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MittelpreiS vom Malter.

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für die

Stadt und den K r e i s G t e ß e n.

IO* Samstag den 3. Februar R8AA.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sainstag. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 Ir., für Auswärtige incl. Poftaunchlags 1 st. 39 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. 51c. 1.) — Einrückungs -.ebühr für die gespaltene Corpuszeile oder deren Raum 2 kr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene CorpuSzeile 3 fr.

Amtlicher T h e i l.

BekaMutmerchung.

Am 14. v. Mts. wurde ein zum Verkaufe angebotenes Pflug-Sech angehallen, weil es aus einer Gemarkung des Wieseckthales gestohlen zu sein scheint.

Die Großherzoglichen Lokal-Polizeibeamten haben die geeigneten Erkundigungen einzuziehen und Anzeige davon zu machen, wenn ein solches irgendwo gestohlen worden sein sollte.

Gießen den 26. Januar 1855. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

K ü ch l e r.

M rs s s ch r e i b e n.

Am 22. v. M, sind in Darmstadt folgende Gegenstände gestohlen worden:

1) eine goldene D a me li- Cp li n d er uhr von der Größe eines Preuß. Thlrs., das Gehaus gerippt, auf der Mitke ein kleines glattes Plättchen, lilberneö Zifferblatt, römischen Ziffern und golduen Zeichern, woran ein Haken von Gold, nichr sehr groß, hinten mit Silber belegt;

2) eine große goldne U h r k e k t e zum Anhängen mit doppelten Gleichen und Schieber, woran ein kleiner aoldner Uhrschlüssel,-^glatt gearbeitet, welcher sich links und rechts drehen läßt, an einer schwarzen Kordel angebunden ist;

3) ein A rmring von Haar mit länglich golvnem Schloß, in der Mitte eine Kanone von der Größe eines , Kreuzers, an Dem Schloß ein kleines Medaillon tu welchem Haare ausbewahrt sind;

4) eine Vorstecknadel von Gold, oben ein Kränzchen von Haar, in der Mitte ein weißer Stein mit einem „ goldnen Kettchen verbunden und mit einer zweiten goldnen Nadel, welche ebenfalls mit Haar überzogen ist.

Es sind nach diesen Gegenständen Die geeigneten Nachforschungen anzustellen.

Steckbrief Großherzagtichen Kreisamts Gießen.

Johannes Eyring von Eichelsdorf, welcher sich als Mühlarzk oder Mühlbursche umhertreibt, ist aus Requisition Groß­herzoglichen Landgerichts Ortenberg wegen Betrugs ituD Fälschung ,u verhaften.

Gerichtliche und privat-BekarurLmachungen.

Edictalladungen.

172) Gießen. Conrad Becker II. von Burkhardsfelden ist wegen Schwach­sinnigkeit unter Curatel gestellt und ihm Ludwig Horn und Philipp Arnold von Burkhardsfelden als Curatoren bet- geordnet worden. Es wird dieses mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß rechtsverbindende Berträge bei Meidung der Nichtigkeit nicht mit Conrad Becker II., sondern nur mit dessen beiden Curatoren abgeschlossen werden können. Zugleich wer­den alle Diejenigen, welche Forderungen an Conrad Becker II. zu machen haben, auf» gefordert, dieselben binnen 6 Wochen dahier zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls die­

selben bei Regulirung des Vermögens keine Berücksichtigung finden können.

Gießen am 26. Januar 1855.

Großherzogliches Landgericht Gießen. P l o ch.

2-,452) Gießen. Nachdem Großher­zogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen durch Erkenntniß vom 30. Oetober 1854 über den mit 181 fl. 5 kr. überschuldeten Nachlaß des Kaufmann Kuder von Wieseck den Coneurs erkannt hat, werden alle Die­jenigen, welche Ansprüche irgend welcher Art an den fraglichen Nachlaß bilden kön­nen,^aufgefordert, solche so gewiß int Termin

Freitag den 9. Februar 1855, Vormittags 8 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, widri­

genfalls sie ohne besonderes Präclufivdecret von der Masse ausgeschlossen werden.

Gießen am 1. Deeember 1854. Großherzogliches Landgericht Gießen.

P l o ch.

Besondere Bekanntmachungen.

160) Gießen.

Der Depotanfprueh -er Hof- gerichtssecretür Stürz Wittwe.

Das Protokoll über obigen Anspruch liegt 14 Tage lang zur Einsicht der In­teressenten auf dem Rathhause dahier offen.

Gießen den 30. Januar 1855.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.