1678) Dienstag den 28. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr,
und die folgenden Tage — jedesmal um 2 Uhr Nachmittags — sollen in der Woh- rrung des verstorbenen Großherzoglichen Generalmajors Grafen von Lehrbach dahier, die zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien, sehr seltene und werthvvlle Gewehre (Büchsen, Doppelflinten, Säbel und Degen), die feinsten Weine (circa 500 Flaschen), sehr gut gehaltene und kostbare Möbeln aller Art, ein großer Vorrath von Wäsche, Kleidungsstücken, Haus- und Küchengcräthe, öffentlich meistbietend gegen gleichbaare Zahlung versteigert werden, wozu Kaufliebhaber mit dem Anfügen eingeladen werden, daß der bestellte Massecurator, Heinrich Ferber dahier,
versiegelnden und gehörig zu bezeichnenden Muster, auf
Freitag den 31. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf Großherzoglichem Hofgerichts-Gebäude bestimmt worden, was mit dem Anfügcn bekannt gemacht wird, baß die Bedingungen vor dem Termin bei dem Unterzeichneten eingesehen werden können.
Gießen, am 16. Juli 1857.
In Auftrag Großherzoglichen Hofgerichts: A. 33 ramm, Gerichts - Accessist.
angewiesen ist, die Ansicht der Mobilien vor der Versteigerung den Kaufliebhabern auf Verlangen zu gestatten. Den ersten Tag kommen zunächst die Weine und Gewehre zur Versteigerung.
Gießen, den 14. Juli 1857.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, v. Rotsmann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
Versteigerung von Bauarbeiten zu Waldgirmes.
1675) Donnerstag den 23. Juli, Nachmittags 5 Uhr,
kommen im hiesigen Pfarrhause nachverzeichnete Arbeiten zur Versteigerung, als:
Maurerarbeit, veranschl. zu 76 fl. 31 fr.
Zimmerarbeit, „ „ 5 „ 46 „
Dachdeckerarbeit, „ „ 20 „ — „
Schreinerarbeit, „ „ 59 „ 12 „
Weißbinderarbeit, „ „ 77 „ 18 „
Waldgirmes, den 16. Juli 1857.
In Auftrag des Kirchenvorstandes:
Körner, Bezirksbauaufseher.
Ganzen veranschlagt zu 65 fl. 49 fr., an die Wenigstnehmenden vergeben werden.
Dorf-Gill, am 11. Juli 1857.
Großherzogliche Bürgermeisterei Dorf-Gill.
I. A. :
Gerhard, Bezirfsbauaufseher.
Feilgebotenes.
1705) Bestes Fliegen-Papier, engros
& en detail, bei
____________August Hoffmann.
1 Dungkalk
kann von der hiesigen Gasfabrik, ä 30 fr., in größeren Parthien ä 24 fr. per Wagen, bezogen werden.
1695) Gute Frühkartoffeln sind zu verfaufen bei Wittwe Jungel, Lindengasse.
| Zwiebelkuchen,
jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei A. Noll, im Stern.
Versteigerung von Glaserarbeit.
1650) Freitag den 24. d. Mts., des Vormittags 10 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei zu Dorf-Gill die Anfertigung mehrerer Kirchenfenster, im I
1667) Bei Unterzeichnetem ist eine Parthie Knochenmehl billig zu verkaufen.
M. L. Mendelsohn.
M 1694) Fertige Schlafrocke, a 4 fl. bis 8 fl., Sajet-Jacken und Hosen, baumwollene Unterhosen, M W Hemden von pur Sbirting, modernem Schnitt und sein genäht, ä 1 fl. 30 fr. bis 1 fl. 48 fr., dcsgl. mit Leinwand- W
W brust und Kragen, ä 1 fl 48 fr. bis 2 fl. 24 fr. M
C5 Chemisetten in verschiedenen Mustern. M
W Herrenhandschuhe in allen Sorten und Farben, lederne Reithosen und Handschuhe. Ä
<$>. Herrenhüte der neuesten Facon, Hoscnzeuge, Cassinets, alle Gattungen wollener Tuche und Bukskins, M W verschiedene Sorten Westen, Uniforms-Tuche, -Knöpfe, -Handschuhe und -Cravatten. M
W Seidene Regenschirme von vorzüglicher Güte, empfehle ich zu geneigter Abnahme, unDjtoor zu den billigsten M
Preisen, indem ich'jetzt gänzlich damit räumen will. G. G. Böhm, W
W in der Wallthorstraße. M
V e r m i c t h u n g e n.
1698) Das seither von Hrn. Schneidermeister Renner bewohnte Logis ist zu ver- miethen und am 1. October beziehbar bei
Friedrich Vogt.
1707) In dem vormals Vetzberger'- schen Hause auf dem Neuenweg ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen.
I. A.:
Georg Lampus II.
1664) Die den Erben des verstorbenen Herrn Hofbuchhändlers Heyer, Vater, in Gießen zustehenden, seither von der Stadt Gießen als Realschule benutzten Gebäulichkeiten, sind zu vermiethen resp. zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt
Gießen, den 11. Juli 1857.
Dr. Schüler.
Das Mansarden-Logis des Brühl'schen Hauses auf dem Brand ist zu vermiethen.
1686) Das seither von Schuhmacher Louis Setzer bewohnte Haus in der Marktstraße ist ganz oder theilweise zu vermiethen und sogleich zu beziehen.
Th. Baist, Hofgerichts-Advocat.
1696) Durch den Wegzug des Herrn Werkmeisters Schäfer ist mein Wohnhaus mit Stallung in der Löwengasse anderweit zu vermiethen und alsbald zu beziehen.
Gottlieb Bast's Wittwe.
Vermischte Anzeigen.
1704) Eine Dienstmagd, die das Kochen versteht, wird sogleich in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.
Akademischer
Gesamg-BereLtt.
1699) Die auf Freitag den 17. d. M. bestimmt gewesene Partie konnte wegen ungünstiger Witterung nicht stattfinden und wird solche nun
Mittwoch den 28. d. M.
bei günstiger Witterung auf der Badenburg, im anderen Falle im Busch'schen Garten abgehalten werden.Der Vorstand.
1702) Sonntag den 26. Juli l. I. findet in meinem Locale an der Eisenbahn, zur Feier der Kirchweihe,
Tanz - Musik
statt, ausgeführt von dem Musik-Corps des Garde-Regiments Cheveauxlegers, wozu höflichst einladet:
Restaurateur Dern, in Langgöns.


