Ausgabe 
31.1.1857
 
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Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Gießen.

Balthaser Hübner von L-iidheim, Postillon, welcher der Entwendung eines Geltpaquets, im Werthe von 1200 ff dringend verdächtig ist, ist in der Nacht vom 26. auf den 27. Januar aus dem Gefängniß zu Friedberg entwichen

Im Bctretungsfalle ist derselbe zu arretiren und an GroszhcrzoglichcS Kreisacht Friedberg abzuliefern.

Signalement: Große: 6' 8"; Haare: blond; Stirne: breit, oval, mittelhoch; Auaenbraunen: hellblond; Augen: blau; Nase: spitz, stark; Mund: mittel; Kinn: oval; Gesichtsfarbe frisch; ebne Bart, breites Gesicht, untersetzte Natur

Kleider: hellgrauer Sarsenetrock, graublaue Tuchhosen, grüne wollene W-ste, schwarze Halsbinde, lange Stiefel.

Bekannt m a ch u n g.

Aus dem Regierungsblatt Nr. 3 ist durch die Großherzoglichen Bürgermeistereien bekannt zu machen:

Rcchnungsablage über die Verordnung der für das Jahr 1854 in dem Großherzogthum Hessen ausgeschriebenen Brand- entschädigungS - Beiträge betreffend.

Polizeiliche Bekanntmachung.

Gefundene Gegenstände.

Ein wollener Kinderhandschuh, ein defcctes Portemonnaie mit einem Sechskreuzerstück, eine grün und blau gestreifte wollene Schürze, ein baumwollener Geldbeutel mit.zwei Sechskreuzerstücken, ein wollenes Täschchen, ein großer Schlüssel, ein Hohlschlüssel mittlerer Größe, ein Sack mit ungefähr % ©immer Hafer, ein rostförmiges Stück Eisen und ein kleiner Schlüssel, sind gefunden und anher abgegeben worden. Die Eigenthümer können solche in Empfang nehmen.

Gießen, am 28. Januar 1857. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen:

L. Nover.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

EdictaUadung.

173) Philipp HeinbachII. in Bers­rod ist mit Hinterlassung eines Testaments gestorben. Da seine Jntestat - Erben und ihre Aufenthaltorte nicht vollständig und genau bekannt sind, so bringt man dieses hiermit zur öffentlichen Kenntuiß und fordert Alle, welche Erb« oder sonstige Ansprüche an den Nachlaß des Verstorbenen machen wollen, auf, dieselben binnen 4 Wochen sogewiß dahier zur Anzeige zu bringen, als sie es sich sonst selbst beizumessen haben, wenn sie bei Verkeilung des Nachlasses nicht beachtet werden.

Gießen, den 10. Januar 1857.

Großherzogliches Landgericht Gießen. Ploch.

Besondere Bekanntmachungen.

Die Bezahlung der Hundesteuer pro' 1857.

132) Die Hundesteuer für das Jahr 1857 wird von der Großherzoglichen Districtsein- nehmerei I. dahier an den auf den directen Steuerzetteln bemerkten Zahltagen von jetzt an erhoben unv kann bis Ende Februar l. I. ohne Kosten bezahlt werden.

Gießen, am 22. Januar 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Mitteldeutscher Eisenbahn-Verband.

198) Vom 1. Februar 1857 ab gelten für die directe Güterbeförderung im mittel­deutschen Eisenbahn-Verband an Stelle der bisherigen Bestimmungen dasVereins- Reglement für den Güterverkehr auf den Eisenbahnen Deutschlands vom 1. Detern» ber 1856" nebst dem darin vorgeschriebenen

Frachtbrief-Formular und die zusätzlichen Bestimmungen zu diesem Reglement, welche in dem gleichfalls vom 1. Februar ab gültigen Verbandstarife enthalten sind. Exemplare des Tarifs sind bei den Güter-Expeditionen der Main-Weser-Bahn zu dem Preise von 9 kr. und Frachtbrief-Formulare zu den bisherigen Preisen zu haben.

Gießen, den 29. Januar 1857.

Für die Verwaltungen des mitteldeutschen Eisenbahn-Verbandes:

die Central-Direetion der Main-Weftr-Bahn.

Feldftrafen-Erhebung bei dem Rentamt Gießen.

167) Die Feldstrafen von der 6. Periode 1856 können vom 1. bis 15. k. Mts. an den Zahltagen: Dienstags und Sam­stags, ohne Kosten bezahlt werden.

Gießen, den 27. Januar 1857.

Großherzogliches Rentamt Gießen. Melchior.

M«in Weser-Bahn.

166) Mit dem 1. Februar 1857 tritt ein neues Betriebs-Reglement für die Main- Weser-Bahn in Kraft.

Abdrücke desselben sind zu dem Preise von 2'/2 Sgr. resp. 9 Kreuzer, sowie Frachtbrief- Formulare zu dem bisherigen Preise auf allen Stationen zu haben.

Gießen, den 28. Januar 1857.

Großherzogliche Direetion der Main - Weser - Bahn.

Laubenheimer.

Versteigerungen.

176). Montag den 9. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die dem Wirth Balth. Loos gehörenden Grundstücke,

auf freiwilliges Ansuchen, an die Meistbie­tenden versteigert werden, als:

Flur Nr. yKlUr.

38/s, 583 Wiese, rechts der Chaussee,

vor dem Wallthore,

XjU-äT 510 Acker am Waldbrunnen,

3%,u.22 265 Acker daselbst,

39/is7u-i8s 914 Acker, rechts der Chaussee und links des Wiesecker Wegs,

39Z89,,5 179 Acker daselbst, mit Korn

besamt.

Gießen, den 29. Januar 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Die Versteigerung von Stadt-Laternen. 169) Montag den 9. Februar 1857, des Vormittags 10 Uhr,

sollen 117 Stück, durch die Gasbeleuchtung disponibel gewordene Stock- und Hänge- Laternen, auf dem Rathhause dahier meist­bietend versteigert werden. Vor der Ver­steigerung werden aber auch schon Laternen aus der Hand verkauft.

Gießen, den 28. Januar 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

111) Montag den 16. Februar, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause der dem Steuer­boten H. Haas gehörende Acker, e/1O7/5 209 ^Klafter haltend, an der Heuchelheimer Chaussee gelegen, an den Meistbietenden versteigert werden.

Gießen, den 16. Januar 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

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