Ausgabe 
9.5.1857
 
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damit sie nicht auf unrichtige Tage hierher kommen und abgewiesen werden müssen. Dieselben müssen ihre Anmeldunqs- scheine vorzeigen, ohne welche ihre Untersuchung nicht stattfinden kann. Endlich haben

9) sammtliche Constriptionspflichtige, sofern sie nicht schon durch das Gesetz von dem persönlichen Erscheinen bei der Musterung entbunden sind, oder von der Rekrutirungs - Commission im Laufe der Musterung definitiv entlassen oder bis zur nächsten Musterung verwiesen worden, mit den Großherzoglichen Bürgermeistern, oder in dessen Verhinderung, mit den betreffenden Beigeordneten, wie schon oben bemerkt wurde, den 13 Juli, Morgens präcis halb acht Nhr, zum Loosen sich einzustellen. 9 1

lieber den Empfang dieses Ausschreibens, sowie darüber, daß Sie die darin gegebenen Aufträge alle gehörig in Ihren Ge­meinden haben bekannt machen lassen, sehen wir Ihren berichtlichen Anzeigen binnen acht Tagen entgegen.

In Verhinderung des Kreisraths: Pietsch, _______________________________________________________ Regierungs - Assessor.

Polizeiliche Bekanntmachungen.

Die Beschädigung des Grases auf der fiskalischen Weidwiese betreffend.

Am letzten Sonntag sind viele Leute neben dem nach dem Philosophen-Walde führenden Fußpfade her, über die Wiesen gegangen, wodurch das Gras sehr beschädigt worden ist.

Ich mache daher darauf aufmerksam, daß die Feldschützen angewiesen worden sind, diejenigen, welche, den Fußpfad nicht 30 kr betrat er Sehen, zu venunciren und daß die Strafe für unbefugtes Betreten der Wiesen nach dem Feldstrafgesetz

Gießen, den 8. Mai 1857. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzial-Hauptstadt Gießen:

L. Nover.

Gefundene Gegenstände.

®n Taschentuch, ein Halstüchelchen, ein Paar Unter-Aermel, ein seidener Handschuh, eine Kaputze, ein Gartenmesser, zwei Taschenmesser, ein Schlüssel, ein Strumpfbänvel, ein Köcher mit 4 Bleistifte, eine Tabakspfeife, ein Schlüffelhaken, eine Perlen­schnur und ein Portemonnaie. - Die Eigenthümer haben solche baldigst auf dem Polizeibüreau in Empfang zu nehmen.

Gießen, am 8. Mai 1857. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen:

L. Nover.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

Edictalladung.

1096) Forderungen an den Nachlaß der hier ledig verstorbenen Elisabetha Käs von Ullendorf an der Lumda sinv sogewiß bin­nen 14 Tagen bei dem unterzeichneten Ge­richte geltend zu machen, als sonst bei dem Abschluß des Inventars darauf keine Rück­sicht genommen und der Nachlaß den Erben überliefert werden wird.

Gießen, den 30. April 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

MuhI, Dr. Ad. v. GrolmaN, Stadtrichter. Stadtger.-Affessor.

Versteigerungen.

Versteigerung der Grasnutzung von verschiedenen Wegen und Böschungen. 1099) Mittwoch den 13. Mai l. I., Nachmittags 3 Uhr, foll die Grasnutzung an den Böschungen des Stadtringgrabens, der Wieseck, ver Chaussee nach dem Busch'schen Garten, am Friedhof, Schiffenberger Weg, dem Weg >n den Torflöchern und dem Weg zwischen der Hofraithe des Großh. Prof. Dr. Osann wnb des Gastwirths Rühl auf dem Selters- ®er8 z öffentlich versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist am Neuenweger Thor. Gießen, am 7. Mai 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

980) Montag den 8. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr,

soll auf Verfügung Großherzoglichen Land­gerichts Gießen der dem Steuerboten Hein­rich Haas gehörende Acker, an der Heuchel­heimer Chaussee gelegen und 209 □klafter haltend, nochmals meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 24. April 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1124) Mittwoch den 13. Mai, Nachmittags 1 Uhr, sollen in dem Hause der Wittwe Stohr in der Schloßgasse oie zum Nachlaß der Fräu­lein Ehmand gehörenden Mobilien, Bettung und Kleidungsstücke, an den Meistbietenden versteigert werden.

Gießen, dm 7. Mai 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

A r b e i t s v e r st e i g e r u u g. 1119) Dienstag den 12. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten öffentlich an die Wenigstfordernden, unter den bei der Versteigerung bekannt ge­macht werdenden Bedingungen, vergeben werden, als:

Verbauung der Lahnstrauchs­wiese, veranschlagt zu . 200 fl.fr.

Verlängerung des Schwanen­halses an der Feuerspritze, veranschlagt zu ... . 8 26

Reparatur der Ortsstraßen, veranschlagt zu ... 40

Weißbinderarbeit am Rath-

Hause, veranschlagt zu . 40

Fertigung zweier neuen Glocken­seile, veranschlagt zu . . 4

Maurerarbeit am Schulhause, veranschlagt zu ... 9 48

Einfriedigung des Friedhofs, veranschlagt zu ... 11

Plauirarbeit am Weg nach

Odenhausen, verauschl. zu 12

Maurerarbeit daselbst, veran­schlagt zu.....28 30

Pflastcrarbeit am Weg nach dem Sleiubruch, veran­schlagt zu.....20

Unterhaltung der chaussirten

Wege, veranschlagt zu . 53 16

Chaussirarbeit am Weg nach

Lollar, veranschlagt zu . 170

Steinfuhr und Steinsetzen da­selbst, veranschlagt zu . 155

Staufenberg, den 7. Mai 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg.

I. A.:

L. Hahn, Bezirksbauaufseher.