Ausgabe 
18.7.1857
 
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1670) Vom 1. August d. I. an sind die geringsten Frachtbeträge, welche im inne­ren Verkehr der Main-Weser-Bahn zur Erhebung kommen:

a) für gewöhnliches Frachtgut: 6 fr. resp. 2 Sgr.,

b) für Eilgut: 12 fr. resp. 3% Sgr., was hiermit, unter Bezugnahme auf die hierdurch sich abändernte zusätzliche Bestim­mung zu §. 7 pos. 3 des Art. 52 des Betriebs-Reglements für die Main-Weser- Bahn, zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen, den 15. Juli 1857.

Großhcrzogliche Direktion der Main - Weser - Bahn.

Laubenheimer.

Edictalladung.

Gläubiger-Aufforderung. , 1642) Etwaige Forderungen an den Nachlaß der dahier kürzlich ledigen Stan­des verstorbenen Therese Bascal, ge­wöhnlich genannt Zimmermann, sind Linnen 14 Tagen vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an dahier anzumelden, was mit dem Bemerken hierdurch bekannt gemacht wird, daß nicht angemctoete For­derungen keine Berücksichtigung bei Verthei- lung resp. Auslieferung des Nachlasses an die Erben zu erwarten Haben-

Gießen, den 4. Juli 1857. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Hellmann,

Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Versteigerungen.

1678) Dienstag den 28. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr,

und die folgenden Tage jedesmal um 2 Uhr Nachmittags sollen in der Woh­nung des verstorbenen Großherzoglichen Gene­ralmajors Grafen von Lehrbach dahier, die zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien, sehr seltene und werthvolle Gewehre (Buchsen, Doppelflinten, Säbel und Degen), die fein­sten Weine (circa 500 Flaschen), sehr gut gehaltene und kostbare Möbeln aller Art, ein großer Vorrath von Wäsche, Kleidungs­stücken, Haus- und Küchengeräthe, öffentlich meistbietend gegen gleichbaare Zahlung ver­steigert werden, wozu Kaufliebhaber mit dem Anfügen eingeladen werden, daß der be­stellte'Massccurator, Heinrich Ferber dahier, angewiesen ist, die Ansicht der Mobilien vor der Versteigerung den Kaufliebhabern auf Verlangen zu gestatten. Den ersten Tag kommen zunächst die Weine und Ge- wehre zur Versteigerung.

Gießen, den 14. Juli 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, v. Rotsmann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

1575) Montag den 17. August, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause das dem Wil­

Helm Lindenstruth gehörende Achttheil an der Hofraithe, Schoppen, Stall, Grab- unv Wiesen-Garten, nebst Zimmerplatz, vor dem Ncustädter Thor, am Hamm gelegen, auf Verfügung Großherzoglichen Stadtge­richts Gießen, an den Meistbietenden ver­steigert werden

Gießen, den 2. Juli 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1453) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause, auf Verfü­gung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, der dem Adolph Heimreich gehörende Gar­ten, mit Wohnung vor dem Wallthor, an der Chaussee gelegen und 301 süKlftr. hal­tend, an den Meistbietenden versteigert werden.

Gießen, den 18. Juni 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1652) Montag den 20. Juli, Vormittags um 10 Uhr, sollen zu Heuchelheim nachstehende Arbeiten an die Wenigsknehmenden versteigert wer­den , als:

Planirung des Wegs von Heuchelheim nach Allcn- dorf, veranschl. zu . . 203 fl. 42 fr.

Chaussirarbeit, veranschl. zu 129 20 Heuchelheim, den 12. Juli 1857.

Großhcrzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim.

I. A.:

Körner, Bezirksbauaufseher.

1454) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr,

soll aus dahiesigem Rathhause die dem Carl Petri gehörende Hofraithe auf dem Selters­weg, neben Gärtner Georg, an den Meist­bietenden versteigert werden.

Gießen, den 18. Juni 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers :

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1455) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause, auf Verfü­gung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, die dem Schlosser Balth. Stohr gehörende Hofraithe in der Marktstraßc, neben August Schmidt, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 18. Juni 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Versteigerung von Maurer- und Pflasterarbeit.

1643) Montag den 20. Juli l. I., Vormittags 10 Uhr,

sollen auf der hiesigen Bürgermeisterei die zur Herstellung eines Wasserbehälters erfor­derlichen Arbeiten, als:

Maurerarbeit, jetzt veranschlagt zu 180 fl. Pflasterarbeit, 18

nochmals versteigert werden.

Garbenteich, am 13. Juli 1857. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Garbenteich.

Schwarz.

1680) Montag den 20. Juli, Nachmittags 3 Uhr,

soll von mehreren Morgen Land die Korn- und Waizen-Erndte, an Orr und Stelle, versteigert werden; auch sollen zugleich die­selben Grundstücke auf 8 Jahre perpachtet werden. Die Zusammenfunft ist am Sel- tersrhor bestimmt.

Gießen, den 15. Juli 1857.

I. A. :

____________________C. Weidig.

Versteigerung von Bauarbeiten _ zu Waldgirmes. '

1675) Donnerstag den 23. Juli, Nachmittags 5 Uhr, fommen im hiesigen Pfarrhause nachverzeich­nete Arbeiten zur Versteigerung, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 76 fl. 31 fr.

Zimmerarbeit, 5 46

Dachdeckerarbeit, 20

Schreinerarbeit, 59 12

Weißbinderarbeit, 77 18

Waldgirmes, den 16. Juli 1857.

In Auftrag des Kirchenvorstandes: Körner, Bezirfsbauaufseher.

1622) Montag den 20. Juli, Vormittags 9 Uhr, sollen mehrere Morgen gutes Ackerland, in einzelnen Abtheilungen, an Ort und Stelle, auf 3 Jahre verpachtet werden. Die Zu­sammenfunft ist bei dem Garten der Frau v. Helmolt, am obersten Riegelpfad, be­stimmt. Gießen, den 9. Juli 1857.

In Auftrag:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Versteigerung von Bauarbeiten. 1666) Montag den 20. Juli, Nachmittags um 4 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nach­stehende Arbeiten an die Wenigstfordcrnden versteigert werden, als:

Chaussir- und Pflasterarbeit, zusammen veranschlagt zu 47 fl. 30 fr.

Maurerarbeit, 26 10

Klein-Linden, den 15. Juli 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Linden.

I. A.: Körner, Bezirfsbauaufseher.

1662) Donnerstag den 23. d. Mts., von Vormittags 8 bis 11, und von Nach­mittags 2 bis 5 Uhr an,

sollen am sog. Saurasen dahier 36 vor 4 Jahren zu Diehlen und Bohlen geschnitte­nen Eichen-Stämme verlauft und können dieselben stets eingesehen werden.

Marburg, am 14. Juli 1857.

Zeiß, Administrator.