standes für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem Bürgermeister der Stadt Gießen, vor welchen sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen und insofern dies nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt hatten.
Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Bürgermeister zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist.
Zugleich werden diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums u. s. w. betreffend, beigefügten Erwerbtitel eingetragen oder berichtigt zu sehen wünschen, ausgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen und wenn dieses ein anderes als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen.
Die unerstrccklichc Frist von sechs Monaten geht mit dem 30. September dieses Jahres zu Ende.
Gießen, den 12. März 1856.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, W ö r n e r, Stadtrichter. Stadtger.-Asscssor.
Oesfentliche Aufforderung.
988) Johannes Wagner, Mart. Sohn I. von Allendorf an der Lahn, dermalen als Zollaufseher zu Mainz stationirt, beabsichtigt, nachbenannte in der Gemarkung Allendorf gelegene, in seinem Besitze befindliche'Grundstücke: 1/918, 1/347, 1/1032, Vl/68, VII1/262, l/809a, 111/58, — zu verkaufen, kann aber sein Eigenthum nicht urkundlich nachweisen. Unter dem Bemerken, daß das Stück 111/58 auf den Namen des Ludwig Weigel VI. L. S. im Grundbuche eingetragen steht, werden alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder sonstige Rechte an diesen Immobilien zu haben glauben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern, dahier geltend zu machen, als sonst das Eigenlhum des dermaligen Besitzers angenommen, die Erwerbsurkunden für die neuen Erwerber ausgescrtigt und bestätigt, sowie
die zum Einträge in das Mutationsver- zeichniß erforderlichen Urkunden werden cr- theilt werden.
Gießen am 25. April 1856.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. M u h l.
Versteigerungen.
Verpachtung eines Grundstücks.
1176) Montag den 26. Mai 1856, Morgens 10 Uhr,
sollen auf dem Rathhause dahier 2 Grund- stücke aus dem Nahrungsberg, 58 sJKlftr. enthaltend, auf 3 Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden.
Gießen den 23. Mai 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
D. Ebel.
1177) Montag den 2. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen die dem Friedrich Möhl II. gehörenden Mobilien, da solche bei der am 31. März l. I. abgehaltenen Versteigerung keine Genehmigung erhielten, auf dahiesigem Rathhause nochmals versteigert werden, wozu man Steigliebhaber hiermit einladet.
Gießen den 23. Mai 1856.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:
C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
Versteigerung von Pflasterarbelten.
1159) Freitag den 30. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,
soll auf der Baustelle des neuen Realschulgebäudes vor dem Neuenweger Thor dahier:
1) das Auspflastern der Kellerräume, mit Material u. Arbeitslohn, veranschlagt zu . . . 125 st.
2) die Herstellung von Gossen- und Gangpflaster, mit desgl., veranschlagt zu ...... 276 „
unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden.
Gießen den 22. Mai 1856.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
1116) Montag den 26. Mai, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf freiwilliges Ansuchen des Christian Löber II. dahier, die demselben gehörende Hofraithe in der Neustadt, bestehend in Wohnhaus mit Backofenbau, Scheuer, Stallung und Hofraum, auf dahiesigem Nathhause öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden, wozu man Kaufliebhaber hiermit einladet.
Gießen den 15. Mai 1856.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgcrichtsmann.
Arbeitsverfteigerung bei der Stadt Gießen. >
1168) Donnerstag den 29. Mai 1856, des Vormittags 9 Uhr,
soll auf dem Rathhause dahier die Räumung des Bruchgrabens, veranschl. zu 66 fl. 40 fr., an den Wenigstnehmenden vergeben werden.
Gießen den 23. Mai 1856.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Holzvcrstcigerung in der Obersörsterei Schiffenberg.
1173) Freitag den 30. Mai
wird in den Domanialwald-Abteilungen Tempel, Dörnergrund, Wachholderhaide und Zellrod, nachverzeichnctes Holz versteigert-:
1 Stecken Buchen-Scheidholz,
8 „ Nadel-Prügelholz,
% „ Buchen-Stockholz,
18'/. „ Nadel-Stockholz,
25 Wellen Buchen-Reisholz, 17200 „ Nadel- „ sodann
1 Eichen-Stamm von 12 Cubkfß. und
6 Fichten-Stämme von 344 Cubkfß.
Cretit bis 30. September d. I. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Chaussee nach Schiffenberg und Sandkautschneiße.
Gießen den 22. Mai 1856.
Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg.
Dr. Draudt.
972) Montag den 26. Mai, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhause die dem Schneidermeister Karl Petri auf dem Seltersweg gehörende Hofraithe, neben Gärtner Georg gelegen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen den 25. April 1856.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
1156) Montag den 26. Mai l. I., von Morgens 9 Uhr an,
sollen in der Wohnung des verstorbenen Johannes Stingel dahier die nachstehenden Gegenstände, als:
eine Quantität Nußbaumholz, eine Quantität Eichen-Bohlen, mehrere Schränke und Commoden, Tische, Stühle, sämmt- liches Schreinerwerkzeug, sowie 10 Betten mit Bettstellen,
gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden, welches man mit dem Anfügen zur Kenntniß der Steiglustigen bringt, daß Dienstag den 27. Mai und die folgenden Tage, Vormittags 9 Uhr, auch die noch vorhandenen Getränke, sowie sämmt- liche Wirthschaftsgcräthe und sonstige Mobilien, zur Versteigerung kommen.
Staufenberg am 21. Mai 1856.
Großherzogliches Ortsgericht Staufenberg. Fischer.
Arbc 1135) M, sollen auf gende Arff rung an werden. I. Reparat Maurerar Zimmeren Schreiner II. Reparc bäuve
Maurerar Zimmerar Schreiner, Schlossera III. Repa, gebäu!
Zimmerar Schlossera IV. Repar, Schlossera V. Reparm Steinbrech Steinfahn Steinsetzen Steinklopf VI. Vervo
Lösche Fertigung
Feuereim, VII. Repa, behält Maurerarb Crumback Großherzoff
H o l in den Dom,
1149) Mit werden in d Schmittstatt
125 Stecke
160 „
467 „
1000 Welle
1 Eichet 9 Buche Halter
Die Zus, mittags 9 l Dienstbergsk Schmittstatt. , Königsber Großherzogl
Arber
1133) Di
2
sollen auf h


