-BuedDruckerei.

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