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An^eigeblatt

für die

Stadt und den Kreis Gießen.

77. Mittwoch den 2(>. September JLS5e>.

Erscheint wöchentlich zwei üliat: Mittwoch und Samstag. Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 Er., für Auswärtige incl. Postaufichlags 1 ff. 53 fr. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) - Einrückungsgcbühr für die gehaltene Zeile oder deren Raum 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet.

Amtlicher T h e i l.

O s f i c l c l l c

Patcntcrtheilung. Seine Königliche Hoheit der Grostherzog haben allcrgnädigst geruht: Am 21. August dem Eichmeister Hambcrger zu Hep­penheim für die Dauer der nächsten fünf Jahre das ausschließliche Recht, die von ihm erfundene, durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte neue Eonstruclion von Waagen zum Auswiegen des Kochsalzes in dem Umfange des Großherzogthnms allein in Anwendung zu bringen, zu ertheilen.

Dicnstuachrichteu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben asterguädlgst geruht: Am 10. August dem Domänenpfandmeister Michael Kramer zu Großgerau die Domänenpfandmeistersteste des Rentamts Darm­stadt, dem Demänenpfandmeister Philipp Berger zu Langen die Domänen- pfandmeistersteste des neu errichteten Rentamts Langen, dem Domänenpfand­meister Johann Philipp Muller zu Schotten die Doniänenpfandnieisterstcste des Rentamts Großgerät! und dem Domänenpfauduieister Heinrich Scharmann zu Lindenfels die Doinänenpfandmeistersteste des Rentamts Schotten^ an demselben Tage dem Pfarrer Friedrich Elotz zu Hohensulzen die evangelische Psarrstelle zu Wallerithansen, itn Kreise Nidda, zu übertragen; am 14. An­glist den GerichtS-Aeeessisten Heinrich Pauli aus Kettenheim znm Referendar am Blzirksgerichte Atzei, an demselben Tage den ersten lutherischen Pfarrer zu Umstadl Georg Friedrich Ludwig Nenenhagen znm Deean des Deeanats Umstadt auf die Tauer der nächsten fünf Jahre zu ernennen; am 18. August dem Lehrer an der ersten höheren Mädchenschule zu Darmstadt, Freiprediger Paulus Muster die evangelische Pfartstillt zu Schwanheim, im Kreise Bens­heim, zu übertrage»; an deniselben Tage den Oberfrankenwärler Johannes Sattler zu Darmstadt zum Domänenpsandnieister bei dem Rentamle Linden­fels, an demselben Tage den Kanzlisten bei der Oberstgdiendirection Eber­hard Ihm jmn Kanzlisten bei der Großherzoglichen Bundestags-Gesandtschaft zu Frankfurt, am 3. September den Hulsslehrer Wilhelm Kiefer zu Mainz

N a chrichte n.

definitiv znm Lehrer an dem Ghmnasium daselbst und am 5. September den seitherigen Kanzlisten bei der Großherzoglichcn BundeStags-Gesandtschast zu Frankfnri a. Bi. Eduard Bachmann znm Kanzlisten bei der Ober-Ltndien- Lirceliou z» ernennen.

Dienstentbindungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 14. August den evangelischen Pfarrer und Deean Ludwig Marchand zu Umstadt, auf sein Nachsuchen, von dem Amte eines Decans des Deeanats Umstadt, am 18. August den Kanzlisten bei der Bun­destags-Gesandtschaft Eduard Bachmann von dem Amte eines Kanzlisten bei der genannten Gesandtschaft zn entbinden,

'Lkersetznngen in Leu Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 24. Juli den Kreisarzt des Medicinalbezirks Großgeran Br. Nicolaus Rheininger zu Großgeran, auf f.in Nachsuchen, am 30. Juli die Landgestütsdieuer Johann Adam Mulwert und lluichaet Bormuth zu Darmstadt, in den Ruhestand zu versetzen.

Concurrenzeröfsnungeu. Erledigt find : Die evangelische Pfan- unb Schnlsteile zn Wilsbach, im Kreise Biedenkopf, mit einem jährlichen Gehalt von 500 st.; die Stelle eines Distrietseinnehmers der Districtöein- nehmerei Nierstein, mit welcher die Verbindlichkeit zur Leistung einer Eaulivn von 3000 fl. verbunden ist; concnrrenzsähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen zn melden; die evangelische Pfarrstelle zu Homberg an der Ohm, int Kreise Alsfeld, mit einem Gehalt von 683 fl. 51 fr.; die Stelle eines Distrietseinnehmers der Districtseiunehmrrei Westhofen, welche eine EaulionS- leistnitg von 2500 fl. erfordert, sowie jene eines Distrietseinnehmers der Distrietöeinnehmerei Größgcrau II., mit weicher die Verbindlichkeit zur Lei­stung einer Eantion von 3000 fl. verbunden ist; concurrenzsähige Bewerber haben stch binnen 14 Tagen anzumelden.

Bekit it t ni a d) u ug,

die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Sommersemefter 1855 betreffend.

Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studircnde müssen bis zum 29. d. Mts. mittelst specisicirter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 10. November d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 oer Statuten zugewiesencn Vorzug perliercn.

Gießen den 1. September 1855. Großherzogliches Universitätsgericht.

Haber korn. (1832)

Gerichtliche und privat Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachung.

Den Recrutirungsrath von 1 855 betreffend.

1975) Wegen des obigen Gegenstandes verweise ich die Conscriptionspflichtigen des Jahres 1855 auf die in Nr. 72 des diesjährigen Anzeigeblattes enthaltene Bekanntmachung Grvßherzoglichen Krcisamts vom 6. Sep­tember l. I. und erbiete mich außerdem zu jeder weiteren über die Sache verlangt werdende Auskunft.

Gießen den 21. September 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.