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3185) Zwei Mädchen, im Alter von 10 und 12 Jahren, sollen dahier in Pflege gegeben werden und werden desfallsige Anerbietungen von dem Unterzeichneten entgegcn- gcnommen.
Gießen am 9. November 1855. Wittich, Rechner.
3184) Die Pächter des Hospital- und Kirchcnguts werden an die Bezahlung des Martini l. I. fälligen Bestandgeldes erinnert.
Gießen am 9. November 1855.
Wittich, Rechner.
Edictalladunq.
3132) Der Administrator der reformir- tcn Pfarrer-Wittwenkasse zu Marburg hat gegen I. die Wittwe des Johann Heinrich Gnau, Theresia, geb. Weitzel, als Vormünderin ihrer minderjährigen Kinder, als: a) Johannes, h) Maria Anna, c) Anna Kunigunde, d) Helene und c) Carl Adam, sowie II. die Anna Kunigunde Gnau von Rüdigheim, folgende Klage erhoben:
Nach gerichtlichem Kaufverträge vom 28. April 1833 habe der Administrator Müller zu Marburg der Ehefrau des Johannes Gnau, Maria Katharina, geb. Martin zu Rüoigheim, folgende in der Schweins- bcrger Gemarkung gelegenen Grunvstückc:
C. 89. *yi6 Ar. 3% Ruth. Erbland auf den Steinadern,
„ 89a. */4 Ar. 1 Ruth., Hecke daran, für 60 p. 10 fr. oder 33 Rthlr. 12 Sgr. 9 Hllr. verkauft und überliefert.
Die Käuferin sei verstorben und von ihren beiden Kindern, Johann Heinrich Gnau und der obigen unter II. genannten Anna Kunigunde Gnau beerbt worden. Johann Heinrich Gnau habe nach seinem Tode die unter a. bis e. genannten Kinder als einzige Erben hinterlassen. Die Kaufgelrsfvrberung der 33 Rthlr. 12 Sgr. 9 Hllr., von welcher noch sämmtliche Zinsen zurückständen, sei der reformirten Psarrer-Wittwenkasse zu Marburg zur Deckung eines Rccesscs des Verkäufers am 29. September 1854 zwangsweise abgetreten, wovon die Schuldner Kenntniß erhalten härten.
Kläger hat hiernach unter dem Anführen, daß die persönliche Klage bei unterzeichnetem Gericht als foruni contractus erhoben sei und daß die Verklagten daselbst noch Vermögen — die Pfandobjecte — besäßen, welchen Besitz sie durch Mittelspersonen fortsetzten, bei angeblich entstandener Güte gebeten :
die Verklagten zur Zahlung der 33 Rthlr.
12 Sgr. 9 Hllr. nebst den bis zum gleichen Betrage rückstehenden Verzugszinsen, unter Anerkennung des dieserhalb
zustchenden Pfandrechts, eventuell auch zur Herausgabe der Hypothek Zwecks öffentlichen Verkaufs und zum Kostenersatz zu verurtheilen.
Die Verklagten, welche nach einer vorgelegten Bescheinigung nach Amerika ausgewandert sein sollen und welchen die Einsicht der Acten mit Anlagen freisteht, haben sich auf vorstehende Klage im Termin
den 31. Januar 1856, Morgens 8 Uhr, Contumacionszeit 10 Uhr, — beim Rechts- nachkheil des Eingestäiwnisscs und des Ausschlusses mit Einreden zu erklären, und dient denselben zur Nachricht, daß weiter in dieser Sache ergehende Verfügungen nur durch Anschlag am Gerichtsbrete denselben bekannt gemacht werden.
Kirchhain am 24. October 1855.
Kurfürstliches Justizamt.
Gleim.
Eersteigerunqen.
3173) Dienstag den 18. December, Nachmittags 2 Uhr,
soll die Hofraithe des Heinrich Schneider I. auf dahiesigem Rathhaus, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bcvingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Flur Nr. DÄiftr.
*/59g 34 Hofraithe auf dem Neuen
weg, an Friedrich Lehrmund, 7600 49 Grabaarten das., 1. Klasse.
Gießen den 7. November 1855. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
D. Ebel.
3108) Dienstag den 13. November, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhaus ver dem Wilh. Burckhardt zustehende, vormals dem Bereiter Rauch gehörende, Garten mit Wohnung in dem Gartfclv an der Schoor, an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen den 25. Octobcr 1855.
Großhcrzoglichcs OrtSgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:
C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
3180) Donnerstag den 15. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,
soll die Lieferung des Broves und der warmen Speisen für die Arrestanten in dem hiesigen Provinzialarresthause, sodann die Lieferung des BroveS für das hiesige Mili- tärcommando, für das Jahr 1856, auf dem Büreau der unterzeichneten Kasse öffentlich versteigert werden.
Gießen am 8. November 1855.
Großherzogliche Criminal- und Polizcikasse der Provinz Oberhessen.
C o n z e n.
Holzverfteigerung int Gießener Stadtwalde.
3165) Montag den 12. November l. I., von Morgens 9 Uhr an,
soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Faulerboden, Annaberg und Waldhute, im großen Stadtwalde, I. und II. Abtheilung, nachverzeichnetcs Holz öffentlich versteigert werven:
4% Stecken Buchen-Scheidholz,
2 „ „ Prügelholz,
4'4 „ „ Stockholz,
148 Wellen „ Reishvlz,
50 „ Hainbuchen- „
1'4 Stecken Eichen-Prügelholz, 1'4 „ „ Stockholz,
51 Wellen „ Reisholz,
125 „ Birken- • „
4'4 Stecken Fichten-Prügelholz,
36'4 „ „ Stockholz,
6300 Wellen „ Reisholz,
20 Stecken Kiesern-Prügelholz,
3'4 n ii Stockholz,
21700 Wellen „ Reisholz,
%. Stecken^ Aspen-Prügelholz,
6 Eichen-Stämme von 142Eubkfß,
6 Buchen- „ „ 223 „
22 Birken- „ „ 197 „
1 Kiefern-Stamm „ 11 „
98 Fichten-Stämme „ 6132 „
1 Eichen-Stange „ 3 „
65 Birken-Stangen „ 274 „
50 Kiefern- „ „ 24 „
150 Doin-Wcllen.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. März 1856 gestattet.
Die Zusammenkunft ist auf der Ltcher Straße am Fichtenkopf.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.___________ Die Vergebung von Maurer- und Schlosserarbeil bei der Stadt Gießen. 3155) Dienstag den 13. November 1855, des Morgen 9 Uhr,
sollen folgende Arbeiten auf dem Nathhause dahier an den Wenigstnehmenden vergeben werden:
1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 5 fl.
2) Schlosserarbeit, „ „ 1 „
Gießen den 3. November 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________D. Ebel. __________ 3107) Montag den 12. November,
Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigcm Rathhaus die dem Bäcker Wilhelm Schäfer und dessen Ehefrau gehörenden Immobilien an den Meistbietenden versteigert werden, als:


