Ausgabe 
1.9.1855
 
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Pfänder aus wollenen Stoffen müssen un­bedingt eingelös't werden.

Die Herren Bürgermeister des Kreisamts- bezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden sofort auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen den 3; August 1855.

Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil.

Zur MsTeZDVieht.

1819) Die von mir abzuhaltenden Ver­steigerungen werden für die Zukunft nicht mehr durch die Schelle, sondern nur durch das Anzeigeblatt zur Kcnntniß des Publikums gebracht, weßhaid ich bitte, darauf auf- merksam zu fein.

Gießen den 31. August 1855.

6. Weidig, Großherzoglicher Ortsgerichtsmann.

Edictalladunqen.

1692) Forderungen und sonstige An­sprüche an Hermann B epp l er zu Lang­göns, über dessen Vermögen der formelle Concurs erkannt worden ist, sind

Montag den 15, October d. I.,

. Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des stillschweigend eintreten­den Ausschlusses von der Concursmnffe dahier anzuzeigen und zu begründen.

Gießen den 1. August 1855.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Wörner, Stadtrichter, Stadtger.-Assessor.

1810) Nach Erkennung des förmlichen ConcurSprozesscs gegen Bäckermeister Wil­helm Schäfer zu Gießen werden Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche im Liquidations-Termin den 17. October,

Vormittags 9 Uhr, bei Meidung des stillschweigend cintretcnden Ausschlusses von der Masse anzuzeigen und zu begründen. Von den persönlich nicht erscheinenden Gläubigern wird unterstellt, daß sie allen Beschlüssen der Mehrzahl der erscheinenden bezüglich der in demselben Termin zu versuchenden Güte, Wahl eines Maffcpflegers und Gläubiger - Ausschusses zustimmcn.

Gießen den 28. August 1855.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. ^Muhl, Bott, Stadtrichter. Stadtgcr.-Assessor.

1562) Großherzogliches Hofgericht dahier hat über das circa 550 fl. überschuldete Vermögen des Conrad Häuser von Langgöns den Concurs erkannt. Alle, welche Ansprüche irgend welcher Art an denselben Haben, werden aufgefordert, solche so gewiß

Montag den 3. September l. I., Vormittags 10 Uhr, dahier geltend zu machen und etwaige Vor­zugsrechte zu.begründen, als sonst stillschwei­gender Ausschluß von der Masse eintritt und resp. Verzicht auf Vorzugsrechte unter­stellt wird.

Im Termin soll ein Arrangement versucht, ein Ausschuß gewählt und ein Güterpfleger bestellt werden. Gläubiger, welche nicht persönlich erscheinen, auch sich nicht gehörig vertreten lassen, werden, als den Beschlüssen der Mehrheit der Erscheinenden beitretend, behandelt.

Gießen den 19. Juli 1855.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Krug, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

, Berstkigerunqt'n.

1783) Dienstag den 11. September, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf hiesigem Rathhaus die Hofraithe der Major von Schmalkaldcr'schcn Erben, unter den alsdann bekannt gemacht werden­den Bedingungen, einer öffentlichen Verstei­gerung ausgesetzt werden und wird vorläufig bemerkt, daß der Letztbietende alsbald die Genehmigung zu erwarten hat, als: Flur Nr. . fttftr.

'/8g7 36 Hofraithe in der Wallthor-

straße, neben Hofg.-Advvcaten Faber,

J/«s8 78 Grabgarben daf., 1. Klasse,

/sss 68 Grabgarten auf dem Brand,

an Carl Heinrich Magnus, 1. Klasse.

Gießen den 27. August 1855. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel.

Mai» - Weser - Bahn. . 1824) Die auf Rüböl, Sparöl, Talg und weiße Seife eingelaufenen Gebote haben die Genehmigung nicht erhalten und wird über

1) 22000 Pfund Nüböl,

2) 6000 Sparöl,

3) 600 Talg und

4) 180 weiße Seife

neue Submission auf

Freitag den 7. September l. I., Morgens 10 Uhr, ausgeschrieben, bis zu welcher Zeit die Ge­bote versiegelt an unterzeichnete Behörde eingereicht sein müssen. Nach 10 Uhr ein­gereichte Gebote können keine Berücksich­tigung finden.

Gießen den 31. August 1855.

Die Großhcrzogliche Magazins-Commission.

In Verhinderung des Vorsitzenden: Dauvt, Maschinenmeister.

1818) Montag den 10. September, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigem Rathhaus, auf frei­williges Ansuchen des Gg. Heinr. Braun, die demselben gehörenden Grundstücke öffent­lich versteigert werden, als:

□Jtlffr.

1) 204 Acker am Krofdorfer Weg,

2) 352 auf den Läusertsröder Weg,

3) 292 am Krofdorfer Weg,

4) 294 auf den Fluthgraben,

5) 33 ,, an den Fluthgraben in

der Au,

6) 734 am Krofdorfer Weg,

7) 543 auf der Weißerde,

8) 785 hinter dem Waldbrunnen,

9) 735 Wiese im Heegstrauch,

10) 153 Acker an der Broßbrücke,

11) 158 daselbst,

12)228

13) 128 am großen Grasweg.

Gießen den 30. August 1855.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

GrummetgraS-Versteigerung bei der Stadt Gießen.

1769) Montag den 3. und Dienstag den 4. September l. I.,

von Morgens 9 Uhr an, soll das Grummetgras von nachverzeichneten im Ganzen circa 400 Morgen haltenden, städtischen Wiesen, öffentlich versteigert wer­den , und zwar:

Montag den 3. September,

1) von den Wiesen an der Neumühle und der Lahn,

2) von der Wiese am Fürstenbrunnen,

3) von den Wiesenvierteln im Wieseck- thale,

4) von den Wiesen im Heegstrauch,

5) von den Wiesen am Neuenweger Thor; Dienstag den 4. September,

1) von den Ochsenwiesen,

2) von den Wiesen am Rödger Weg und im Stelzenmorgen,

3) von den Wiesen an der Grünberger Straße,

4) von den Wiesen am Altentisch und der Happelswiese,

5) von der Försterwiese in: Fernewald.

Die Zusammenkunft ist am ersten Tag bei der Stadtwiese an der Lahn und am zweiten Tag in den Ochsenwiesen.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen am 23. August 1855.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.