Ausgabe 
21.12.1853
 
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Beilage zu «HL 102 des Anzeigeblattes.

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Vermischte Nachrichten.

Ernst Mahner^) an die Gießener.

Zum größten Erstaunen aller selbstständig Denkender und Geisteswachen habt Ihr eine Erscheinung und Bestrebung vor Euch theilnahmloS Vorbeigehen lassen, die Eurer lebendigsten Beachtung würdig, thatkräftigste Begeisterung in Euch hatte wecken sollen. Die Sckulb davon liegt iheilweise an Euch zum großen Theil aber auch an mir selber. Der allgemein herr­schenden Gleichgültigkeit dieser gemütherschlaffien, blastrten Zeit in Bezug auf hohe Dinge habe ich in biejen Tagen zu wenig Energie entgegengesetzt, so daß sie theilweise mich selbst ergriff, und es mir an demjenigen Grade scharfer Bvgenipannung mangelte, der da nölhig ist, um den Erlösungspfeil, auf den AlleS ankommt, dem entfernten Heilsziele kräftig und ffcher zuzu- sühren. Ich werde in diesem Lanbesgaue noch einige Zeit verweilen und darum gedenke ich gleich nach Neujahr mit neuer Kraft und frischer Begeisterung meine Vorlesungen hierorts fortzusetzen oder vielmehr neu zu eröffnen und zwgr bei ganz freiem Zutritt, damit Niemand einen Entschuldigungsgrund zum Wegbleiben habe auch damit der bösen Well aäe und jede Möglichkeit, auf das hohe Menschheilswerk den geringsten Schatten zu werfen, benommen werde. Eine hohe Sache wird jedesmal verletzt durch den Geldpunkt, gleich dein in reiner Sonnensphäre majestätisch schwebenden Adler, der mitten in die Bi isst vom tödtlichen Blei getroffen wird.---

Zur Hörung bereitet Euch würdig vor durch aufmerksame Durchdenkung desgoldnen Programms" und des (soeben in großer Gesundheitsälter-Ausgabe neu erschienenen)Urgesetzes des Lebens" **) in Verbindung nut dem sorgsaltigen Studium der unter der 2len Gesehtafel anempfohlenen Hülfömittel. Da der Lehrer nicht den Wegstangen gleichen soll, die wohl die Wege immer zeigen, nie aber sie selber gehen und da das vorangehende Beispiel immer mehr wirkt als das ^Sort, so werde ich mit dem Beginn des neuen Jahres gleichwie vor 8 Jahren ein größeres theils ganz strenges, theils mildes Fasten abhalten, verbunden mit den täglichen Weihebäoern im Flusse, so wie ich auch schon in den nächsten Tagen, falls das Flußets sich lösen sollte, zur Bewahrheitung meiner Leh e von der Fcstmachung des Menschen gegen alle Erkältungen, eine (der bekannten Eölner, im Febr. 1848 ähnlichen) Eisschollen-Schwimmfahrt in der Lahn abhallen werde. In Solchem folget mir aber nicht nach, denn es könnte Euch schaden (wie die zu Cöln gemachte Erfahrung leider gelehrt hat).

Euer Fretznd und Bruder »

Ernst Mahner.

*) Mehrere Gründe, besonders der Mangel 'an wahrer, edler Bildung der Menschen in unserer Zeit bestimmen mich, den obigen, seit jw Jahren von mir geführten Namen der Welt aegenüber noch beizubehalten und di- NennungBruder Carl' nur den mir ecgebenlien Xnb angern unb Freunden meiner Sache zu gestatten. Ein vertrautes edles Verhältnis! mit den heutigen Menschen ist aus dem eien ange.uhrten Grunde rein unmöglich. Das "Schönste, Edelste artet alsbald aus zur niedrigen und widrigen Gemeinheit. .

**) zu haben in der Papierhandlung des Hrn. Hoffmann, wobei aber ausdrücklich bemerkt wird, daß es nur in Verbindung mit dem de zu g h. - rendenGüldenen Programm" ausgegeben wird, ohne welches letztere das Urgesetz nicht erfaßt werden kann.

2607) Frankfurt a. M.

Einladung jum Neu-Abonncmcnt für das am 14 Januar 1851 beginnende (Quartal auf den Frankfurter Anzeiger, nebst der monatlichen Extra-Beilage: die Gerichtszeitung.

Abonnementspreis I fl. pr. Quartal für Frankfurt. Auswärts mit dem betreffenden Postaufschlag.

DerFrankfurter Anzeiger" erscheint täglich außer Montags, biloet ein Organ für ben bürgerlichen unb ge­schäftlichen Verkehr unb bietet gleichzeitig eine angenehme, unterhaltende unb nützliche Lektüre.

Der Inhalt vertheilt sich:

1) Novellen, Erzählungen, die neuesten unb anziehendsten Gedichte, Miscellcu, Schachaufgaben, Räthsel ic. ic. .

2) Berichte, unpartheiische, über Buhnen- unb Concertleistnngen, Wissenschaft, Kunst und Jndnstrie.

3) Modeberichte, die neuesten Pariser, mit Modebild; lithographische Abbildung nebst Erklärung Der aller- neuesten Muster von Häckel-, Stick-, Strick-, Filet- und Bandarbeiten ic.

4) Was gjebt es Neues? täglich eine Rubrik, worunter dem Leser eine kurze bündige aber vollständige Rundschau auf dem Gebiete der Politik unb bcs öffentlichen Lebens gegeben, und ihm dadurch bas Durckiehen großer politischer Blätter erspart wird.

5) Eoursblatt (vollständig) der hiesigen Börse, die neuesten Handels-, Frucht-, Getreide-, Oel- und Brannt­wein-Berichte von Frankfurt, Mainz, Friedberg, Heidelberg, Würzburg, Cöln, Neuß und anbern Platzen.

6) Das Frankfurter Amtsblatt im Auszüge; vollständig das Verzeichniß der Aufgebot en en, Getrauten, Gcbornen und Verstorbenen.

7) Inserate, die bei der bedeutenden Verbreitung des Blattes hier und auswärts guten Erfolg haben musieii.

8) Gerichtszeitunq. Rundschau interessanter einheimischer und fremder schwurgerichtlicher Verhaut tungen, Criminal-, Polizei- unb Civilfällen. Den Herren Juristen, Schwurmännern und Kaufleuten bqonbcre zu "" empfehlen. . T. ....

Frankfurt am Main, im Dccember 1853. ®lc Expedition.