Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachung.

1708) Auf Ansuchen des Ortsbürgers, Wilhelm Reh von der Bieber, welcher auf längere Zeit eine Reise unternehmen will, werden alle Diejenigen, welche For­derungen an denselben zu machen haben, ausgesordert, solche binnen 14 Tagen auf hiesiger Bürgermeisterei geltend zu machen, ^vidrigenfalls demselben die Reise-Erlaubniß ertheilt wird.

Fellingshausen, am 22. Juli 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei

Fellingshausen.

G e rl a ch.

Versteigerungen.

1719) Donnerstag den 6. August, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahicsigem Rathhause die dem Christian Löber II. gehörenden Grundstücke, auf dessen Ansuchen, an den Meistbietenden versteigert werden, als:

Flur Nr, □Alftr.

VI40u.141 * 316 Garten in den mittelsten Schießgärterr, neben Bal- thaser Noll,

3/ 350 Acker am Krofdorfer Weg,

neben Johs. Jughardt,

3/iisu ii9 640 Acker links des Krofdorfer Wegs, neben PH. Dan. Ockel III.,

3/148 356 Acker auf den Läufertsröder

Weg, neben G. H. Braun,

%4 269 Acker, die Zwerggewann,

neben Christian Löber 1.,

7/204 524 Acker auf den Fluthgraben,

neben Eberhardt Rinn zu Heuchelheim,

16/itiu-i72 427 Acker auf der Hohleiche, neben Louis Noll,

26/io7^sio9 042 Wiese in den Günters- gräben, neben Karl Ebel, 26/i2o 191 Wiese auf der Weißerde,

auf den untersten Riegel­pfad, neben Conr. RinnIII., 26/I78 144 Garten auf der Stern­

warte, am alten Schlag, neben Jacob Lauckert,

29/2 221 Acker auf der Weißerde,

stößt auf den Erdkauter Weg, neben Karl Melchior Kaspari zu Darmstadt,

:,%6 384 Wiese am Atzelbusch, auf

die Waag, neben Christian Löber I.,

$s/l7 630 Wiese am Gänsacker, ne­

ben Philipp Lampus I.,

4%71 54 Acker auf dem Sand, neben

Moritz Wallenfels Wittwe.

Gießen, den 23. Juli 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1703) Samstag den 25. Juli, Nachmittags 3 Uhr,

sollen die Halmfrüchte von 4 Aecker zur Versteigerung kommen und ist die Zusam- menkunft am Neustädter Thor bestimmt.

Gießen, den 21. Juli 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers :

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1678) Dienstag den 28. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr,

und die folgenden Tage jedesmal um 2 Uhr Nachmittags sollen in der Woh­nung des verstorbenen Großherzoglichen Gene­ralmajors Grafen von Lehrbach dahier, die zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien, sehr seltene und werthvolle Gewehre (Büchsen, Doppelflinten, Säbel und Degen), die fein­sten Weine (circa 500 Flaschen), sehr gut gehaltene und kostbare Möbeln aller Art, ein großer Vorrath von Wäsche, Kleidungs­stücken, Haus- und Küchengeräthe, öffentlich meistbietend gegen gleichbaare Zahlung ver­steigert werden, wozu Kaufliebhaber mit dem Anfügen eingeladen werden, daß der be­stellte Massecurator, Heinrich Ferber dahier, angewiesen ist, die Ansicht der Mobilien vor der Versteigerung den Kaufliebhabern auf Verlangen zu gestatten. Den ersten Tag kommen zunächst die Weine und Ge­wehre zur Versteigerung.

Gießen, den 14. Juli 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, v. Rotsmann, Stavtrichter. Stadtger. - Assessor.

1717) Mittwoch den 29. Juli, Nachmittags 2 Uhr,

sollen in der Wohnung des Schäfers Lemp in der Wolkengasse allerlei Hausmobilicn, sowie auch Bettwerk, gegen gleichbaare Zah­lung versteigert werden. Bemerkt wird, daß zugleich auch 4 Schäferhunde zur Versteige­rung kommen sollen.

Gießen, den 23. Juli 1857.

I. A.: C. Weidig.

1716) Samstag den 25. Juli, Nachmittags 3 Uhr,

soll die Erndte von den Grundstücken des Schäfers Lemp, bestehend in Waizen, Korn und Kartoffeln, an Ort und Stelle, gegen gleichbaare Zahlung versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Seltersthor bestimmt.

Gießen, den 23. Juli 1857.

I. A.: C. Weidig.

Zagdverpachtung.

1720) Donnerstag den 30. Juli d. I., Morgens 10 Uhr,

soll die Ausübung der Jagd in der Ge­markung Grüningen und im Mark-Wald,

unter den im Termin bekannt gemacht wer­denden Bedingungen, auf weitere 6 Jahre, auf meinem Büreau dahier öffentlich ver­pachtet werden.

Grüningen, den 21. Juli 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. Köhler.

Feilgebotenes.

1726) Alle Sorten gut gehauene Säge- feilen sind von jetzt an stets vorräthig und zu haben bei C. Sartorius.

1710) Einige ächte Holländer Cana- rienvögel sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.

1 Dungkalk

kann von der hiesigen Gasfabrik, ä 30 fr., in größeren Parthien ä 24 fr. per Wagen, bezogen merden.

! ZwikbeMlchen, jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Mor­gens 9 Uhr, bei A. Noll, im Stern.

1667) Bei Unterzeichnetem ist eine Parthie Knochenmehl billig zu verkaufen.

M. L. Mendelsohn.

Frischen, vorzüglichen

Herbftrüben- Samen, lange weiße rvthköpfige und runde Pfälzer Art, empfiehlt zu geneigter Abnahme Susanne Loos, Neuenweg, neben Kaufm. I. G. Appel.

1711) Mehrere Cochinchinesen, Bastarde davon, und Zwerghühner sind zu verkaufen. Näheres bei der Exped. dieses Blattes.

1734) Sauerkirschen zum Einmachen, grüne Kohl- und Winter-Endivien-Pflanzen bei L. H a r t ni anu, in der Schanz.

1733) Im Busch'scheu Garten sind sehr gute Snat-Crbse» zu verkaufen.

Gtiquetten für Kirchen- und Schulvorstände, Dienstschreiben der Pfarrämter rc. sind vorräthig und zu haben in der G. D. Brühl'schen

Verlagshandlung, Univ.-Buch- und Steindrnckerei, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.