Ausgabe 
29.9.1855
 
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Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen

Besondere Bekanntmachungen.

Den RecrutirungSrath von 1855 betreffend.

li,75) Wegen des obigen Gegenstandes verweise ich die ConscriptioiiSpflichtigen deS JahreS 1855 ans die in Nr. 72 des diesjährigen Anzeigeblattes enthaltene Bekanntmachnng Grvßherzoglichcn Kreisamts vom 6. Sep­tember l. I. und erbiete mich außerdem zu jeder weiteren über die Sache verlangt werdende Auskunft.

Gießen den 21. September 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

Feldstrafen-Erhcbnng bei dem Groß- herzoglichen Renramt Gießen.

1995) Die Felvstrafen von der 4. Periode 1855 können vom 1. bis 15. k. Mts., an den Zahltagen Dienstags und Samstags, ohne Kosten bezahlt werden.

Gießen den 25. September 1855. Großherzogliches Rentamt Gießen.

Melchior.

Edictalladungen.

1810) Nach Erkennung des förmlichen Concursprozesses gegen Bäckermeister Wil­helm Schäfer zu Gießen werden Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche im Liquidations-Termin den 17. October,

Vormittags 9 Uhr, bei Meldung des stillschweigend eintretenden Ausschlusses von der Masse anzuzeigen und zu begründen. Von den persönlich nicht erscheinenden Gläubigern wird unterstellt, daß sie allen Beschlüssen der Mehrzahl der erscheinenden bezüglich der in demselben Termin zu versuchenden Güte, Wahl eines Massepflegers und Gläubiger - Ausschusses zustimmen. Gießen den 28. August 1855.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Bott,

Stavtrichter. Stadtger.-Assessor.

1993) Nachdem der Ackermann Johann Heinrich Pitz zu Niederwald durch Beschluß vom heutigen Tage wegen Trunkfälligkeit und Verschwendung unter Kuratel gestellt worden ist, so wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß da­durch der Verlust des Veräußerungsrechts und die Unfähigkeit in Ansehung seines Vermögens sich verbindlich zu machen, für den Curanden herbeigeführt ist, daher die bezüglichen Rechtsgeschäfte gültig nur mit den Kuratoren, als welche Ackermann Johannes Pitz 11. zu Schönbach und Acker­mann Heinrich Schweinsberger zu Nieder­wald verpflichtet sind, abgeschlossen resp. nur an diese auch Zahlungen geleistet wer­den können.

Kirchhain am 22. September 1855.

Kurfürst!. Hess. Justizamt.

Gleim.

Versteigerungen.

Vergebung von Fuhren- und Ziminer- arbeit bei der Stadt Gießen.

1987) Montag den 1. October 1855, des Vormittags 9 Uhr,

sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten:

1) die Anfuhr von Grund zur Auffüllung des Marktplatzes im Oswald'schen Garten, veranschlagt zu . . . . 104 fl. fr.

2) die Anfertigung von 250 Stück eichenen Pfählen zur Bezeichnung der Gräber auf dem Friedhöfe, veranschl.

zu.......58 20

an den Wenigstfordernden vergeben werden.

Gießen den 25. September 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

B r e u n ö l - L i e f c r u n g. 2001) Donnerstag den 4. October, Vormittags um 10 Uhr, soll bei der unterzeichneten Stelle die Lie­ferung des für die verschiedenen Universitäts- Anstalten erforderlichen Brennöls, für den Winter 185%6, an den Wenigstnehmcnden versteigert werden.

Gießen den 26. September 1855.

Großherzogliches Universitäts-Rentamt. Martin.

2009) Montag den 8. October, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die Hoftaithe des Schlossers PH. Schneider dahier noch­mals an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 27. September 1855.

Großherzvgliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:

K. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1910) Dienstag den 2. Oktober, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf Ansuchen des Wilhelm Köhler die demselben gehörende Hosraithe nebst Gar­ten , als: Flur Nr. oKlstr.

-/ .^.Hoftaithe in der Löwengasse r" u i und Reichensand, mit Grab- 1 garten,

"Zooui 279 Garten am Hamm, 1. Klss., auf dahiesigem Rathhaus an den Meistbie­tenden versteigert werden.

Gießen den 14. September 1855. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers: K. Weidig, Ortsgerichtsmann.

2008) Montag den 1. Oktober, Nachmittags 2 Uhr,

sollen die dem Eberhardt Pansch gehörenden Grundstücke, welche bei der am 10. Septem­ber abgehaltenen Versteigerung nicht geneh­migt worden sind, auf dahiesigem Nathhanse nochmals versteigert werden, wobei bemerkt wird, daß mit dem Zuschlag die Geneh­migung alsbald crtheilt wird.

Gießen den 27. September 1855.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: K. Weidig, Ortsgerichtsmann.

2006) In Folge erhaltenen Auftrags soll die nachverzcichnete, der Margaretha Klinkel auf der Wellersburg gehörige,

334 lUKlftr. Hoftaithe, der Weidenhof, sog. (Wellersburg), schuldenhalber,

Montag den 1. Oktober l. I., Vormittags um 11 Uhr, auf dem dahiesigen Rathhaus meistbietend, sowohl zum beliebigen Gebrauch, als auch auf den Abbruch, je nachdem sich Liebha­ber finden, versteigert werden, welches zur Nachricht für die Steigliebhaber hiermit öffentlich bekannt gemacht wird.

Wieseck am 27. September 1855.

Großherzogliches Ortsgericht Wieseck, ______________Pansch.J

Haferver steigern ng.

2010) Dienstag den 2. Oktober d. I., Vormittags 9 Uhr,

sollen circa 50 Fuder Hafer nebst 4 Fuder Stroh von den Gemeinde-Aeckern öffentlich meistbictend, an Ort und Stelle, versteigert werden. Der Anfang ist bei dem Steeg vor Hattenrod.

Harbach den 27. September 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Harbach.

Klös.