Ausgabe 
21.5.1853
 
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E. (569 % Acker 8 MH.

Mediumsland auf dem Ge- meindSacker,

Treisbacher Gemarkung hinterlassen, auf welchen

13 Sgr. 7 hlr. Dienstgeld,

10 hlr. Thomaszins,.

7 Rott.zins, hafteten.

Das Entschädigungs-Kapital für diese nach dem Gesetz vom26. Au­gust 1848 weggefallenen Reallasten beträgt nach der gesetzlichen Berech­nung zehn Thaler, welche vom 1. De- cember 1851 an, bis zum Abtrage mit 5% zu verzinsen sind.

In Entstehung der Güte wird unter Vorlegung einer Bescheinigung deZ Bürgermeisters von Treisbach unter 2, wonach Katharina und Anna Katharina Zmmel und Johannes Jes­berg r ach Amerika auSqewandert sind, in dieser Klage gebeten,

die Provokaten zur Zahlung der 10 Thaler Entschädigungs-Kapital nebst 5 pCt. Zinsen davon seit dem 1. Decemlur 1851 und zur Wiedererstattung der Kosten dieses Verfahrens zu ve uriheilen, die Abwesend n aber mittelst öffent- ltcher Ladung

vorgel. genehm beglaubigt Hoffmeister, k. A. und werden demgemäß bei der Unbekannt heil der Aufenthaltsorte der Mitverklagten 1. h. i. und 2. k . diese vorgeia'en, im Termin den 28. Juni d. I.,

Morgens 10 Uhr, Cent.-Zeit sich eiitzufinden. In diesem zur mündlichen Verhandlung bestimmten Ter­mine haben diese entweder in Person oder durch zulässige, gehörig legitimirte Bevoll­mächtigte das Geeignete vorzubringen, auch die Beweise ihrer Behauptungen bereit zu halten und für den Fall, daß die Sache durch gegenseitige Erklärungen nicht sofort | sich erledigt, alSbald ihre Urkunden in be- i weisender Form vorzulegen, ihre Zeugen! zu benennen, und von der Eideszuschiebung | Gebrauch zu machen, sowie über ihr bei­derseitiges Vorbringen sich zu erklären.

Erscheinen die Mitverklagten in dem Termine nicht, so wird die Klage für ein- gestanden aiigenommeu, und bleibt die Klä­gerin aus, so werden die Verklagten von der Instanz entbunden.

Beweismittel, welche vorgeschriebrner- maßen nicht gellend geuiachl worden sind, werden in diesem Rechtsstreite nicht weiter berücksichtigt, und Thatsachen uno Urkun- den, jorote die zugeschobenen Eide, über

welche die erforderliche Erklärung n cht er­folgt, lut ' alS ein gestanden, bezw. als an- erkannt, und verweigert auzusehen.

Erklärungen eines nicht gehörig Bevoll­mächtigten bleiben, insofern uichr aus be- sonderu Gründen eine weitere Frist zur Beibringung der Vollmacht gestattet wird, unbeachtet, und den Mitverklagten 1. h. i. und 2. f. zur Nachricht, daß weitere Ver­fügungen lediglich dahier an Grrichtsstelle statt der Behändigung an sie, angeheftet werden.

Wetter den 7. Mai 1853.

Kurfürstl. Justiz-Amt W olfr a m.

1075) Gießen. Die in dem Gießener Anzeigebiatt voni 14. Mai 1853, Nr. 39 veröffentlichte Edictalladung wird hier mit dem Anfügen wiederholt, daß etwaige Ei- genthumsausprüche an d;e barnr bezeichne­ten Immobilien, über welche auch ein Verzeichinß in der Registratur des unler- zeichueien Gerichts zur Einsicht offen liegt, fogewiß binnen 60 Tagen dahier anzuzeigen sind, widrigenfalls diese Ansprüche keine Be­rücksichtigung finden und den betreffenden Grundbesitzern die erbetenen Eigenli-ums- bescheiniguugen auSgefertigt wereen.

Gießen am 19. Mai 1853.

Gr. Landgericht Ploch.

Berftelgerungen.

I09(i) Gießen.

Versteigerung von Ärbeitcn bei der Sladt Gießen.

Donnerstag den 26. Mai l I., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Ralhhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden verge­ben werden:

1) Steinbrechen, veranschl. zu 86 fl.

2) Steinsetzen, . 22

3) Ehaussiren, u 266

4) Planirarbcit, 9

Gießen den 18. Mai 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

1117) Gießen.

Montag den 23. d. M.

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus das dem Joh. Balthasar Burckbardt gehörende Wohn­haus mit Scheuer nochmals versteigert wer­den. Bemerk! wird, daß, wenn ein an­nehmbares Gebot geschieht, der Zuschlag alsbald ertbeilt werden soll.

Gießen den 19. Mai 1853.

Der Gr. Ortsgerichtsmann

C. W e i d i g.

295

1001) Gießen.

Maitr-Weser-EfLnbalM.

Sectio« Gießen.

Die Lieferung von 25 Cubikklafter Rol- lirst inen zur Vollendung der Lahndurch- fahrr bei Ruttershausen, soll

Montag den 30. d. Mts.,

des Vormittags um 10 llbr,,, im Bahnhofe zu Lollar durch öffentliche Versteigerung loosweise in Aeeo.Ä gegeben werden.

Gießen am 18. Mai 1853.

Der Gr. Sections-Jngenieur E i ck e m e y e r.

1092) Gießen.

Montag den 6. Juni d. I. und die fol­genden Tage, Nachmittags 2 Uhr anfangend, sollen in der Wohnung der Geschwister Hoß in der Weidengasse verschiedenes Hand­werkzeug für Mechaniker und Schreiner, Kleidungsstücke und sonstige Geräthschaften einer öffentlichen Versteigerung gegen gleich baare Zahlung ausgesetzt werden.

Bemerkt wird,, daß den ersten Tag eine große mechanische Drehbank mit Selbstgang, Soupourbodrer und allen nur möglichen dazu gehörigen Vorrichtungen, vorgenom­men wird; auch kommt eine große Quan- liiät verschiedener Holzarten und Bohlen zur Versteigerung.

Gießen den 17. Mai 1853.

Der Gr. Ortsgerichtsmann

C. W e i d i g.

1019) Gießen.

B r e n n h o l z l i e f e r u n g. Samstag den 28. d. Mts, Morgens 10 Ufr, soll auf der hiesigen Universitäts-Kanzlei die Lieferung von 350 bis 400 Stecken Buche,i-Scheidholz an die verschiedenen Uni­versitäts-Anstalten, sodann voil weiteren 50 Stecken in daö hiesige Gymnasium, an den Wenigstnehmenden versteigert werden.

Gießen am 7. Mai 1853.

Gr. Universitäts-Rentamt r M artin.

10941) Gießen.

Montag den 23. Mai, Morgens 10 Uhr, sollen auf dahiesigem Ratbhaus die säuunt- licken Immobilien des Jakob Sck>muck, wUche bei ter am 9. d. M. abgehaltenen Versteigerung kein annehmbares! Gebot er­hielten, mit dem Bemeekeu nochmaiS ver­steigert werden, daß, wenn annehmbare Gebote geschehen, die Genehmigung alsbald erlheilt werden wird.

Gießen den 17. Mai 1853.

Der Gr. OrlsgerichtSmaun

C. Wcidig.