Fremden-Register vom 8. bis 11. Juli 1858.
I n den Gasthäusern.
Im Einhorn: Hr. Finck, Prof. v. Weinheim; Hr. van der Hopp, Forstmstr. v. Darmstadt; Hr. Graf v. Meinung, Offiz, v. Wien; Fr. Moritz v. Torgau; greift-, v. Webervörter m. Fam. v. Münster; Fr. Kun- zer v. Glogau; Hr». Hnttenbes. Jung u. Herwig v. Dillenburg; Hr. Bantau, Reut. v. Creuznach; Hru. Kaust. Nams v. gionSdorf, Engel v. Vsenbnrg, Krämer v. Stuttgart, Knieriem v. Alsfeld, Wiuck v. Nordhause», Brandt ». Potsdam, Föcke v. Leipzig, Blumeutbal v. Erfurt, Steiuberg v. Laubach, Reitz v. Cassel, Lauer v. Düsseldorf, Abaus v. Würzburg, Loffer v. Miltenberg, Riebet v. Cöln, Sauer v. Mainz, Gärtuer v. Bamberg u. Giebler v. Frankfurt.
Im Prinz Carl: Hr. Weiß, Gastw. v. Hilchenbach; Hr. Rencker, Werkführer v. Herborn; Hr. Gellert, Privatmann v. Mannheim; Hr. Neu, Tech», v. CarlSruhe; Hrn. Fabrik. Sauter v. Hanau u. Holzmaun v. Frankfurt; Hr. v. Malbeck, Rent. v. Stettin; Hr. Graf v. Haake, Gutsbes. v. Ehringshausen; Hr. Rosenthal, Mal. ».München; Hr. Wilke, Prioatm. ». Frankfurt; Hr. Hofmann, Posament, v. Cassel; Hrn. Kaust. Müller v. Hilchenbach, Limper v. Laasphe, Kröly v. Cöln, Strohmann v. Herborn, Belg v. Ferndorf, Heuper v. Zürich, Fasch v. Eöl», Abrell v. Kaufheuern, Dalliuger v. Mannheim, Marr v. Rüsselsheim, Blum ‘v. Leipzig u. Keller v. Wiesbaden.
Im Rappen: Hr. Freihr. v. Schenck zu Schweiusberg v. Marburg; Hr. Freihr. v. Löw, Oberforstmstr. v. Friedberg; Hr. Schenk, Prioatm. v. Siegen; Hr. Lömer, Fabrik, a. Schlesien; Hr. v. Winckler, Kammerhr. v. Dresden; Hr. v. Molleustrecker, Hofr. v. Augsburg; Hr. Holde, Rent. v. Hildesheim-, greift. ». Hohenfelden v. Hannover; Hr. Baron v. Kämpen m. Fam. n. Bedien, v. Kirchberg; Hr. Deuffer, Dr. med. v. Wiesbaden ; Hr. Berck, Juwel, v. Siegen; Hr. Sartor, Reut. v. Haiger; Hrn. Kaufl. Feller v. Jena, Müuchhoff v. Erfurt, Kühn v. Mannheim, Rvthbart v. Offenbach, WilltheliuS v. Deutz, Langenbach v. Fürth, Meisenbach v. Nürnberg, Ariam v. Straßburg, Mahn ». Stein v. Frankfurt, Reinhardt v. Iserlohn, Winzer v. Bremen, Zimmer v. Wesel, Müller v. Cöln u. Herman» v. Ostweiler.
Im Darmstädter Haus: Hr. Plein, Reisend, v. Cassel; Hrn. Handelst. Thomas v. Cassel, Lorenz v. Hartmannsdorf ». Lot» v. Billingen; Hr. Schwarz, Oecon. v. Wolfert; Hr. Reiber, 'Müll. v. Meiningen; Hr. Grünewald, Metzg. v. Hanau; Hr. Schneider, Geomet. v. Holzhaufen.
Im deutsche» Hof : Hr. Urff, Condit. r. Bocke,iheim; Hr. Wendel. Reut. v. Butzbach; Hru. Spengl. Stürmer v. Königsberg «. Heilgel Nürnberg; Hrn. HanbelSl. Lotz v. Lich, Fröhlich v. Fauerbach, Katz v. Schotten u. Meier v. Gedern.
In der Sonne: Hr. Hubert, Musik, v. Weisensee; Hr. Wehr, Kaufm. v. Martinsfeld.
In der Rose: Hr». Geschäfts!. Weber v. Holzhausen, Lindenstruth u. Hartmann v. Beuern; Hr. Schon, Mufik. v. Reiskirchen.
In den Privat Häusern.
Bei Hrn. Postsecret. Pagenstecher: grl. Gender v. Darmstadt. — Bei Hrn. S. Landauer: Hr. Cantor, Kaufm. v. Creuznach u. Fr Brach o- Saarlouis. Bei Fr. Laiidr. ststosler: Fr. Pfannmüller v. Maiuz. — Bei Fr. Geomet. Metzler: Fr. Jungk v. Fürth. — Bei Hru. Kaufm. Flörsheim .- Hr. Marrheimer, Kaufm. v. Laugeuschwalbach. — Bei Hrn. Hutmach. Gail: Hr. Banß, Prioatm. v. Laaspbe. — Bei Hrn. Buchh. Ricker: Hr. Eckstein, Mitpred. v. Auerbach 11. grl. Pistor v. Darmstadt. — Bei Hru. Schueidermstr. I. Weill : Fr. Plüller v. Ockstadt. — Bei Hru. Prof. Dr. Weigand : Fr. Eickemeyer v. Frankfurt. — Bei Fr. Pforr. Simon: Frl. Sartorius v. Lich. — Bei Hrn. Prof. Dr. Köttner: Hr. Wagner, Gymn. v. Frankfurt. — Bei Hrn. Distr. Eiuuehm. Platz: zwei Frl. Muller v. Bingeuheim.
Wasserwärme der Lahn.
Samstag Ben 10. Juli 143/4 Grad.
Sonntag „ 11. „ 14 „
Montag „ 12. „ 14'/4 „
Dienstag „ 13. „ 15'/4 „
2. C. Rübsamen, Schwimmlehrer.
Frucht - und Mehlpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten.
Ort und Datum.
Waiz
en.
Korn.
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Kartoffeln.
Aufge- frhren
Verkauft
Mittelpreis vom Malter.
Aufgefahre»
Verkauft
Mittelpreis »»IN Malter.
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Verkauft
Mittelpreis vom 'Malter.
Aufgefahren
Verkauft
Mittelpreis vorn Malier.
Aufgefahren
Verkauft
Mittelpreis vorn Malier
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Gieße», 9. Juli
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Mainz, 9. „
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4
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Der erftuickeude Regen
hat mit einem Male die vorher so ängstlichen Gemüther mit neuer Hoffnung belebt. Nun gilt es, ihn auch gehörig zu brauchen. Voraussichtlich gibt es noch mehr Regen, man hat also Zeit genug. Zunächst möge man berenten, daß die Constellativnen dieses Jahres von der Art sind, daß sie auch abnormer Heilmittel bedürfen. Nicht das Gewöhnliche, das Außergewöhnliche ist dieses Jahr Regel. So viel zur Beurtheilung unserer Rathschläge. Zunächst rathen wir, des Futtermangels wegen, alle nur mögliche Sorgfalt den Wiesen zuzuwenden. Wir rachen jetzt, ohne Zeit zu verlieren, die Egge tüchtig über Die ausgedörrten Wiesen fahren zu lassen und Dann so viel Grassamen und Klee als man für nöthig halten muß, hinein zu säen. Geht auch Davon nicht viel auf, oder entwickelt der aufgegangene Samen keine großen Pflanzen, so hilft es doch für das nächste Jahr und gibt wenigstens einigen Ersatz für d i e vielen zu Grund gegangenen Pflanzen. Feuchtigkeit und Wärme sind die Bedingungen der Keimung, beide sind jetzt gegeben.
Sodann räth es sich, den Brach- oder Stoppelrüben alle Sorgfalt zuzuwenden und alle nur irgend freie Kornäcker damit zu besäen. Den größten Ertrag gibt hier die Reihensaat, weil diese Die Bearbeitung während des WachsthumS ermöglicht. Aecker, welche einigermaßen in Dungkrast stehen oder welchen noch etwas Dünger gegeben werden kann, am besten Jauche, tragen bei nur einigermaßen guter Witterung gern 50—70 Centner Stvppelrüben per Morgen.
Die Saat von Futterkorn ist auch noch möglich.
Sodann kann noch Gerste gesäet werden. Dieselbe braucht blos 100 Tage zur Reifung, welche noch da sind. Mitte Juli bis Ende Oetober giebt noch an 100 Tagt, fehlt ihr dann freilich die Sommerwärme zur Reifung, so möge man bedenken , daß dieselbe um so rascher aufgeht, und daß schon oft nach Hagelschlag um diese Zeit noch Gerste gesäet und als reif geerntet wurde. Sollte sie nicht völlig reifen, so giebt sie dock gutes Futter, dieses Jahr Gewinn genug. Auch Futterwicken lassen sich ansäen. Niemand aber möge, wenn nicht viel Regen kommt, Rüben- oder Kartoffelblätter füttern, weil die Blätter am meisten Feuchtigkeit aus der Luft ziehen, wenn diese im Boden fehlt. Nur bei feuchtem Wetter ist das Blatten gestattet.
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.


