Ausgabe 
11.2.1857
 
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Beilage zu Nr. is des Anzeigeblattes.

Vermischte Anzeigen.

282) Auf die von Herrn Advocat Dr. Schuler im Anzeigeblatt vom 9. d. MtS. unter Nr. 244 hinsichtlich der von ihm bei mir garantirten Ehrenschuld gegebenen Erklärung habe ich nur zu bemerken: daß ich demselben nicht erst vor 14 Tagen, sondern vor bereits länger als 6 Jahren, und zwar am 14. November 1850, 5. April 1851, 5. April und 18. October 1855 und endlich am 28. December 1855 mittelst Mahnzettelzudringlich" geworden bin, was ich zur besseren Würdigung der Sache hiermit zu veröffentlichen nicht unterlassen wollte. Auch rührt die Schuld nicht aus 1842, sondern aus 1843 her.

Den Erfolg der von Herrn Dr. Schüler gegen mich erhobenen Anklage will auch ich abwarten. Damit das Publikum jedoch nicht zu der irrigen Meinung veranlaßt wird, als habe sich Herr Dr. Schüler auf die oben berührte, anscheinend ruhig gehaltene Annonce zu beschränken vermocht, setze ich dasselbe hiermit in Kenntniß, daß Niemand anders als Herr Dr. Schüler der Verfasser der unter Nr. 255 desselben Anzeigeblattes gegen mich versteckt vorgebrachten Verläumdung ist. Das betreffende Inserat ist durch den Scribenten des Hrn. Schüler zur Druckerei befördert worden. Die darin erwähnte Untersuchung gegen mich hat stattgefunden, jedoch den vollständigen Beweis meiner Ehrenhaftigkeit geliefert. Wer, wie es die Absicht des berührten Inserats ist, einen Andern öffentlich verdächtigen will, muß den Muth haben, ohne Maske auf dem Kampfplatz zu erscheinen und am wenigsten ziemt es einem öffentlichen Anwälte, anonym aufzutreten oder gar seinen (wahrscheinlich minderjährigen) Scribenten vor den Riß zu stellen.

Gießen, den 10. Februar 1857. I. G. Appel.

284) Herr M. Heß empfiehlt in der letzten Nr. des hiesigen Anzeigeblattes: Kleiderstoffe in Seide und Halbseide. In Folge dieser Anzeige bin ich zu wiederholten Malen gefragt worden, ob diese Stoffe von mir seien und ist dabei gleichzeitig die Muthmaßung ausgesprochen, daß die Annonce des Herrn M. Heß, eingedenk meiner Verhältnisse, in denen ich mich be­finde, den Verdacht erregen könnte, ich übergebe meine Maaren genanntem Herrn zum Verkauf. Um allen Mißdeutungen entgegenzutrcten, glaube ich es mir und meiner Familie schuldig zu sein, hierdurch öffentlich zu erklären, daß es mir nicht nur nie eingefallen ist, Herrn M. Heß Maaren zum Verkauf zu übergeben, sondern daß ich überhaupt in gar keinem Verkehre mit ihm stehe. Franz Mansfeldt.

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Regelmäßige Schiffs - Expeditionen für Auswanderer über

Bremen nach Aord-Amerika

in Cajiite und Zwischendeck

durch

Earl ZVhmw KliAgeNbeeg, von der Regierung angestrllter und beeidigter Schiffsmakler und Schlffs- Erpedient in Bremen.

158) Die Expeditionen beginnen am 15. Februar und werden auch in diesem Jahre am 1. und 15. eines jeden Monats stattfinden.

Nach New'Aork, Baltimore, Nciv-OrleauS, Philadelphia, Quebec und Galveston werden nur die schönsten, solidesten und zur Passagierfahrt besonders eingerichteten und geeigneten Dreimaster erster Klaffe angelegt. Auch nach den Australischen Häfen: Melbourne, Sidncy und Port Adelaide, sowie nach Valparaiso, Sau Fraucisco und Brafilianischeu Häfen, können Passagiere befördert werden und werden außerdem Plätze für die regelmäßig monatlich zwischen Bremen und New-Bork fahrenden Amerikanischen Postvampfschiffe, Washington und Hermann, zu den bekannten festen Preisen vermittelt.

Zum Abschluß von gültigen Verträgen empfiehlt sich unter Zusicherung reller und billigster Bedienung:

die für das Großherzogthum Hessen concesfionirte Haupt-Agentur I. Lauckert, Nkueubäuen, Nr. 67, zu Gießen.

Geschäfts-Empsehlung.

285) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Zimmermeister etablirt habe, und werde ich alle in dieses Fach einschla. genden Arbeiten, welche mir übertragen werden, auf's Prompteste und Reellste aus» führcn. Bestellungen beliebe man bei meiner Mutter, in der Löwengasse, abzugeben.

Gießen, den 2. Februar 1857.

Georg Strauch, _______________________Zimmermeister.

222) Strshhüte

werden zum Waschen angenommen und er­halten dieselben die neueste Facon.

I. H. Fuhr.

270) Am letzten Sonntage, Nachmittags, ist an der Tabaksfabrik von Hrn. Bücking ein Paquet gefunden worden. Näheres bei der Exped. d. BlttS._______________________

265) Unterm 7. d. Mts. kam der Redaction dieses Blattes mit der Stattpost ein mit 12 fr. beschwerter anonymer Brief zu. Da nun keinerlei anonyme Annoncen ausgenommen werden, so wird Einsender ersucht, entweder seinen Namen anzugeben, oder die Jnseratgebühren abzuholen. ______________________Die Redaction.

287) 400 ffl. liegen gegen Versicherung von Güterstücken zum Ausleihen bereit. Bei wem? sagt Ausgeber d. BlttS.