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Curators Diejenigen, welche Ansprüche irgend einer Art an fragliches Darlchn und die darüber gefertigte Obligation zu bilden haben, hiermit aufgefordcrt, solche binnen 60 Tagen von heute an, sogewiß dahier anzuzcigen und zu begründen, widrigenfalls die Auszahlung des Darlchns mit den Zinsen an den Kurator Böhm erfolgen, auf Vorlage der dcsfallsigen Quittung die Obligation für mortificirt erklärt und der Eintrag im gerichtlichen Pfandbuch gelöscht werden wird.
Gießen am 29. Januar 1855. Großherzogliches Landgericht Gießen.
P l o ch.
114) Gießen. Das Grundstück in der Gemarkung Gießen /7 47/n 279HiKlftr. Acker an der Marburger Straße neben Katharine Rau und Johannes Haas, im Grundbuche auf den Namen Christoph Schwalb von Wiescck stehend, soll nach Angabe der Interessenten von Christoph Schwalbs Erben an Kaufmann I. C. Seipp von hier und von diesem an Heinrich Wilhelm von Wieseck verkauft worden sein; Letzterer hat es an Heinrich Werner von Wiescck verkauft. Da keine Eigenthumsurkundcn beigebracht werden können, so werden auf Antrag des Curators der I. C. Seipp'schen Concurs- masse, welche den Kaufpreis fordert, Alle, welche rechtliche Ansprüche irgend einer Art, Eigentbum, Pfandrecht oder dergl. an das Grundstück bilden wollen, aufgefordcrt, solche so gewiß binnen 60 Tagen von heute an dahier geltend zu machen, als sonst Verzicht darauf unterstellt, der Kaufbrief für Heinrich Werner bestätigt und dcr Eintrag ins Mutationsverzeichniß verfügt wird.
Gießen den 16. Januar 1855.
Großhcrzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. v. Krug, Stadtrichter. Stadtgcr.-Affessor.
Besondere Bekanntmachungen.
300) Gießen.
Forststrafcn-Erhebung bei dem Groß- herzoglichen Rentamt Gießen.
Die Forststrafen von dem 1 Quartal 1855 können vom 1. bis 15. März I. I. an den Zahltagen, Dienstags und Samstags, ohne Kosten bezahlt werden.
Gießen den 24. Februar 1855. Großhcrzogliches Rentamt Gießen.
Melchior.
263) Gießen.
Die Stellvertrctungs-Assccnranzanstalt, insbesondere zurückzuzahlende Einlagen.
Diejenigen, welche sich in der Lage befinden, ihre Einzahlungen an die vorgenannte Kasse zurückfordern zu können, werden auf die Bekanntmachung des Vorstehers
tiefer Anstalt, Grbszherzoglichen Obersten Fresenius, vom 18. Dccembcr v. I., Beilage zur Darmstädter Zeitung Nr. 44, Fnscrat 4441 vom Jahre 1855, verwiesen.
Gießen den 16. Februar 1855.
Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
270) Gießen. Das Hcbregister über vie Rückstände und Abkaufsbcträge der Grundrente der Wilhelm Heycr'S Erben in der Gemarkung Gießen, Zehntbezirk Heuchelheim, liegt 8 Tage zur Einsicht auf rem hiesigen Rathhause offen.
Gießen am 20. Februar 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Berstl'lgerungt'N.
312) Gießen.
Holzvcrstcigerung int Girßeucr Stadtwalde.
Montag den 5. März l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalve, Distrikt Annabcrg und Obcrwald, nachvcrzeichnetcs
Holz öffentlich versteigert werden:
173%
45
146%
4975
Stecken Buchen-Scheikholz, „ „ Prügelholz,
„ „ Stockholz,
Wellen „ Reisholz,
9 Stecken Eichen-Scheidholz,
28% „ „ Prügelholz,
22% „ „ Stvckholz,
750
25
75
175
Wellen „ Reisholz, „ Fichten- „
„ Weiden- „
„ Himbeern- „
116 Eichen-Stämmc von 17 Buchen- „ „
1 Fichten-Stamm „
37 Eichen-Stangen „
3 Buchen- „ „
1 Eichen-Pflugsreh, 25 Dorn-Wellen.
2144 Cubkfß., 947 „
10 „
163 „
13 „
Die Eichen-Stämme haben einen Durchmesser von 5% bis 15 Zoll und eine Länge von 15 bis 50 Fuß; die Buchen-Stämme einen Durchmesser von 13Va bis 24 Zoll und eine Länge von 15 bis 40 Fuß.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24. Juni 1855 gestattet.
Die Zusammenkunft ist auf der Licher
Straße, am Lumpenmannsbrunncn.
Die Großherzogl'chen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen am 26. Februar 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
D. Ebcl.
310) Gießen.
Die Lieferung von Baumaterial bei der Stadt Gießen.
Donnerstag den 8. März 1855, des Morgens 9 Uhr, soll die Lieferung eines Thcils des Materials zur Erbauung der Realschule,, bestehend 1) in 60 Cubikklafter Mauersteinen von den Hardtbriichen,
2) in 3500 Cubikfuß bossirten Schicht- steinen von den Sandsteinbrüchen bei Staufenberg,
3) in 25 Cubikklafter Lahnsand,
4) in 350 Bütten Kalk, an den Wcniqstnchmenden vergeben werden.
Die Großherzoglicken Bürgermeistereien werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden gefällig zu veröffentlichen.
Gießen den 27. Februar 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
42) Gießen.
Versteigerung von Pferdedung.
Das unterzeichnete Commando bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der Pferdedung in dcr hiesigen Gendarmerie-Caserne für die Zukunft am letzten jeden Monats, Morgens 9 Uhr, versteigert werden soll; fällt der letzte auf einen Sonn- oder Feiertag, so findet die Versteigerung den 'folgenden Tag statt.
Gießen den 10. Januar 1855. Großherzogliches Gendarmerie - Divisions- Commando Oberhessen.
Kerz, Rittmeister.
302) Waldgirmes.
Freitag den 2. März d. I., Morgens 10 Uhr, sollen die Arbeiten zur Herstellung eines Thcilcs des Vieinalweges von Waldgirmes nach Rodheim, bestehend in:
Steinbrechen, veranschl. zu 88 fl. — kr.
Steinfuhren, „ „ 65 „ — „
Steinsetzer:, „ „ 15 „ 36 „
Planirarbcit, „ „ 814 „ 19$ „
Chaussirarbeit, „ „ 106 „ 36 „
auf dem Rathhause dahier an den Wenigst
nehmenden vergeben werden.
Waldgirmes den 24. Februar 1855. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Waldgirmes.
Schmitt.
286) Friedelhausen.
Donnerstag den 1. März d. I., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Freihcrrlich von Nordeck zur Rabenau'schcn Hof zu Großenbuscck, das Brechen und Beifahren von 12 Cubikklafter, zur Reparatur dcs Schloßgebäudcs daselbst erforderlichen Mauersteine aus den Luug- steinbrüchcn bei Beuern, unter den alsdann


