K o p u l i r t e.
Den 30. Mai. Friedlich Bieler. Bürger und Kaufmann dahier, des Großberzogiichcn Rendanten, Adolph Bieler, ehelicher Sahn: nnd Katharine Vogt, des verstorbenen kiesigen Bürgers und Kaufmanns, Peter Bogt, hinterlassene Wittwe, geborene Walz.
Getaufte.
Den 30. Mai. Dem Bürger und Tapezierer, Heinrich Hochstätter, eine Tochter, Philippine Friedericke Karoline, geboren den 25. April.
Denselben. Dem Bürger und Bäckermeister, August Noll, ein Sohn, Friedrich Karl Christian Jean, geboren den 7. April.
D e n selben. Dem Bürger nnd Kaufmann, Moritz Wallenfels, ein Sohn, Heinrich Friedrich Wilhelm, geboren den 18. März.
Den 3. Juni. Dem Bürger und Schreinermeister, Karl Seipp, ein Sohu, Wilhelm, geboren den 14. Mai.
Beerdigt.
Den 3. Juni. Anna Katharine Retter, deö Bürgers und Schneidermeisters, Karl Christian
Retter, Ehefrau, geborene Flach, alt 48 I. 8 M. 21 T. gestorben den 2. Juni.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann.
Israelitische Gemeinde.
Zur Feier des hohen Gcbnrtsfestcs Sr. Königlichen Hoheit des Großhcrzogs
Mittwoch, den 9. Juni, Morgen» 9 Uhr:
Israelitischer Gottesdienst.
Fremden-Register vom 31. Mai bis 2. Juni 1858.
I n d e n Gasthäusern.
Im Rappen: Hr. Lips, Doct. v. Mainz; Hr. »lieber, Privatm. v. Wetzlar ' Hr. Heinemann, Assess. u. Hr. Merlner, Reut. v. Berlin; Hr. Schulz Pfarr. v. Wismar; Hr. Freihr. v. Lohuig v. RiugSburg; Hr. Schmidt Doct. v. Cöln; Hrn. Finanzr. Baron v. Schmerfeld u. Thomas v Cassel • Fr. WeiSbrod m. Docht, v. Atze»; Hr. Gebhardt, Assess. v. Battenberg; Hr.'». Hiller, Lieuten. ».Stettin; Hrn. Kaust. Oppenheim u. Facke » Coln, Mai) v. Delkenhain, Strauß v. Medebach, Cahn v. Wallau, Berkheim v. Nenenheim, Seligmann v. Königstein, Beltge v. Magdeburg, Cleemann ». Offenbach u. Flurstein ». Aachen.
Im Einhorn: Hr. Schlppmann, Gastw. v. Altona; Hr. Baumann, Schjffsmakl. v. Hamburg; Hr. Giebler, Huttenbef. v. Dillenburg; Frl. Romeiß v. Frankfurt; Hr. Moritz m. Fam., Oberstabsarzt ». Torgau; JÖrn. Oecon. Hemel v. Vilbel u. Saltin a. Rußland ; Frl. Sohne v. Frank- furt'- Hr. Graf ». Hetzendorf v. Hamburg; Hr. Brunner, GutSbes. v. Cöln- Hrn. Kaust. Schulhof a. Amerika, Oppmann v. Mainz, Baratt v. Schweinfurt, Kaufmann u. Bauer v. Erfurt, Frei v. Stuttgart, Jost ». »Bilbel, Schilster v. Wetzlar, Reiß v. Berlin, Zrnnhof v. Frankfurt u. Steuer'lein v. Bamberg. ,
Im prin, Carl: Hr. Hüttner, Advoc. a. Amerika; Hr. Bretttcher, Postpract. v. Darmstadt; Hr. Plitt, Tuchfabrik, v. Biedenkopf; Hr. Nolde, Lehr v Hamburg; Hr. Heimann, Spedit. v- Frankfurt; Hr. Venator, Distr.-Einnehm. v. Herbstein; Hr. Engerfch, Fabrik. ». Hanau; Hr. 'Weilbach Privatm. v. Dresden; Hrn. Kaust. Röhrig v. Heidelberg, Kühner v Halle iDiütler v. Cöln, Albach v. Lauterbach, Ehrmann v. Soden, Ilfeld v.' Hamburg, Strauß v. Homburg, Ahrweiler u. Kremertz ». Coblenz, Geis v. Rhina u. Krätzer v. Cöln.
Im Darmstädter Haus: Hr. Wahl, Baucand. v. Hechingen; Hrn. HandelSl. Fay v. Holzhausen u. Erlebach v. Coblenz; Hr. Weber, Privatm. ». Großenlinden ; Hr. Thomas, Fnhrm. v. Hommertshausen; Hrn. Geschäftöl. Moll v. Freienseen, Fuchs u. Kalbsteisch v. Hanau-
In der Sonne: Hr. Stern, Kaufm. n. Hr. Becker, Fnhrm. v. Niederohmen; Hr. Wirth, Oecon. u. Hr. Hirschberg, Handelsm. v. Eschbach.
In der Rose: Hrn. Geschäfts!. Alt v. Eichelsdorf, Appel v. Eschenrod u. Kaubel v. Bermnthsheim; gr. Hofmeister v. Bizfenborn.
In den Privathäusern.
Bei Hrn. Prof. Dr. Kopp; Frl. Tiedemann v. Bremervörde. — Bei Hrn. Karl Faber: Frl. Nicolau« v. d. Rvdger Mühle. — Bei Wittwe Schmitz: Fr. Bloßfeld v. Halberstadt. - Bei Hrn. Pfarr. Röhrig: Fr. Bantzer ». Ziegenhain. — Bei Hrn. GenSd. Häuser: Fr. »chneider v. Alsfeld. — Bei Hrn. Prof. Dr Phoebus: Hr. Tottin, Licent. d. Theol. v. Berlin. — .Lei Pfarr. Simons Wittwe : Frl. Briegleb v. Altenschlirf. — Bei Hrn. Kassier Leichtweis: Hr- Otto m. Fr., Kirchenr. v. Herborn n. Frl. Koppen v. Cassel. — Bei Fr. Hofger.-Rath v. Krug: Frl. Heß v. Mainz. — Bei Hrn. Kaufm. Jahreis: Frl. Jahreiö u. Frl. Schmidt v. Marburg. — Bei Hrn. Kreisamtsgeh. Reifenberg : Frl. Görlach v. Bellersheim. — Bei Wittwe Tasche: Fr. Eberhardt v. Darmstadt. — Bei Hrn. Sieom. Bock: Frl. Stern v. Darmstadt.
” Kegelbahn: heute, 3 Uhr Abends.
Wasserwärme der Lahn.
Mittwoch den 3. Juni 17 Grad.
Donnerstag „ 4. „ 18% „
Freitag „ 5. „ 19% „
L. C. Riibsamen, Schwimmlehrer.
Geld-Cours vom 3. Juni 1858.
Pistolen ....
ft. 9. 34j-35z
Engt. Sovereigns
st. 11. 40-44
ditto Preußische
„ 9. 56-57
Preuß. Thaler .
n — —
Holl. st. 10 Stücke
„ 9. 43-14
5 Frankey-Thlr.
„ 2. 20%
Ducalen ....
„ 5. 30-31
Pr. Caff -Scheine
,, 1. 45-’
20 Frankenstücke
„ 9. 21-22
Dollars in Gold
„ — •—
Aufklärung.
Die Verordnung vom 22. Mai d. I., den Cours der Zwanzigkreuzerstücke und Zehnkreuzerstücke k. k. österreichischen Gepräges betreffend, ist von manchen Seiten dahin ausgelegt worden, als seien nunmehr sämmtliche, im Umlauf befindlichen sogenannten Sechsbätzner und Dreibätzncr wcrthlos oder wenigstens nicht mehr als Zahlungsmittel zu gebrauchen. Die nachstehenden Bemerkungen dürften genügen, die deßfallsigen Befürchtungen und die bereits schon ausgetauchten wucherischen Spe- culationen auf das richtige Mast zurückzuführen. — In Oesterreich werben von dem 1. November d. I. an Die Zwanzigkreuzerstücke (Sechsbätzner) älteren Gepräges von 9% Loth Feingehalt auf 16 Loth Rauhgewichl nur noch für 0,34 Gulden österreich. Währung oder 23%0 Kreuzer rhein., die Zehukreuzer- stücke (Dreibätzner) dagegen nur noch für 0,17 Gulden öfter, reich. Währung oder 11%« Kreuzer rheinisch in Zahlung angenommen. Cs war daher zur Vermeidung größerer Verluste erforderlich, Vorkehrungen zu treffen, daß die fraglichen zu 24 fr. und beziehungsweise 12 fr. gesetzlich als Zahlungsmittel zuge- laffenen Münzen dießseits aus den öffentlichen Kaffen und dem Verkehr entfernt werden, ehe dieselben in Oesterreich die angege- bene Werthverminderung erfahren. Dadurch, daß die Sechs- unv Dreibätzner nicht mehr bei den öffentlichen Kaffen in Zahlung angenommen werden, ist jedoch keineswegs deren Ungültigkeit im Privatverkehr ausgesprochen. Auch ist es durchaus nicht räthlich und nöthig, sich der Stücke, welche man etwa zufällig in Händen hat, nunmehr schleunigst um einen geringeren Werth, als 24, resp. 12 fr., zu entledigen. Es wird dies klar werden, wenn man erwägt, daß 1) die österreichischen Zwanzig- und Zehnkreuzerstücke in Oesterreich ohne Unterschied bis zum 1. November b. I. für 0,35 Gulden österr. Währung oder 24% Kreuzer rhem. in Zahlung angenommen werden, — 2) daß die neueren österreichischen Zwanzigkreuzcrstückc von 9/io Feingehalt und alle in anderen deutschen Staaten geprägten Sechsbätzner nach wie vor gesetzliche Zahlungsmittel bleiben, und 3) daß der Silberwerth der älteren österreichischen Zwanzigkrcuzcrstücke an und für sich mindestens noch 23% Kreuzer rheinisch per Stück beträgt, welche jeder Silberarbeiter ohne Anstand dafür geben wird. Analog verhält es sich mit den noch coursirenden Dreibätznern. — Was endlich Vie Frage anlangt, auf welche Weise man die älteren, außer Cours gesetzten österreichischen Sechsbätzner von den neueren noch als gesetzliche Zahlungsmittel beibchaltenen unterscheiden könne, so wird man am leichtesten zum Ziele kommen, wenn man zur Vergleichung ein gewöhnliches Halbguldenstück wählt. Die älteren Sechsbätzner von 9% Loth oder %2 Feingehalt sind nämlich erheblich größer, als die Halbguldenstücke, während die neueren Sechsbätzner von 9/)0 Feingehalt einen, um 1 Li nie geringeren Durchmesser, als die Halbgultenstücke haben und bei Beachtung dieses Unterschiedes mit den älteren Sechsbätznern durchaus nicht verwechselt werden können. Die übrigen, noch als gesetzliche Zahlungsmittel zugelasscnen deutschen Sechsbätzner sind aber von den österreichischen älteren durch Wappen und Schrift hinreichend unterschieden.
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.


