Ausgabe 
15.11.1856
 
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Edictalladung.

2213) Die dem Freiherrn Wilhelm von Schenk zu Schweinsberg, wohnhaft zu Hermannstein, in der Gemarkung der Gemeinde Hermannstein, Kreises Gießen, zustehenden Grundrenten für Schafweidebc- rechtigung und Weidegänse, im Betrage von 344 fl. 39% fr., sollen gegen eine Ablö­sungssumme, welche sich im 18fachen Betrage auf 6203 fl. 44% fr. berechnet, zur Ab­lösung gebracht werden.

Diese Renten scheinen in einer von den Gebrüdern von S ch e n f am 25. und 28. Februar 1825 zur Sicherung eines auf Partialobligationen bewirften Anlchens von 70,000 fl. errichteten und dahier deponirten Haupt-Schuld- und Pfandverschreibung mit- verpfänvet und nach Inhalt der Lehnsacten auch im Lehnsverbandc begriffen zu sein.

In Gemäßheit des Art. 23 des Gesetzes vom 27. Juni 1836 werden hiernach alle Mannten oder unbekannten Betheiligten bei der Ablösung dieser Grundrenten hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsansprüche binnen 2 Monaten bei unterfertigtem Gerichte um so gewisser anzuzeigen, als widrigenfalls die Auszahlung des Äblösungskapitals an den seitbcrizen Inhaber Freiherrn Wil­helm von Schenk zu Schweinsberg in Hermann Nein gestattet werden wird.

Gießen, den 23. Oktober 1856.

Grvtzherzoglickes Stadtgericht Gießen. Muhl.

Versteigerungen.

Holzversteigerung im Gießener Stadt­walde.

2307) Montag den 17. November l. I., von Morgens 9 Uhr an,

soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Waldhute rc., na'chverzeichnctes Holz öffent­lich versteigert werden:

2% Stecken Birken-Prügelholz,

57- Stockholz,

250 Wellen Reisholz,

250 Eichen-

y4 Stecken Kiefern-Scheidholz,

221 Prügelholz,

122 Stockbolz,

24400 Wellen Reisholz,

200 Fichten-

55 Birken-Stämme von 413 Cubikfuß,

41 Stangen 166

352 Eichen- 41

1169 Nadel- 741

475 Dorn'Wellen.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. April 1857 gestattet.

Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße, an der 5. Schneiße.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, am 11. November 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

Die Vergebung von Arbeiten bei der

Dtadt Gießen.

2318) Montag den 25. November 1856, des Morgens 9 Uhr,

sollen auf dem Rathhause dahier folgende

Arbeiten an den Wenigstforderuden den werden, als:

Steinbrechcn, vcranschl. zu 87 fl.

Steinfahren, 376

Steinsetzen, 4

Steinmcssen,15

Steinschlagen, 359

Ehaussirarbeit, 9

Planirarbeit, 358

Handarbeit, 9

verge-

54 fr. 24 56

1!

54

// 24 54

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien

des Kreises werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt

machen zu lassen.

Gießen, den I I. November 1856.

Grvßhcrzoglichc Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

2304) Montag den 17. November, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigem Rathhause die dem Fr. B. Asmus gehörenden Immobilien, welche bei der abgehaltenen Versteigerung die Genehmigung nicht erhalten haben, noch­mals versteigert werken.

Gießen, den 11. November 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers : C. Wcidig, Ortsgerichtsmann.

2300) Die Lieferung von

circa 70 Paar Knaben- und Mädchen­schuhe, sowie

8 Stück Betttcppichc für die Hospitaliten,

soll im Soumissivnswege vergeben werden und sind deßfallsige Soumissionen bis zum 17. l. Mts. bei dem Unterzeichneten, bei welchem auch die Bedingungen eingesehen werden können, einzureichen.

Gießen, am 10. November 1856. Wittich, Armenkasscrechner.

2305) Montag den 17. November, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause der dem Wil­helm Schwan 11. gehörende Acker, s/65 384 HlKlftr. haltend, über dem Krofdorftr Weg gelegen, nochmals versteigert werden.

Gießen, den 11. November 1856.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers :

_______C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Acten - Versteigerung.

2314) Dickttwoch den 19. d. Mts., des Morgens um 10 Uhr,

sollen in dem Kanzleigebäude des Großher­zoglichen Hofgerichts dahier:

70 bis 80 Gentner zum Einstampfen ausgeschiedene Acten,

an den Meistbietenden verkauft werden. Gießen, am 10. November 1856.

Großherzogliche Hofgerichts-Registratur. Engelbach.

Versteigerung getragener Montirungs- ftliefe, Pferdeteppiche re.

2299) Donnerstag den 20. und Freitag den 21. v. Mts.,

des Vormittags von 9 bis 12 und des Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, sollen in der hiesigen Reiter-Caserne eine größere Quantität getragener Montirungs- stücke, worunter viele Reitermäntel, sodann eine große Anzahl Bett- und Pserdeteppiche, sowie Casernerequisiten, gegen gleichbaare Zahlung versteigert werden.

Butzbach, den 10. November 1856.

In Auftrag des Verwaltungsraths: CellariuS, Oberquartiermeister.

2339) Donnerstag den 20. d. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause 5 Mal­ter Korn und 24 Malter Hafer gegen gleich­baare Zahlung versteigert werden.

Rodheim, am 12. November 1856.

Der Kirchenrechner: ____________Michel.

2325) Nächsten Montag, den 17. d. Mts., Nachmittags halb 2 Uhr,

sollen in dem Gesellschaftshause dahier die abgespielten Whist- und L'hombrc-Karten, gegen gleichbaare Zahlung öffentlich ver­steigert werden.

Gießen, den 13. November 1856.

Der Rechner: Bieler.

2329) Dienstag den 18. November, Nachmittags 2 Uhr,

sollen in dem Schulhause in der Schulstraße verschiedene Mobilien und Küchengeräth- schaften gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 13. November 1856.

Feilgcbotenes.

2334) Scllellsiscbe, hollän­dische «Häringe und Sardellen bet' L. Jahreis.

2316) Die rühmlichst bekannten Nettig- Bonbons von I. PH. Wagner in Mainz, für Husten- und Brustleidende, sind zu haben : extra fein, in Schachteln, ä 18 fr., 1. Qualität, in Paqueten, ä 14 2. lose, per Pfund 56

bei _______Carl Münch, am Kreuz.

2315) Hessische Hausfreunde, Gustav- Adolph-, Land-, Comptoir- und Geschäfts- Kalender für 1857 sind vorräthig bei

A. Balser.

Wiederverfäufer erhalten einen angemessc- nen Nachlaß an dem gewöhnlichen Preis.

2333) Pfälzer Nüsse und Kastanien empfiehlt

L. Jahreis.

2219) Hopfenstangen verkauft

Th. Lotz.